„…ist das subjektive Fürwahr halten einer Erkenntnis.“

„Entscheidend ist die Feststellung, dass der Sachverständige Beurteilungsspielräume nach seiner persönlichen Überzeugung auszufüllen hat. Weicht er davon ab, so muß er diese im Gutachten klar herausstellen.“

Bei der Gutachtertätigkeit sind als Subjekte im wesentlichen der Sachverständige und der/die Leser des Gutachtens beteiligt.

Das Gutachten hat also die Funktion, Dritten zu ermöglichen, sich selbst eine eigene Überzeugung zu bilden.

Diese Funktion kann das Gutachten nur erfüllen, wenn es erkennen läßt, auf welcher Grundlage und auf welche Weise der Sachverständige seine Überzeugung gewonnen hat.

Grundlage der Bildung der Überzeugung ist also das nachvollziehbare Abwägen von Argumenten, die für und gegen bestimmte Vermutungen stehen.“

Quelle:
Roeßner aus Bayerlein, Praxishandbuch Sachverständigenrecht, 2. Auflage, 1996, C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung München (S. 198)

Siehe auch: Überzeugung

 

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