Verschlechterungsverbot

Abstrakte Ziele sind zumeist Ursache für willkürliche Entscheidungen und willkürliches Handeln Einige Überlegungen: Wenn als Prämisse gilt, dass wasserwirtschaftliche Entscheidungen auf wissenschaftlicher Grundlage zu fällen sind, dann ist das abstrakte Verschlechterungsverbot als Argument wegen seiner Abstraktheit recht fragwürdig. Ein wasserwirtschaftlich wertvolles Instrument wird das Verschlechterungsverbot dagegen, wenn es nicht abstrakt, sondern konkret begründet wird. Das [Weiterlesen →]

Ziel ist Kosteneffizienz

Zitate aus dem Handbuch der EU-Wasserrahmenrichtlinie von Rumm, u.a.; 2. Auflage, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2006 (S. 47-48) “Auf dieser Konferenz hat Volkmar Hartje (2000) in einem Vortrag folgende Elemente einer integrierten Wasserwirtschaft herausgearbeitet, wobei er sich auf die AGENDA 21 und davor auf die Dubliner Wasserkonferenz beruft: Wasser als Teil des Ökosystems, als natürliche [Weiterlesen →]

Übermäßiger Gewässerschutz

Wo sind die 600.000 bis 1.100.000 Brutpaare Mauersegler geblieben? Kein Platz mehr im sauberen Deutschland! Abbildung 10: Der Rückgang an Mauersegler verlief parallel zur Abnahme der Großmuscheln und der Mückenlarven. Diagramm von Reichholf Aus dem Kapitel 3, ab Seite 47 des Buches von Reichholf Reichholf, J.H., Die Zukunft der Arten. Neue ökologische Überraschungen Taschenbuch, erschienen [Weiterlesen →]

Schäden an Kanalisationen durch Druckprüfungen

“Fraglich ist jedoch, wie die Dichtheit der privaten Leitungen am besten zu überprüfen ist. Geräte und Verfahren, die im öffentlichen Bereich verwendet werden, können wegen der sehr viel ungünstigeren Randbedingungen !m privaten Sektor nur bedingt eingesetzt werden. Gemäß der technischen Regelwerken sind für die Prüfung grundsätzlich TV-Inspektionen und Druckprüfungen mit Luft oder Wasser anzuwenden (siehe [Weiterlesen →]

Angst

“Angst, der Dauerzustand der unmündigen Gesellschaft Angst ist eine Grundbefindlichkeit des Menschen. In Ermangelung von lebensbedrohender Angst sucht der Mensch der Industriegesellschaft sich neue Zielobjekte seiner Angst. Paradoxerweise macht der Mensch gerade das zum Gegenstand seiner Ängste, das ihn von lebensbedrohenden Gefahren befreit: die moderne Technik. Die Angst gilt als eine besondere Qualität des Menschseins [Weiterlesen →]

Wasserwirtschaft!?

Mein Verständnis: Effizienz bzw. Verhältnismäßigkeit des gewünschten Nutzens im Gewässer einerseits in Bezug auf die dafür notwendigen einmaligen und laufenden Aufwendungen andererseits unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeiten vom gewünschten oder erzielten Nutzen und Aufwand. Kritik: Heute spielt allerdings in der Praxis der Nutzen im Gewässer eher eine Nebenrolle oder hat eine Alibifunktion inne. Relevant ist heute [Weiterlesen →]

Unser liebes Vorsorgeprinzip

An Problemen, die wir haben könnten, haben die Deutschen am meisten zu knabbern! Mathias Richling (Fotograf: Rafael Kroetz)

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Nachdenkliches über die Kanalsanierung

Nichts reparieren, was ohnehin zu klein ist. Dann ggf. Neubau in größerer Dimension. Gibt es mehrere Reparaturen in einer Haltung, dann eher Modernisierung oder Neubau prüfen. Auch der Neubau eines maroden Hauptsammlers kann nützlicher sein, als pausenlos modernisieren und reparieren. (Nutzwert-Kosten-Bewertung) Kanalneubau ist ein Verfahren der Kanalsanierung, wenn vorher ein alter Kanal vorhanden war. Kanalsanierung [Weiterlesen →]

Frühaufsteher

Sachsen-Anhalt – Das Land der Frühaufsteher Über diesen Slogan mag so mancher gelächelt haben, weil er diese Anhaltiner nicht kannte. Es ist in der Tat so:  In Sachsen-Anhalt und in den meisten neuen Bundesländern wird früher aufgestanden. Zumal geht hier die Sonne auch früher auf. Und mit dem Werbespruch möchte man natürlich auch eine gewisse [Weiterlesen →]

Wiesel-Wörter und Trojaner im Umweltschutz

Was ist ein Wiesel-Wort? “So wie das kleine Raubtier, das auch wir Wiesel nennen, angeblich aus einem Ei allen Inhalt heraussaugen kann, ohne daß man dies nachher der leeren Schale anmerkt, so sind die Wiesel-Wörter jene, die, wenn man sie einem Wort hinzufügt, dieses Wort jedes Inhalts und jeder Bedeutung berauben.” Friedrich August von Hayek [Weiterlesen →]

Panik?!

