Verschlechterungsverbot

Abstrakte Ziele sind zumeist Ursache für willkürliche Entscheidungen und willkürliches Handeln Einige Überlegungen: Wenn als Prämisse gilt, dass wasserwirtschaftliche Entscheidungen auf wissenschaftlicher Grundlage zu fällen sind, dann ist das abstrakte Verschlechterungsverbot als Argument wegen seiner Abstraktheit recht fragwürdig. Ein wasserwirtschaftlich wertvolles Instrument wird das Verschlechterungsverbot dagegen, wenn es nicht abstrakt, sondern konkret begründet wird. Das [Weiterlesen →]

Ökologie ist wertfrei und konkret

  Die Stellung der Ökologie in der Gesellschaft Lampert, W.; Sommer, U., Limnoökologie, 2. überarbeitet Auflage, Georg Thieme Verlag Stuttgart New York 1999 (S.447) “Naturwissenschaften können Theorien darüber anbieten, wie die Natur funktioniert. Sie können jedoch nicht angeben, welcher Zustand der Natur ein erhaltenswürdiger Wert oder ein erstrebenswertes Ziel menschlichen Handelns ist. Die Festsetzung solcher [Weiterlesen →]

Übermäßiger Gewässerschutz

Wo sind die 600.000 bis 1.100.000 Brutpaare Mauersegler geblieben? Kein Platz mehr im sauberen Deutschland! Abbildung 10: Der Rückgang an Mauersegler verlief parallel zur Abnahme der Großmuscheln und der Mückenlarven. Diagramm von Reichholf Aus dem Kapitel 3, ab Seite 47 des Buches von Reichholf Reichholf, J.H., Die Zukunft der Arten. Neue ökologische Überraschungen Taschenbuch, erschienen [Weiterlesen →]

Angst

“Angst, der Dauerzustand der unmündigen Gesellschaft Angst ist eine Grundbefindlichkeit des Menschen. In Ermangelung von lebensbedrohender Angst sucht der Mensch der Industriegesellschaft sich neue Zielobjekte seiner Angst. Paradoxerweise macht der Mensch gerade das zum Gegenstand seiner Ängste, das ihn von lebensbedrohenden Gefahren befreit: die moderne Technik. Die Angst gilt als eine besondere Qualität des Menschseins [Weiterlesen →]

Rechtliches zur Grundstücksentwässerung

Rechtsprechung zur Dichtheitsprüfung von privaten Grundstücksentwässerungsanlagen Zitate mit freundlicher Genehmigung des Rechtsanwaltes Herr Reinhart Piens (Essen) 10.1.2013 “In der fachlich, rechtlich und politisch umstrittenen Frage der Dichtheitsprüfung privater Abwasseranlagen hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg kürzlich ein interessantes Urteil gesprochen (10. Januar 2012, Aktenzeichen 9 KN 162/10). Es kommt im Rahmen eines Normenkontrollantrages gegen die Satzung eines [Weiterlesen →]

Guter wasserchemischer Zustand auf Biegen und Brechen?

Der gute wasserchemische Zustand ist für sich allein gesehen ein recht einfältiges Ziel. Trotzdem ist er aber bei vielen wasserbehördlichen Entscheidungen immer noch das Maß aller Dinge bzw. das k.o.-Kriterium. Im Falle einer geplanten oder aktuellen Überwachungswertverschärfung wäre aber aus wasserwirtschaftlicher Sicht vor einer kompromisslosen wasserchemischen Zieldefinition folgender Nachweis lt. nach WRRL, Artikel 4, 3b [Weiterlesen →]

Ein Aufruf zur Bedachtsamkeit

Ist eine weitere Entfernung von Mikroverunreinigungen aus kommunalem Abwasser angezeigt? Prof. Dr.-Ing. Harro Bode Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands, Kronprinzenstraße 37 45128 Essen Exzerpt “Ich halte es in Fällen, in denen es nicht mehr um die Beseitigung offensichtlicher und schlimmer Missstände geht, grundsätzlich für legitim und notwendig, danach zu fragen, welche Beeinträchtigungen unter Kostenaspekten hingenommen werden können [Weiterlesen →]

Es gibt keinen CSB!

