Geschichte

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Historische Aufnahmen von der Kläranlage Pilsen

17. Juli 2015|

Wieder mal in meiner Bibliothek fündig geworden: Die Aufnahmen entstanden vermutlich im Rahmen eines Erfahrungsaustausches zwischen dem VEB WAB Halle oder Magdeburg und der Kanalisationsabteilung der Stadtverwaltung für Wasserwirtschaft in Pilsen. In welchem Jahr die Fotos gemacht wurden, ist nicht genau bekannt. Zum damaligen Zeitpunkt - vielleicht um 1970 - wurde das Abwasser in einer [...]

Der chemische Sauerstoffverbrauch

30. Juli 2013|

Der chemische Sauerstoffverbrauch - Beweismittel einer Gewässerverschmutzung? von U. Halbach Fachartikel  veröffentlicht in der wwt 6, 7-8 und 9/2013 Auszug einer Leserzuschrift von Herrn Jürgen Wachtendorf am 13.11.2013: Sie schreiben auf S. 16 im 1. Teil (etwas unter dem CSV/BSB-Bild): "Zusätzlich muss die ganze Mischung bei 148 +/- 3°C 110 Minuten schwach sieden. [...]

Erst entwässern, dann besiedeln!

25. Januar 2012|

Vorwort Die technisch-wirtschaftliche Regel oder der Erfahrungssatz Erst Optimierung des Entwässerungskonzeptes, dann Bebauungsplan! findet sich in zahlreichen heutigen nicht immer beachteten Lehr- und Fachbüchern. Markant ist, dass diese eigentlich selbstverständliche Regel schon "uralt" ist. Auch die "Regenwasserbewirtschaftung" ist keine Erfindung aus unserer Zeit wie der folgende Literaturauszug beweist. Möglicherweise wird jenes, was den Lehrern an [...]

Die Maulwissenschaft

29. Juli 2011|

Wahrhaftig Wohl jeder der am gesellschaftlichen Leben teilnimmt, möchte als wahrhaftig gelten. Mit dem Ruf ein Schwindler zu sein, wird sich Niemand selber schmücken. Auch Techniker oder Gutachter sollten bestrebt sein, ihre Feststellungen mit der Realität in Deckung zu bringen. Sofern man zur Wahrheit vereidigt wurde, sollte Wahrhaftigkeit Prinzip ohne Ausnahme sein. Andererseits  ist es [...]