Saalekreis Krebsgefahr im Grundwasser “Im Grundwasser sind erhöhte Konzentrationen von PFT festgestellt worden. Die chemische Verbindung – perfluorierte Tenside – gilt als Krebs erregend.” Kommentar: ??? Allerdings ist dem Artikel nicht zu entnehmen – man möchte noch das Wort “natürlich” hinzufügen – ob die Ängste tatsächlich berechtigt sind. Hier muss man wissen, dass nicht nur [Weiterlesen →]

Sparsamkeitsprinzip contra Bauchentscheidungen!

Übliche Bauchentscheidungen bei der Verschärfung des Gewässerschutzes… könnten seltener werden, wenn die Besorgnisträger gesetzliche Vorschriften beachten, nach denen der Nutzen und Sinn zusätzlicher Aufwendungen nach wissenschaftlichen Methoden zu prüfen ist. Das ist aber in der Praxis eine Frage des Standpunktes und erfordert eine gewisse Motivation, denn es gilt das Sparsamkeitsprinzip auch auf den wissenschaftlichen Nachweis [Weiterlesen →]

Vorsorgeprinzip

Das Vorsorgeprinzip als Stimulanz von Angst und Panik und als Waffe des Glaubens gegen das Wissen Das Vorsorgeprinzip mit seinem Trend zur ständigen Verschärfung der Grenzwerte – infolge der gesetzlich vorgeschriebenen automatischen Anpassung der Frachtminimierung nach den Möglichkeiten des Standes der Technik – verhindert zunehmend: eine rationale Bewertung der realen Gefahren einen effizienten Ressourceneinsatz die [Weiterlesen →]

Der CSB-Dosisfehler

Zwischen dem Überschreiten des CSB-Überwachungswertes und dem spezifischen Abwasseranfall kann es einen Zusammenhang geben. Da der CSB meist einen hohen Anteil von nicht abbaubaren Stoffen enthält, kann beim Rückgang der Abwassermengen und bei sonst gleichen Bedingungen natürlich die CSB-Konzentration im Kläranlagenablauf steigen. Nicht abbaubare Stoffe werden nun mal – wie der Name es verrät – [Weiterlesen →]

Dioxin – Horror oder Witz?

“Ein solcher Grenzwert sagt nichts über die Giftigkeit aus.” “Bei der Erstellung dieser Lebensmittel-Grenzwerte wurde berücksichtigt, welche Konzentrationen an Dioxinen und PCB normalerweise in den jeweiligen Lebensmitteln vorkommen. (Hintergrundkontamination). Höchstgehalte für Dioxine und dioxinähnliche PCB in Lebensmitteln sind geeignet, eine unannehmbar hohe Exposition der Bevölkerung und den Vertrieb unannehmbar stark kontaminierter Lebensmittel – beispielsweise durch [Weiterlesen →]

Wassergütewirtschaft – Gesicherte Grundlagen, ungewisse Zukunft

Perspektiven der Wassergütewirtschaft 2050 – gesicherte Grundlagen, ungewisse Zukunft Helmut Kroiss, Wien 1.    Einleitung Bei der Beschäftigung eines Wissenschaftlers mit Prognosen tritt immer das Problem auf, dass er sich auf ein Terrain wagen muss, das nicht durch experimentelle oder andere empirische Daten abgesichert werden kann. Die Zukunft bleibt daher in vieler Hinsicht prinzipiell ungewiss. Nicht [Weiterlesen →]

Vorsicht Vorsorge!

Die Zukunft und ihre Feinde Wie Fortschrittspessimisten unsere Gesellschaft lähmen Von Dirk Maxeiner und Michael Miersch Eichenborn AG 2002 ISBN: 3-8218-3912-0 http://www.maxeiner-miersch.de/ Die folgende umfängliche Zitierung aus dem Kapitel II  wurde von den Autoren Dirk Maxeiner und Michael Miersch genehmigt. Exzerpt von U. Halbach Zitate aus  Kapitel II „Die neuen Ideologien“ – 1. Vorsicht Vorsorge [Weiterlesen →]

Glauben wiegt schwerer als Wissen

Uwe Halbach über unsinnige und teure Missstände bei der Gewährleistung eines guten Gewässerzustandes Veröffentlicht 2008 in novo-argumente Heft Nr. 96, 9-10 (2008) S. 35-37 „Eines der Grundprinzipien des demokratischen Rechtsstaates lautet: Im Zweifel für den Angeklagten.Das Vorsorgeprinzip in seiner heutigen Auslegung kehrt diesen Grundsatz um. Der gut gemeinte und vernünftige Gedanke der Vorsorge ist in [Weiterlesen →]

Verhältnismäßigkeit bei Gewässerschutz

In den Verordnungen und Regeln zum Gewässerschutz wird der Verhältnismäßigkeit schon eine gewisse Bedeutung eingeräumt: Defintion des Standes der Technik Leitlinien zur Anwendung des Vorsorgeprinzips Erläuterungen zu §19b Wasserhaushaltsgesetz (WEKA-Verlag “Die Grundsätze der Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit gelten auch für diese Auflagen.“) … und u. a. Urteil des VG Schleswig, 15.12.1998 “Der verfassungsrechtliche Grundsatz der Verhältnismäßigkeit [Weiterlesen →]

Denitrifikation nur in besonders begründeten Fällen?!