Kurz und schmerzlos, eine kleine unangenehme Wahrheit: Im Gewässer oder im Abwasser gibt es keinen Bedarf an Sauerstoff (CSB) für eine chemische Reaktion nach DIN 38 409 Teil 41! Beweis: Die dafür notwendigen chemischen Reaktionen nach DIN 38 409 Teil 41 können unter den gegebenen Umweltbedingungen unmöglich ablaufen. Beweis: DIN 38 409 Teil 41 Der [Weiterlesen →]

Frühaufsteher

Sachsen-Anhalt – Das Land der Frühaufsteher Über diesen Slogan mag so mancher gelächelt haben, weil er diese Anhaltiner nicht kannte. Es ist in der Tat so:  In Sachsen-Anhalt und in den meisten neuen Bundesländern wird früher aufgestanden. Zumal geht hier die Sonne auch früher auf. Und mit dem Werbespruch möchte man natürlich auch eine gewisse [Weiterlesen →]

Ökononsens

Glosse “Gender auch für Enten!” Eine Million entenfütternde Omas gegen Biogasanlagen und die industrielle Landwirtschaft! Wer gewinnt? Dumme Frage! Die Oma jedenfalls nicht! Wenn das Gutgemeinte in der Verwaltung zum Terror mutiert… “Ein ehrsamer Bürger, tierlieb und Freund der bedrohten Natur, nimmt sich der Fütterung von Enten an, die an dem kleinen Flüsschen, das sich [Weiterlesen →]

Panik?!

Saalekreis Krebsgefahr im Grundwasser “Im Grundwasser sind erhöhte Konzentrationen von PFT festgestellt worden. Die chemische Verbindung – perfluorierte Tenside – gilt als Krebs erregend.” Kommentar: ??? Allerdings ist dem Artikel nicht zu entnehmen – man möchte noch das Wort “natürlich” hinzufügen – ob die Ängste tatsächlich berechtigt sind. Hier muss man wissen, dass nicht nur [Weiterlesen →]

Sparsamkeitsprinzip contra Bauchentscheidungen!

Übliche Bauchentscheidungen bei der Verschärfung des Gewässerschutzes… könnten seltener werden, wenn die Besorgnisträger gesetzliche Vorschriften beachten, nach denen der Nutzen und Sinn zusätzlicher Aufwendungen nach wissenschaftlichen Methoden zu prüfen ist. Das ist aber in der Praxis eine Frage des Standpunktes und erfordert eine gewisse Motivation, denn es gilt das Sparsamkeitsprinzip auch auf den wissenschaftlichen Nachweis [Weiterlesen →]

Überwachungswertüberschreitung

Überwachungswertüberschreitung und Umweltverschmutzung “Eine Überschreitung eines Überwachungswertes ist noch keine Umweltverschmutzung.” Zitat: RA Fachanwalt für Verwaltungsrecht Herr Möller am 24.11.2009

Schlammabfuhr aus Kleinkläranlagen – Hinweise für den Grundstückseigentümer

Welche Aufgaben hat eine Abwasserfaulgrube (Kleinkläranlage nach DIN 4261-1)? Häufig wird vergessen, dass Faulgruben nur drei/vier Funktionen haben: Rückhalten von absetzbaren Stoffen Rückhalten von Rechengut Lagern des abgesetzten Schlammes bis zur Abfuhr Bei Mehrkammer-Ausfaulgruben: auch Reduzierung des abzufahrenden Schlammes und damit der Entleerungskosten im besten Fall um ca. 45%. Relevant ist: Schlamm oder Rechengut darf [Weiterlesen →]

Die guten Seiten einer Kleinkläranlage

Es ist selten so, wie man denkt… Mancherlei Argumente werden vorgebracht Kleinkläranlagen sind undicht. Die Betreiber von Kleinkläranlagen sind unfähig diese selber zu warten. Kleinkläranlagen funktionieren nicht richtig. Betreiber von Kleinkläranlagen bohren Löcher in ihre Gruben, damit sie weniger Schlamm entsorgen müssen. Kleinkläranlagen belasten das Gewässer viel stärker als zentrale Kläranlagen. …. um zu begründen, [Weiterlesen →]

EHEC aus Biogasanlagen?

