Kanalgestank

Geruchsbelästigung aus der Kanalisation muss nicht sein!

Geruchsbelästigung?

Wenn es aus dem Schachtdeckel des Kanals heraus müffelt…

Manchmal ist es ganz einfach!

Seit mehr als 10 Jahren setzen wir genau an diesem Erfahrungssatz den Hebel an:

Wo es hineinzieht, kann es nicht herausstinken!

Insofern interessiert auch nicht was oder warum es stinkt.

Und wenn es trotzdem stinkt, dann ist die Be- und Entlüftung des Kanalsystems mangelhaft.

Erstellung einer Kennlinie durch Herrn Dr. Jens Friedemann

Erstellung einer Kennlinie durch Herrn Dr. Jens Friedemann

Um genau das zu beurteilen, dafür sind wir die Experten.
Also – rufen Sie uns an: 03761 / 5267

Wir können zwar nicht immer helfen, aber in vielen Fällen kennen wir die Lösung und können gemeinsam mit dem Kanalnetzbetreiber die Aufgaben bewältigen.

Und das Tolle:

Durch großtechnische Messungen können wir den Erfolg und die Wirtschaftlichkeit  einer künftigen Absauganlage sicher bewerten.

Ein Nebeneffekt:

Die betroffenen Abwasseranlagen halten länger und man spart Kanalsanierungskosten.

Jede Hausfrau weiß:

Wird nicht hinreichend be- und entlüftet, dann stinkt es in der Bude und der Putz fällt von den Wänden.

Siehe auch: Kanalgestank muss nicht sein. Ursachen und eine innovative Lösung!

 

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Überflutung

Überflutung – Ermittlung der Ursachen und Lösungswege

Die Ursachen einer Überflutung können vielfältig sein:

  • Starke Niederschläge?
  • Abflüsse, theoretische und tatsächliche!
  • Ungünstige Geländegestaltungen?
  • Waren Rückstausicherungen erforderlich?
  • Zu geringe Kanaldimensionierung?
  • Tatsächliche Leistung der Kanalisation?
  • Überflutung durch Kanalisationen?
  • Wege des Wassers?
  • Flutwege gepflegt und vorhanden?
  • Waren Flutwege erforderlich?
  • Flutung durch
    • Grundwasser?
    • bei Starkregen oberflächlich ablaufendes Wasser?
    • durch Gewässer?

Wer die Ursachen erforschte, der kennt auch Lösungen!

Unsere nachvollziehbaren und gut begründeten Gutachten zur Überflutung wurden schon in vielen Rechtsprechungen berücksichtigt.

Ein Beispiel unserer Mitwirkung: Urteil zur Überflutung eines Grundstückes

Siehe auch den Beitrag zur Bewertung einer Schadensursache als Rückstau, Einstau, Überstau und/oder Überflutung.

Weitere Informationen: Überflutung, Rückstau

Hatten Sie eine Überflutung? Dann denken Sie an die sofortige Beweissicherung bei Schäden infolge von Unwetter, Überflutung oder Rückstau!

Überflutung – Die Göltzsch tritt über ihre Ufer:

Überflutung Göltzsch 01 Juni 2013 _Nr05

Unscheinbar, aber das ist ein wichtiger Flutweg:

Fllutweg

Flutgraben Schackstedt – weiterer Verlauf

Siehe auch:

Rückstau

Ausgewählte Referenzen über Gutachten der Bewertung von Überflutungsschäden (Gutachten von U. Halbach, z.T. auch interdisziplinäre Zuarbeit und Mitwirkung)

 




Tatsachenfeststellungen in Gerichtsgutachten

Gelehrter oder Weltmann. Wer beurteilt Tatsachen trefflicher?

Häufig wird versucht konkrete Tatsachen mit Regeln, Gesetzen, Vorschriften, Vorstellungen o. ä. zu begründen. Tatsachenfeststellungen sind aber nicht induktiv zu beweisen, sondern ggf. prüffähig zu dokumentieren.