Deutsche Rückstautechnik aus dem Jahr 1921

21. Juni 2011|

Die Regelungen zum Schutz vor Rückstau haben sich in den letzten 90 Jahren nur geringfügig geändert. Dazu ein Rückblick mit einigen Zitate: „IV. Hochwasser- und Rückstauverschlüsse. Einläufe, insbesondere Fußbodeneinläufe und auch Fettfänge in Kellern, welche hin und wieder der Überflutung durch Hochwasser ausgesetzt sind, müssen sich wasserdicht abschließen lassen, um ein Eindringen des Hochwassers in die Entwässerungsleitungen zu verhüten (Abb. 102). Tiefliegende Eingüsse in Kellern, besonders Fußbodeneinläufe und Fettfänge, welche unter dem bei starken Regenfällen sich einstellenden Wasserspiegel der Straßenleitung liegen (Abb. 103), sind vorkommendenfalls durch Rückstauverschlüsse gegen die Straßenleitung abzuschließen, damit das Wasser aus der Straßenleitung nicht durch sie in die Keller eintreten kann. Rückstauverschlüsse dürfen jedoch nur in die gefährdeten Nebenableitungen, nicht in die Hauptableitung eingebaut werden, um möglichst wenig Wasser durch die Stauvorrichtungen zu führen und so Ablagerungen in ihnen, welche ihr sicheres Wirken in Frage stellen können, möglichst zu vermeiden. Es gibt selbsttätig wirkende und von Hand zu bedienende Rückstauverschlüsse. Erstere haben den Vorzug, daß sie auch bei Unaufmerksamkeit und Abwesenheit der Hausbewohner in Tätigkeit treten, aber den Fehler, daß sie nicht immer unbedingt sicher wirken, letztere schließen sicher dicht, erfordern aber bei jedem starken Regenfall rechtzeitige Bedienung. Es empfiehlt sich daher, je einen von beiden Arten hintereinander einzubauen. Als von Hand zu bedienende Rückstauverschlüsse können auch die bereits genannten, auf Sinkkasten und Fettfänge aufzuschraubenden Hochwasserabschlußdeckel benutzt werden (Abb. 102). Bequemer in der Bedienung sind Handzugschieber (Abb. 104) und Spindelschieber (Abb. 105). Sie werden zweckmäßig gewöhnlich verschlossen gehalten, wenn die Einläufe seltener, wie in Waschküchen, benutzt werden, und nur zum jedesmaligen Gebrauche geöffnet. Ist dieses nicht angängig, so sind die teureren Spindelschieber, weil sie sicherer bewegbar bleiben, den billigeren Handzugschiebern vorzuziehen. Die selbsttätig wirkenden Rückstauverschlüsse bestehen im wesentlichen aus Klappen oder Schwimmkugeln, welche sich unter dem Rückstau von der Straßenleitung her gegen Dichtungsflächen der Ableitung legen und so diese abschließen (Abb. 106-110). Ihre sichere Wirkung wird durch Ablagerungen an den Dichtungsflächen und den Klappen oder Kugeln gefährdet. Es ist daher wichtig, daß die Rückstauvorrichtung für gewöhnlich möglichst wenig in das lichte Profil der Ableitung hineinreicht und diese ganz glatt durchgeht. Dies wird bei dem Kanalrückstauverschluß „Rohrfrei“, Patent Liese, von Bopp und Reuther, Mannheim, Waldhof, dadurch erreicht, daß sich eine Schwimmkugel über der Ableitung die Rückstauklappe in  Bewegung setzt (Abb. 107). Eine Vereinigung beider Arten von Rückstauverschlüssen zeigt eine Rückstauklappe mit Feststellvorrichtung (Abb. 108). Sicherer in seiner Wirkung ist der an einem Fußbodeneinlauf angebrachte doppelte Rückstauverschluß, System Oestreicher, der Halbergerhütte (Abb. 109-110). Der selbsttätige Verschluß wird durch eine Schwimmkugel betätigt, der Handverschluß durch Niederschrauben der den Wasserverschluß bildenden Glocke bis auf den Abflußstutzen, wobei die Abdichtung durch eine Lederscheibe bewirkt wird. Der doppelte Rückstauverschluß „Wächter“(Abb.111), System Linnmann, der Essener Eisenwerke, Sehnutenhaus & Linnmann G.m.b.H., Katernberg bei Essen-Ruhr, will Kellerüberschwemmungen auch bei gröbster Unaufmerksamkeit dadurch verhindern, daß sein selbsttätigerVerschluß stets geschlossen ist und sich nur unter dem Druck ablaufenden Wassers zum Kanal hin öffnet. Text und Abbildungen – Quelle: S. 106-108 aus Gürschner, u.a. Der städtische Tiefbau III. Stadtentwässerung Verlag B.G. Teubner Leipzig Berlin und Leipzig 1921 Rechtliche  Regelungen, z.B.: Erfurter Polizeiverordnung über den Bau und Betrieb von Haus- und Grundstücksentwässerungsanlagen von 1929 Harte Sitten: Auszug aus der Erfurter Polizeiverordnung: c) Jeder Brauchwassereinlauf ist durch eine besondere, von Hand zu bedienende, dicht abschließende Absperrvorrichtung zu sichern, die nur bei Bedarf geöffnet werden darf, sonst aber dauernd geschlossen sein muß. Neben dem von Hand zu bedienenden Rückstauverschluß kann auch noch eine selbsttätig wirkende Absperrvorrichtung eingebaut werden. Oberhalb solcher Absperrvorrichtungen darf nur der schützende Einlauf angeschlossen sein. Mehrere Einläufe durch eine gemeinsame Absperrvorrichtung zu schützen, bedarf einer besonderen Genehmigung. Eine andere Quelle von 1934: „Einläufe, die tiefer als die Straßenfläche liegen, sind nur widerruflich zu gestatten, wenn der Grundstücksbesitzer die Erklärung abgibt, bei eintretendem Rückstau keine Schadenersatzansprüche zu stellen. Vor Beginn der Ausführung der Hausentwässerung ist die Genehmigung unter Vorlage von Zeichnungen, die alle beabsichtigten Einrichtungen erkennen lassen und mit genauen Abmessungen der Rohrleitungen versehen sein sollen, nachzusuchen. Die Ausführung ist durch sachverständige Beamte der Verwaltung zu überwachen und nach Fertigstellung die Abnahmebescheinigung zu erteilen. Geeignetes Vorbild für das Genehmigungsverfahren sind die vom Deutschen Normenausschuß aufgestellten Grundsätze für rechtliche und verwaltungstechnische Vorschriften für Bau und Betrieb von Grundstücksentwässerungsanlagen. Din 1987.“ Kisker, H. in Brix, J. u.a. Die Stadtentwässerung in Deutschland Jena, Gustav Fischer 1934 (S. 131 ff.) Siehe auch: Überschwemmungsweg – Haftung Literaturrecherche Überflutung, Rückstau Flutwege Referenzen: […]