Ein aktuelles Thema der FAZ lautet: Biogasanlagen – Brutstätten für Ehec-Keime? “Angesichts der dramatischen Krankheitsverläufe und immer noch steigenden Fallzahlen entstehen derzeit viele neue Theorien, woher die Ehec-Keime im aktuellen Ausbruch stammen könnten. Weil immer noch kein einzelnes Lebensmittel als Auslöser konkret benannt werden konnte, konzentriert man sich jetzt auf größere Zusammenhänge, etwa die moderne [Weiterlesen →]

Vom Kopf auf den Fuß gestellt!

Die Wasserchemie ist Mittel der Ökologie und nicht – wie momentan eher dilettantisch benutzt – ein eigenständiges Ziel. D. h. die Prämissen und Gesetze der Ökologie bestimmen die Anforderungen an den wasserchemischen Zustand. Was ist sinnvoll, zweckmäßig und möglich? Und es wartet ein goldenes Kalb auf seine Demontage: Phosphor und Stickstoff sind keine Schadstoffe, sondern [Weiterlesen →]

CSB – Chemischer Sauerstoffbedarf und Schadstoffbeweis

Der CSB ist eine Summenbestimmung von (nur unter Laborbedingungen) chemisch oxidierbaren unbekannten Stoffen und unbekannten Einzelkonzentrationen. Allein mit unbekannten Stoffen bzw. unbekannten Stoffgemischen und zudem unbekannten Einzelkonzentrationen ist kein Schadstoffbeweis möglich. Entscheidend für eine Sauerstoffzehrung im Gewässer ist der sauerstoffzehrende Anteil des CSB. Der muss aber als BSB separat gemessen werden.

Vorsorgeprinzip

Das Vorsorgeprinzip als Stimulanz von Angst und Panik und als Waffe des Glaubens gegen das Wissen Das Vorsorgeprinzip mit seinem Trend zur ständigen Verschärfung der Grenzwerte – infolge der gesetzlich vorgeschriebenen automatischen Anpassung der Frachtminimierung nach den Möglichkeiten des Standes der Technik – verhindert zunehmend: eine rationale Bewertung der realen Gefahren einen effizienten Ressourceneinsatz die [Weiterlesen →]

Nitrat und Phosphor im Gewässer

Schlechter wasserchemischer Gewässerzustand – auch eine Frage des Imports von Düngemitteln für den Export von Fleisch Reichholf: “Geht man auf den 55 % landwirtschhaftlich genutzter Landesfläche von einer Düngermenge aus, die gegenwärtig im Durchschnitt bei gut 200 Kilogramm Stickstoff pro Hektar und Jahr liegt, so stellt sich die Frage, woher diese nun kommt. Mineraldünger macht [Weiterlesen →]

Das gute ökologische Potenzial

Überlegungen zum ökologischen Potenzial in Verbindung mit einer schlechten wasserchemischen Gewässergüteklasse III Über das, was das „gute“ ökologische Potenzial sein soll bzw. wie es konkret zu erkennen und umzusetzen ist, streiten sich noch die Experten[1]. Weiter kommt man in seinen Überlegungen, nachdem z. B. folgende simple Vorentscheidungen gefällt werden: Für welche Tierart sollen die wasserchemischen [Weiterlesen →]

Bewirtschaftungsplan – EU-WRRL

ist für jede Flussgebietseinheit aufzustellen § 36b WHG Basis der fristgerechten Erreichung der Gewässerqualitätsziele der WRRL konkretisiert die abstrakten Ziele der WRRL enthält wesentliche Maßnahmen Maßstab ist der gute Gewässerzustand  nach WRRL Siehe auch: Ökologisches Potenzial für künstliche und erheblich veränderte Gewässer Kosteneffizienz beim Gewässerschutz Überwachungswert – Abwassereinleitung in Gewässer Überwachungswerte – Verschärfung

Ökologisches Potenzial für künstliche und erheblich veränderte Gewässer

Bewirtschaftungsplan ist Ausgangspunkt Wenn die Bewirtschaftungsplanung für ein Gewässer ergibt, dass keine Maßnahmen zur Verbesserung des Potenzials mehr möglich sind, dann hat das Gewässer das “gute ökologische Potenzial” erreicht. Solange aber noch Maßnahmen nach den Kriterien der Bewirtschaftungsplanung als machbar und vertretbar eingestuft werden, wird das Gewässer zunächst nicht in das “gute ökologische Potenzial” eingestuft. [Weiterlesen →]