Zum Verständnis dient als Beweis ein Zitat von Schopenhauer ([1], S. 606) aus dem Kapitel 6 seiner Lehre von der abstrakten oder Vernunft-Erkenntnis:

„Beim eigenen Nachdenken ist die Abstraktion ein Abwerfen unnützen Gepäckes, zum Behuf leichterer Handhabung der zu vergleichenden und darum hin und her zu werfenden Erkenntnisse. Man läßt nämlich dabei das viele Unwesentliche, daher nur Verwirrende, der realen Dinge weg, und operirt mit wenigen, aber wesentlichen, in abstracto gedachten Bestimmungen. Aber eben weil die Allgemeinbegriffe nur durch Wegdenken und Auslassen vorhandener Bestimmungen entstehen und daher je allgemeiner, desto leerer sind, beschränkt der Nutzen jenes Verfahrens sich auf die Verarbeitung unserer bereits erworbenen Erkenntnisse, zu der auch das Schließen aus den in ihnen einzuhaltenen Prämissen gehört.

Neue Grundeinsichten hingegen sind nur aus der anschaulichen, als der allein vollen und reichen Erkenntniß zu schöpfen, mit Hülfe der Urtheilskraft…denn da alle Abstraktion im bloßen Wegdenken besteht; so behält man, je weiter man sie fortsetzt, desto weniger übrig.“

Dem Kapitel 7 „Vom Verhältniß der anschauenden zur abstrakten Erkenntnis“ ist u. a. zu entnehmen:

„Denn alle abstrakte Erkenntniß giebt zuvörderst bloß allgemeine Grundsätze und Regeln; aber der einzelne Fall ist fast nie genau nach der Regel zugeschnitten: sodann soll diese nun erst das Gedächtniß zu rechter Zeit vergegenwärtigen; was selten pünktlich geschieht: dann soll aus dem vorliegenden Fall die propositio minor gebildet und endlich die Konklusion gezogen werden. Ehe das Alles geschehen, wird die Gelegenheit uns meistens schon das kahle Hinterhaupt zugekehrt haben, und dann dienen jene trefflichen Grundsätze und Regeln höchstens, uns hinterher die Größe des begangenen Fehlers ermessen zu lassen. Freilich wird hieraus, mittelst Zeit, Erfahrung und Uebung, die Weltklugheit langsam erwachsen; weshalb, in Verbindung mit diesen, die Regeln in abstracto allerdings fruchtbar werden können.

Hingegen die intuitive Erkenntniß, welche stets nur das Einzelne auffaßt, steht in unmittelbarer Beziehung zum gegenwärtigen Fall: Regel, Fall und Anwendung ist für sie Eins, und diesem folgt das Handeln auf den Fuß.

Hieraus erklärt sich, warum, im wirklichen Leben, der Gelehrte, dessen Vorzug im Reichthum abstrakter Erkenntnisse liegt, so sehr zurücksteht gegen den Weltmann, dessen Vorzug in der vollkommenen intuitiven Erkenntniß besteht, die ihm ursprüngliche Anlage verliehen und reiche Erfahrung ausgebildet hat. Immer zeigt sich zwischen beiden Erkenntnißweisen das Verhältniß des Papiergeldes zum baaren: wie jedoch für manche Fälle und Angelegenheiten jenes diesem vorzuziehen ist; so giebt es auch Dinge und Lagen, für welche die abstrakte Erkenntniß brauchbarer ist, als die intuitive. Wenn es nämlich ein Begriff ist, der, bei einer Angelegenheit, unser Thun leitet; so hat er den Vorzug, ein Mal gefaßt, unveränderlich zu seyn; daher wir, unter seiner Leitung, mit vollkommener Sicherheit und Festigkeit zu Werke gehen. Allein diese Sicherheit, die der Begriff auf der subjektiven Seite verleiht, wird aufgewogen durch die auf der objektiven Seite ihn begleitende Unsicherheit: nämlich der ganze Begriff kann falsch und grundlos seyn, oder auch das zu behandelnde Objekt nicht unter ihn gehören, indem es gar nicht, oder doch nicht ganz, seiner Art wäre.“ Schopenhauer ([1], Seite 617)

Es ist also nach Schopenhauer festzustellen:

  • Die wahre Erkenntnis ist nur durch Tatsachenbewertung möglich.
  • Aus abstrakter Erkenntnis sind bloß allgemeine Grundsätze und Regeln abzuleiten.
  • Der einzelne Fall ist fast nie genau nach der Regel zugeschnitten.