Bodenfilter – Ein wertender Blick in die Vergangenheit

21. April 2011|

Unbepflanzte Bodenfilter - Auswertung einer Literaturquelle von 1934 Brix notiert: „Unter Bodenfiltration versteht man in der Abwassertechnik eine auf verhältnismäßig kleinen Flächen betriebene Stauberieselung., die so stark mit vorgereinigtem Abwasser beschickt wird, daß auf die landwirtschaftliche Nutzung der Stauflächen verzichtet werden muß. Im übrigen ist der Vorgang der gleiche wie bei der Stauberieselung. Das Abwasser [...]

Warum zurückschauen?

26. Juli 2010|

Wer die Vergangenheit kennt, begreift die Gegenwart... und verliert manche illusionäre Ansprüche an die Zukunft. Die Geschichte wiederholt sich und das gilt auch für die der Wasserwirtschaft. Selbstverständliches wird irgendwann nicht mehr gelehrt, sondern vorausgesetzt. Und so kommt es, dass grundlegende Zusammenhänge nach vielleicht 50 Jahren vergessen werden. Man macht dies oder das, weiß aber [...]

Integrierte Betrachtung – Bewertung in Einzugsgebieten – Wasserscheide

05. März 2010|

Bereits 1969 wurde im Osten Deutschlands - als es die EU noch nicht gab - ein Prinzip der EU-Wasserrahmenrichtlinie regional umgesetzt. Es handelte sich um das Prinzip der integrierten Betrachtung von Einzugsgebieten, die nach hydrologischen Gesichtspunkten mit Hilfe von Wasserscheiden abgegrenzt werden. Ort des Geschehens war die Ingenieurschule für Wasserwirtschaft in Magdeburg. Die Ingenieurschule hatte [...]

Die "aufblasbare" Kläranlage

26. Februar 2010|

Dipl.-Ing. (FH); Dipl. Ök. Uwe Halbach, Institut für Wasserwirtschaft Halbach - Werdau (Sachsen) Zusammenfassung Beschrieben wird eine weniger bekannte, aber finanziell recht interessante Möglichkeit des dynamischen Kläranlagenausbaus, d. h. einer quasi stufenlosen Anpassung des Leistungsvermögens an das aktuelle Leistungserfordernis. Wirtschaftlich wird die Aufgabe derart gelöst, dass absehbares - aber später hinreichend sicher benötigtes - Erweiterungsvolumen [...]