Kosteneffizienz beim Gewässerschutz

Die Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik – Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vom 23.10.2000 (2000/60/EG, ABl. L 327/1), geändert durch die Entscheidung Nr. 2455/2001/EG vom 20.11.2001 (ABl. L 331/1) ist am 22.12.2000 in Kraft getreten. Vorrangige Ziele sind die Herstellung eines guten ökologischen und [Weiterlesen →]

Überwachungswert – Abwassereinleitung in Gewässer

§ 4 Ermittlung aufgrund des Bescheides “(1) Die der Ermittlung der Zahl der Schadeinheiten zugrunde zu legende Schadstofffracht errechnet sich außer bei Niederschlagswasser (§ 7) und bei Kleineinleitungen (§ nach den Festlegungen des die Abwassereinleitung zulassenden Bescheides. Der Bescheid hat hierzu mindestens für die in der Anlage zu § 3 unter den Nummern 1 bis [Weiterlesen →]

Überwachungswerte – Verschärfung

Wer Überwachungswerte verschärft, schuldet dem Betroffenen den Effekt und den Nachweis der Verhältnismäßigkeit  – zumindest moralisch. Im Gegensatz zu den allgemeinen Vorstellungen von der Natur, man könne ein wenig verbessern, dann würde es schon gut werden, ist es unter den Bedingungen der grausamen Realität so, dass hier das Naturgesetz des Umschlages einer Qualität in eine [Weiterlesen →]

Kostennormativ

Kommunale Abwasserbeseitigung – Normative Kosten und Risikoabbau Uwe Halbach, u. a. Handbuch des Institutes für Wasserwirtschaft Halbach 4. unveränderte Auflage Preisbasis 2003 Die Kosten wurden im März 2011 mit einigen ergänzenden Hinweisen noch für gültig befunden. 250 A4-Seiten als Ringbindung. Dieses Buch enthält 56 Diagramme, 38 Abbildungen und 36 Tabellen. Inhaltsverzeichnis Auszug aus dem Handbuch [Weiterlesen →]

Kein CSB in der Natur!

Im übrigen erzeugt der CSB in der Natur keinen Sauerstoffbedarf, wie fälschlich fast ausnahmslos geglaubt wird. Tatsächlich handelt es sich um den simulierten Verbrauch des Oxidationsmittels Kaliumdichromat unter unnatürlichen extremsten Laborbedingungen. Stöchiometrisch wird die Masse des chemischen Sauerstoffes berechnet, den das Kaliumdichromat an das Reduktionsmittel “Wasserinhaltsstoffe” abgibt. Fachlich korrekt handelt es sich um den Kaliumdichromatverbrauch [Weiterlesen →]

Der CSB-Dosisfehler

Zwischen dem Überschreiten des CSB-Überwachungswertes und dem spezifischen Abwasseranfall kann es einen Zusammenhang geben. Da der CSB meist einen hohen Anteil von nicht abbaubaren Stoffen enthält, kann beim Rückgang der Abwassermengen und bei sonst gleichen Bedingungen natürlich die CSB-Konzentration im Kläranlagenablauf steigen. Nicht abbaubare Stoffe werden nun mal – wie der Name es verrät – [Weiterlesen →]

Schwer abbaubar – auch ein Glück für die Umwelt!

Schwer abbaubare Stoffe immer ein Problem für die Umwelt? Das kommt darauf an, was man unter “schwer abbaubar” versteht. Laien wird mit dem Begriff der schweren Abbaubarkeit gerne Angst eingejagt um ihr Denken und Handeln zu steuern. Hinter einer schwer abbaubaren Verbindung wird gemeinhin „extrem harte, giftige und böse Chemie“ vermutet. Dabei ist die schwere [Weiterlesen →]

Kleinkläranlagen und Wassersparen

Wassersparen kann zu einer Überschreitung des CSB führen, weil die Konzentration der schwer- oder nicht abbaubaren Stoffe im Ablauf teilweise nur durch die Verdünnung reduziert wird. Spart der Hauseigentümer Trinkwasser, dann konzentriert sich der CSB logischerweise auf. Diese Überlegungen treffen auch für kleine Siedlungskläranlagen zu. Siehe hierzu die Abbildung. Man erkennt, dass Ablaufkonzentrationen von 250 [Weiterlesen →]

Das Dilemma der Überwachung

Wer „a“ sagt, sollte auch „b“ sagen. Nur mal fälschlich angenommen: Der „CSB“ ist ein Schadstoff! Dann aber darf die Gewässerüberwachung sich nicht darauf beschränken, eine höhere Abwasserabgabe zu berechnen, sondern es ist sofort der Beweis zu führen, was denn die Ursache für den höheren „CSB“ ist. Möglicherweise leitet jemand Desinfektionsmittel ab, die den BSB5 [Weiterlesen →]

Dioxin – Horror oder Witz?