Kapitelverzeichnis 22. Widersprüche beim Gewässerschutz 22.1 Phosphorkreislauf verhindert nachhaltige Selbstreinigung 22.2 Nitrat stört den Phosphorkreislauf 22.3 Schwarze Flecken im Watt 22.4 Stickstoffelimination durch die Abwasserreinigung 22.5 Stickstoffeintrag in Gewässer durch die Abwasserreinigung 22.6 Stickstoff ist grundsätzlich kein Schadstoff 22.7 Denitrifikation nur in besonders begründeten Fällen – Was wäre wenn? 22.7.1 Jährliche Energieeinsparung im Gigawattstundenbereich? 22.7.2 [Weiterlesen →]

Fragwürdige Stickstoffgrenzwerte – Sinn der Denitrifikation bei der Abwasserbehandlung

Kurzbericht einer bemerkenswerten Veranstaltung der Fachrichtung Wasserwesen der TU Dresden am 3. Juni 1997 Sinnfälligkeit der Denitrifikation bei der Abwasserbehandlung – so lautete der Titel einer Veranstaltung am 3. Juni 1997, der Eingeweihten Spannung versprach; wurde doch dieses Thema Gegenstand einer interdisziplinären Vortragsveranstaltung zweier Professoren der TU Dresden, Fachrichtung Wasserwesen – Prof. Dr. Lützner und [Weiterlesen →]

Kriterien zur Bestimmung des Standes der Technik

Kriterien zur Bestimmung des Standes der Technik nach Anhang 2 Wasserhaushaltsgesetz Bei der Bestimmung des Standes der Technik sind unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit zwischen Aufwand und Nutzen möglicher Maßnahmen sowie des Grundsatzes der Vorsorge und der Vorbeugung, jeweils bezogen auf Anlagen einer bestimmten Art, insbesondere folgende Kriterien zu berücksichtigen:

Ausgewählte Straftatbestände bei unbefugter Gewässerverunreinigung

Freiheitsstrafe wegen undichter Kanäle? Zusammengestellt am 05.11.2002 von Uwe Halbach, ö.b.u.v. Sachverständiger für Abwasserbeseitigung, zertifizierter Kanalsanierungsberater Inhalt: Einleitung – Nicht alles wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird! § 150 Wassergesetz Sachsen-Anhalt Sammeln, Fortleiten, Behandeln, Einleiten, Versickern, Verregnen, Verrieseln, Entwässern von Klärschlamm Niederschlagswasser § 13 Strafgesetzbuch (StGB) Unterlassen § 25 StGB Täterschaft § 26 [Weiterlesen →]

Die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung zwischen Vorsorgeprinzip und Verhältnismäßigkeit

Die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung zwischen Vorsorgeprinzip und Verhältnismäßigkeit Exzerpt von Uwe Halbach (04.10.2005) “…Doch ist nicht nur die Existenz dieser Stoffe für die Beurteilung des Klärschlamms maßgebend, sondern ihre Wirkungsweise in Abhängigkeit von der Konzentration, ihrer Abbaubarkeit und der Tendenz ihres Vorkommens. … … Aus dem Vorhandensein von Schadstoffen heraus zu verlangen, ein gegebenes Nährstoffangebot nicht [Weiterlesen →]

Klärschlammverwertung: Umweltrat empfiehlt gestuftes Vorgehen

Der nachfolgende Artikel wurde mit freundlicher Empfehlung vom EUWID Wasser und Abwasser bereitgestellt. Verschärfung der Genzwerte notwendig / Verbrennungskapazitäten sind zu schaffen Der Umweltrat empfiehlt im Hinblick auf die Verwertung von Klärschlämmen ein gestuftes Vorgehen. Bei der Bewertung der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung seien nicht nur die Risiken zu betrachten, die mit der Verwertung der Klärschlämme als [Weiterlesen →]

BDE legt Strategiepapier für die Zukunft der Wasserversorgung vor

Der nachfolgende Artikel wurde mit freundlicher Empfehlung vom EUIWD Wasser und Abwasser bereitgestellt BDE legt Strategiepapier für die Zukunft der Wasserversorgung vor Modernisierung der Wasserwirtschaft – Daseinsvorsorge der neuen Art Bei der kommunalen Daseinsvorsorge sollen die Kommunen die Erfüllungsverantwortung abgeben und sich stattdessen auf die Kontrollverantwortung beschränken. Dieses kommunale Dach für die Findung von Maßnahmen [Weiterlesen →]

Harte Chemie im Kaffee – Chemischer Sauerstoffbedarf

Paradox: Einerseits ist die Überschreitung des CSB-Überwachungswertes um nur 1 mg CSB/l ein Straftatbestand der Gewässerverschmutzung. Andererseits trinkt der Bundesbürger jährlich durchschnittlich ca. 150 Liter Kaffee mit einem CSB von 13.500 mg /l.

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