Die Hilfe gegen Blaualgen läuft an

„WEISSENBURG/HERRIEDEN – Die Hilfe fürs Fränkische Seenland ist angerollt. Bei der gestrigen zweiten Seenlandkonferenz präsentierten die Verantwortlichen ein ganzes Maßnahmenbündel, das dazu beitragen soll, die Seen von den Blaualgen zu befreien und dem Tourismus neue Möglichkeiten zu eröffnen. Für das laufende Jahr werden sich allerdings kaum Verbesserungen erzielen lassen.

Seit Jahren gibt es das Problem der Blaualgen im Altmühlsee. Mehrfach gab es Badeverbote, weil die Algen (eigentlich handelt es sich um Cyanobakterien) für Übelkeit und Kopfschmerzen sorgen können.

Der flache Altmühlsee, der sich bei schönem Wetter rasch erwärmt und in dem sich jede Menge Weißfische tummeln (diese fressen die Planktonkrebse, die sonst ein natürlicher Feind der Blaualgen wären), bietet ihnen optimale Bedingungen. Im vergangenen Jahr griff das Problem erstmals auch auf den Igelsbach- und den Kleinen Brombachsee über. Auch dort gab es Badeverbote.“

„Die erste Seenlandkonferenz im November in Pfofeld hat gezeigt, dass das Hauptproblem für die massive Algenplage im hohen Phosphorgehalt im Wasser zu suchen ist. Dieses kommt nach den Erkenntnissen des Ansbacher Wasserwirtschaftsamtes jeweils etwa zur Hälfte von den Kläranlagen (zwölf Tonnen) an der Altmühl oberhalb des Altmühlsees und zur anderen Hälfte aus der Landwirtschaft (13,6 Tonnen) dort. Der auch oft angeführte Vogelkot macht hingegen nur fünf Prozent der Phosphatmenge aus.“

Quelle: Die Hilfe gegen Blaualgen läuft an

© WEIßENBURGER TAGBLATT

21.05.2010

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