“Ein solcher Grenzwert sagt nichts über die Giftigkeit aus.” “Bei der Erstellung dieser Lebensmittel-Grenzwerte wurde berücksichtigt, welche Konzentrationen an Dioxinen und PCB normalerweise in den jeweiligen Lebensmitteln vorkommen. (Hintergrundkontamination). Höchstgehalte für Dioxine und dioxinähnliche PCB in Lebensmitteln sind geeignet, eine unannehmbar hohe Exposition der Bevölkerung und den Vertrieb unannehmbar stark kontaminierter Lebensmittel – beispielsweise durch [Weiterlesen →]

Dichtheitsprüfung für Grundstückskanäle?

“Sollten” bedeutet nicht “müssen”! …solange nicht Abwasserbeseitigungsflichtige (Kommunen, Abwasserzweckverbände)  es für ihre Bürger strenger bestimmen: “Achim – ACHIM (mb) · Flächendeckend sollten in der Bundesrepublik die privaten Abwasser-Hausanschlüsse auf ihre Dichtheit überprüft werden, um maroden Leitungen auf die Spur zu kommen und Umweltschäden auch fürs Grundwasser zu vermeiden. Von diesen zusätzlichen Kosten von rund 400 [Weiterlesen →]

Wassergütewirtschaft – Gesicherte Grundlagen, ungewisse Zukunft

Perspektiven der Wassergütewirtschaft 2050 – gesicherte Grundlagen, ungewisse Zukunft Helmut Kroiss, Wien 1.    Einleitung Bei der Beschäftigung eines Wissenschaftlers mit Prognosen tritt immer das Problem auf, dass er sich auf ein Terrain wagen muss, das nicht durch experimentelle oder andere empirische Daten abgesichert werden kann. Die Zukunft bleibt daher in vieler Hinsicht prinzipiell ungewiss. Nicht [Weiterlesen →]

Überwachungswerte – Verdünnung

Artikel 2 Begriffsbestimmungen „40. “Emissionsgrenzwert”: die im Verhältnis zu bestimmten spezifischen Parame-tern ausgedrückte Masse, die Konzentration und/oder das Niveau einer Emission, die in einem oder mehreren Zeiträumen nicht überschritten werden dürfen. Die Emissionsgrenzwerte können auch für bestimmte Gruppen, Familien oder Kategorien von Stoffen, insbesondere für die in Artikel 16 genannten, festgelegt werden. Die Emissionsgrenzwerte für [Weiterlesen →]

Vorsicht Vorsorge!

Die Zukunft und ihre Feinde Wie Fortschrittspessimisten unsere Gesellschaft lähmen Von Dirk Maxeiner und Michael Miersch Eichenborn AG 2002 ISBN: 3-8218-3912-0 http://www.maxeiner-miersch.de/ Die folgende umfängliche Zitierung aus dem Kapitel II  wurde von den Autoren Dirk Maxeiner und Michael Miersch genehmigt. Exzerpt von U. Halbach Zitate aus  Kapitel II „Die neuen Ideologien“ – 1. Vorsicht Vorsorge [Weiterlesen →]

Glauben wiegt schwerer als Wissen

Uwe Halbach über unsinnige und teure Missstände bei der Gewährleistung eines guten Gewässerzustandes Veröffentlicht 2008 in novo-argumente Heft Nr. 96, 9-10 (2008) S. 35-37 „Eines der Grundprinzipien des demokratischen Rechtsstaates lautet: Im Zweifel für den Angeklagten.Das Vorsorgeprinzip in seiner heutigen Auslegung kehrt diesen Grundsatz um. Der gut gemeinte und vernünftige Gedanke der Vorsorge ist in [Weiterlesen →]