Die „aufblasbare“ Kläranlage

26. Februar 2010|

Dipl.-Ing. (FH); Dipl. Ök. Uwe Halbach, Institut für Wasserwirtschaft Halbach - Werdau (Sachsen) Zusammenfassung Beschrieben wird eine weniger bekannte, aber finanziell recht interessante Möglichkeit des dynamischen Kläranlagenausbaus, d. h. einer quasi stufenlosen Anpassung des Leistungsvermögens an das aktuelle Leistungserfordernis. Wirtschaftlich wird die Aufgabe derart gelöst, dass absehbares - aber später hinreichend sicher benötigtes - Erweiterungsvolumen [...]

Eine Lanze für die Modernisierung einer alten Tropfkörperkläranlage!

26. Februar 2010|

Auszug aus einem Privatgutachten Inhaltsverzeichnis: Nicht monetäre Bewertung einer vorhandenen Tropfkörperkläranlage Anlagengestaltung Nachteile der vorhandenen Kläranlage Modernisierung ist die zweckmäßigste Lösung! Nicht monetäre Bewertung einer vorhandenen Tropfkörperkläranlage Vorteile des vorhandenen Tropfkörperverfahrens Betriebskosten Das vorhandene Tropfkörperverfahren hat den Vorteil, dass es zu den Abwasserbehandlungsverfahren mit den niedrigsten Energie- und Betriebskosten zählt. Die heutigen modernen Abwasserbehandlungsverfahren weisen [...]

Positiver BSB5-Analysenfehler in Größenordnungen bei der Überwachung von Teich- und Kleinkläranlagen recht wahrscheinlich!

26. Februar 2010|

Auszug aus Privatgutachten! BSB5-Analyse meist kein Beweismittel! Inhaltsverzeichnis DIN 38 409, Teil 51 vom Mai 1987 (Analysenvorschrift zur Bestimmung des BSB5) BSB5-Überwachungsergebnisse als Beweismittel? Fragliche BSB5-Überwachung von Kleinkläranlagen Überwachungs- und Interpretationsfehler bei belüfteten Abwasserteichanlagen Zwingender Inhalt eines Analysenberichtes Wann wird der BSB5 Beweismittel? Was ist BSB5? Kurzfassung: Bei der Überwachung von Teichkläranlagen, Hauskläranlagen und unterlasteten [...]

Wasserwerk Bukau in Magdeburg

07. Februar 2010|

Festschrift von 1959 – 100 Jahre Magdeburg braucht Wasser Leben ist ohne Wasser unmöglich, und für das gesellschaftliche Leben, für die fort-schreitende Entwicklung ist eine ausreichende, allen Ansprüchen genügende Versorgung mit Wasser eine der elementarsten Voraussetzungen. Aus diesem Grunde wird allerorts in der Deutschen Demokratischen Republik der Wasserwirtschaft stets besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Sie ist ein fester Bestandteil unserer Fünfjahrpläne und damit Gegenstand umfangreicher Maßnahmen, in deren Ergebnis großzügige Veränderungen und Verbesserungen auf diesem Gebiet zum Wohle unserer Bevölkerung und zur Gewährleistung der ständigen Steigerung der Produktion ermöglicht werden. Die Durchführung dieser Maßnahmen wird auch in unserer Stadt ihre fördernden Auswirkungen haben. […]

Kostenlose Software des Institutes für Wasserwirtschaft Halbach

04. Februar 2010|

Zum Download den Hyperlink anklicken und entweder "Datei speichern" und/oder - je nach Meldung des Browsers - sofort die "Datei ausführen". Download Setup abwasser.exe (zip-Datei) Version: 2009 Größe: 2,2 MB Programmbestandteile Hydraulik - vollgefüllte Kanäle und Druckrohrleitungen (Gefälle gegeben und Gefälle gesucht) Kalkulation der Schlammmengen nach der Schlammtabelle im "Taschenbuch der Stadtentwässerung" von Karl und [...]

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