Zitat 1:

„Schön ist auch die Geschichte über die Kammolche. Entlang der geplanten A 44 zwischen Kassel und Eisenach wurden seinerzeit große Kammolchkolonien (1700 Tiere) entdeckt. Genau genommen in einer ehemaligen Klärgrube bei Helsa in Nordhessen. Aufgrund seiner natürlichen Geschwindigkeit kann der Kammolch nur sehr schwierig Verkehrswege überqueren und kommt daher sehr schnell unter die Räder. Parallel zur geplanten Autobahn soll eine Straßenbahnlinie für den Nahverkehr gebaut werden. Jetzt hatten die Molche ein zusätzliches Problem. Doch die Lösung war schnell in Sicht: Die Bahntrasse wird auf Ständer gestellt. Und um die Tiere vor den Autos zu schützen, werden jeweils zwei Tunnel von 1200 bis 2000 Metern Länge geplant. Zwar konnte eine Fauna-Flora-Habitat-Verträglichkeitsprüfung für diese Planung keine Beeinträchtigung der Kammolchlebensräume feststellen, das Bundesverkehrsministerium empfiehlt aber trotzdem einen durchgehenden Tunnel mit der Begründung einer „Vermeidungsstrategie des Lebensraumes bedrohter Tiere“. Die Folge: Mehrkosten von über 50 Millionen Euro und eine Bauverzögerung von sechs Monaten. Inzwischen soll sich dort die Population der Kammolche auf 5000 erhöht haben.“

„Dem Steuerzahler ist ein Kammolch derzeit also rund 10.000 Euro wert.““

Quelle http://ef-magazin.de/:

Verkehrspolitik: Durch meinen Garten wird niemals eine Autobahn gebaut!
von Frank Schäffler
„Deutschland im Stau“
27. Juni 2014

Zitat 2:

Am Ende fanden die Forscher in sechs Gutachten für insgesamt fast zwei Millionen Euro heraus, dass im Schwanheimer Wald genau eine männliche Bechsteinfledermaus beheimatet war. Eine wichtige Nachricht konnten die Biologen der erstaunten Öffentlichkeit dennoch mitteilen: Der Fledermausmann war nachweislich sexuell inaktiv.“

Keine Einzelfälle:

  • Falsche Schneckenbewertung wird aufwändig korrigiert: „Man solle, sagt Pfenninger, mit dem Begriff „invasiv“ künftig vorsichtiger sein. Hoffen wir, dass seine Kritik an einem starren Naturverständnis Gehör findet. Bis sie sich durchsetzt, wird es noch lange dauern. Denn, das wissen wir von Günter Grass, „der Fortschritt ist eine Schnecke.““
    Quelle: Maxeiner & Miersch

 

 

 

 


image_print
Print Friendly