Verhältnismäßigkeit bei Gewässerschutz

In den Verordnungen und Regeln zum Gewässerschutz wird der Verhältnismäßigkeit schon eine gewisse Bedeutung eingeräumt: Defintion des Standes der Technik Leitlinien zur Anwendung des Vorsorgeprinzips Erläuterungen zu §19b Wasserhaushaltsgesetz (WEKA-Verlag “Die Grundsätze der Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit gelten auch für diese Auflagen.“) … und u. a. Urteil des VG Schleswig, 15.12.1998 “Der verfassungsrechtliche Grundsatz der Verhältnismäßigkeit [Weiterlesen →]

Denitrifikation nur in besonders begründeten Fällen?!

Kapitelverzeichnis 22. Widersprüche beim Gewässerschutz 22.1 Phosphorkreislauf verhindert nachhaltige Selbstreinigung 22.2 Nitrat stört den Phosphorkreislauf 22.3 Schwarze Flecken im Watt 22.4 Stickstoffelimination durch die Abwasserreinigung 22.5 Stickstoffeintrag in Gewässer durch die Abwasserreinigung 22.6 Stickstoff ist grundsätzlich kein Schadstoff 22.7 Denitrifikation nur in besonders begründeten Fällen – Was wäre wenn? 22.7.1 Jährliche Energieeinsparung im Gigawattstundenbereich? 22.7.2 [Weiterlesen →]

Stickstoffeintrag in Gewässer durch die Abwasserreinigung

Kapitelverzeichnis 22. Widersprüche beim Gewässerschutz 22.1 Phosphorkreislauf verhindert nachhaltige Selbstreinigung 22.2 Nitrat stört den Phosphorkreislauf 22.3 Schwarze Flecken im Watt 22.4 Stickstoffelimination durch die Abwasserreinigung 22.5 Stickstoffeintrag in Gewässer durch die Abwasserreinigung 22.6 Stickstoff ist grundsätzlich kein Schadstoff 22.7 Denitrifikation nur in besonders begründeten Fällen – Was wäre wenn? 22.7.1 Jährliche Energieeinsparung im Gigawattstundenbereich? 22.7.2 [Weiterlesen →]

Widersprüche beim Gewässerschutz

Kapitelverzeichnis 22. Widersprüche beim Gewässerschutz 22.1 Phosphorkreislauf verhindert nachhaltige Selbstreinigung 22.2 Nitrat stört den Phosphorkreislauf 22.3 Schwarze Flecken im Watt 22.4 Stickstoffelimination durch die Abwasserreinigung 22.5 Stickstoffeintrag in Gewässer durch die Abwasserreinigung 22.6 Stickstoff ist grundsätzlich kein Schadstoff 22.7 Denitrifikation nur in besonders begründeten Fällen – Was wäre wenn? 22.7.1 Jährliche Energieeinsparung im Gigawattstundenbereich? 22.7.2 [Weiterlesen →]

Sichere Denitrifikation in Teichkläranlagen

Teichkläranlage mit verschärften Überwachungswerten Seit 1994 wird in Nordheim an der Rhön eine zielgerichtete Denitrifikation in einer Mischwasserteichkläranlage für 9.000 EW von dem Abwasserzweckverband Obere Streu betrieben. Der aktuelle Ablaufwert beträgt 15 mg Gesamtstickstoff. Die Anlage besteht u. a.: 2 künstlich belüftete Teiche parallel geschaltet, zur Entschlammung wird ein Becken stillgelegt. 2 Nachklärteiche leicht belüftet [Weiterlesen →]

Fragwürdige Stickstoffgrenzwerte – Sinn der Denitrifikation bei der Abwasserbehandlung

Kurzbericht einer bemerkenswerten Veranstaltung der Fachrichtung Wasserwesen der TU Dresden am 3. Juni 1997 Sinnfälligkeit der Denitrifikation bei der Abwasserbehandlung – so lautete der Titel einer Veranstaltung am 3. Juni 1997, der Eingeweihten Spannung versprach; wurde doch dieses Thema Gegenstand einer interdisziplinären Vortragsveranstaltung zweier Professoren der TU Dresden, Fachrichtung Wasserwesen – Prof. Dr. Lützner und [Weiterlesen →]

Integrierte Betrachtung – Bewertung in Einzugsgebieten – Wasserscheide

Bereits 1969 wurde im Osten Deutschlands – als es die EU noch nicht gab – ein Prinzip der EU-Wasserrahmenrichtlinie regional umgesetzt. Es handelte sich um das Prinzip der integrierten Betrachtung von Einzugsgebieten, die nach hydrologischen Gesichtspunkten mit Hilfe von Wasserscheiden abgegrenzt werden. Ort des Geschehens war die Ingenieurschule für Wasserwirtschaft in Magdeburg. Die Ingenieurschule hatte [Weiterlesen →]

Kriterien zur Bestimmung des Standes der Technik

Kriterien zur Bestimmung des Standes der Technik nach Anhang 2 Wasserhaushaltsgesetz Bei der Bestimmung des Standes der Technik sind unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit zwischen Aufwand und Nutzen möglicher Maßnahmen sowie des Grundsatzes der Vorsorge und der Vorbeugung, jeweils bezogen auf Anlagen einer bestimmten Art, insbesondere folgende Kriterien zu berücksichtigen:

Probenahmemethoden

Rohwasserprobe Als Rohwasserprobe bezeichnet man die Probe eines Wassers ohne weitere Aufbereitungsschritte Sie enthält folglich auch die ungelösten Anteile. Ihre Untersuchung ist in der Regel nur nach dem Homogenisieren möglich. Sedimentierte Probe Mit Hilfe der sedimentierten Probe können in Wasser gelöste bzw. Schwebstoffe getrennt von den absetzbaren Inhaltsstoffen ermittelt werden. Im Allgemeinen wird die Absetzdauer [Weiterlesen →]

Ausgewählte Straftatbestände bei unbefugter Gewässerverunreinigung

Freiheitsstrafe wegen undichter Kanäle? Zusammengestellt am 05.11.2002 von Uwe Halbach, ö.b.u.v. Sachverständiger für Abwasserbeseitigung, zertifizierter Kanalsanierungsberater Inhalt: Einleitung – Nicht alles wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird! § 150 Wassergesetz Sachsen-Anhalt Sammeln, Fortleiten, Behandeln, Einleiten, Versickern, Verregnen, Verrieseln, Entwässern von Klärschlamm Niederschlagswasser § 13 Strafgesetzbuch (StGB) Unterlassen § 25 StGB Täterschaft § 26 [Weiterlesen →]

Positiver BSB5-Analysenfehler in Größenordnungen bei der Überwachung von Teich- und Kleinkläranlagen recht wahrscheinlich!

Auszug aus Privatgutachten! BSB5-Analyse meist kein Beweismittel! Inhaltsverzeichnis DIN 38 409, Teil 51 vom Mai 1987 (Analysenvorschrift zur Bestimmung des BSB5) BSB5-Überwachungsergebnisse als Beweismittel? Fragliche BSB5-Überwachung von Kleinkläranlagen Überwachungs- und Interpretationsfehler bei belüfteten Abwasserteichanlagen Zwingender Inhalt eines Analysenberichtes Wann wird der BSB5 Beweismittel? Was ist BSB5? Kurzfassung: Bei der Überwachung von Teichkläranlagen, Hauskläranlagen und unterlasteten [Weiterlesen →]

Die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung zwischen Vorsorgeprinzip und Verhältnismäßigkeit

Die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung zwischen Vorsorgeprinzip und Verhältnismäßigkeit Exzerpt von Uwe Halbach (04.10.2005) “…Doch ist nicht nur die Existenz dieser Stoffe für die Beurteilung des Klärschlamms maßgebend, sondern ihre Wirkungsweise in Abhängigkeit von der Konzentration, ihrer Abbaubarkeit und der Tendenz ihres Vorkommens. … … Aus dem Vorhandensein von Schadstoffen heraus zu verlangen, ein gegebenes Nährstoffangebot nicht [Weiterlesen →]

Harte Chemie im Kaffee – Chemischer Sauerstoffbedarf

Paradox: Einerseits ist die Überschreitung des CSB-Überwachungswertes um nur 1 mg CSB/l ein Straftatbestand der Gewässerverschmutzung. Andererseits trinkt der Bundesbürger jährlich durchschnittlich ca. 150 Liter Kaffee mit einem CSB von 13.500 mg /l.

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