Die wahre Erkenntnis ist intuitiv, konkret und wird durch Anschauung des Konkreten und nicht durch bewertende Vergleiche mit Abstraktem (Theorien, Regeln) gewonnen.

Die Intuition ist ein Synonym. Der philosophische Begriff einer Intuition nach Schopenhauer ist nicht mit der Intuition als Begriff für Erleuchtung, Eingebung oder Spürsinn zu verwechseln.

Hier geht es um Erkenntnis durch Anschauung mit Hilfe der Urteilskraft sowie um Tatsachenfeststellung und -bewertung. Siehe dazu die Ausführungen von Schopenhauer.

Siehe auch:

Quellen:

[1] Schopenhauer, A.
Die Welt als Wille und Vorstellung
Dritte, verbesserte, und beträchtlich vermehrte Auflage von 1859
Voltmedia GmbH Paderborn

[2] Bayerlein
Praxishandbuch Sachverständigenrecht
2. Auflage
C.H. Beck`sche Verlagsbuchhandlung
München 1996

 




Zustandsbewertung der Gewässer – Ökologischer Einklang

Ooom

Zum „ökologischen Einklang“ folgendes Zitat:

„Unberücksichtigt bleiben der Zusammenhang zwischen Stabilität und Mangel, der größere Änderungen einfach verhindert, und die tatsächlichen Ungleichgewichte in der Natur, ohne die sie gar nicht funktionieren könnte. Zwei Beispiele sollen verdeutlichen, daß es ausgerechnet die »balancierten« mittleren Zustände sind, die zwar als solche wünschenswert wären, sich aber nicht so recht einstellen lassen. Das erste Beispiel liefert die Belastung und Reinhaltung von Seen Eingeleitete Abwässer düngten seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten, bis die Folgen sichtbar wurden. Die anfänglich sauberen Gewässer drohten zu »kippen«, was bedeuten sollte, daß sie vom nährstoffarmen, sauberen Zustand in einen nährstoffreichen, schmutzigen hinüberwechselten oder daß dieser Wechsel bevorstand. Durch Ringkanalisationen und starke Verminderung der Abwässerzufuhr ließ sich dieses Kippen in zahlreichen Fällen verhindern. Die Seen wurden wieder sauberer, aber nun nahmen auch die Fischerträge (stark) ab. Denn nährstoffarme Seen sind unproduktiv, weil in ihnen Mangel an Nährstoffen herrscht. Das ist gut für die Gewinnung von Trinkwasser aus dem See sowie für den Bade- und Erholungsbetrieb, nicht aber für die Fischerei und für die (zu schützenden) Wasservögel, für die bedrohten Muscheln, Libellen, Krebse und anderes Wassergetier. All diesen geht es im nährstoffreichen See weitaus besser. Fische gibt es in Hülle und Fülle; Wasservögel auch und diese ohne nennenswerte Konflikte mit der Fischerei zu verursachen. Beide Zustände kann der See nicht gleichzeitig einnehmen. Er ist entweder nährstoffarm (oligotroph) und unproduktiv oder nährstoffreich (eutroph) und produktiv. Entweder — oder? Dazwischen liegt doch der mittlere Zustand, mesotroph genannt Er verbindet gute Produktivität mit sauberem Wasser, weil im Idealfall all das wieder um- und abgebaut wird, was im Sommer produziert worden ist. Doch dieser Mittelzustand erweist sich als instabil. Er geht rasch in den einen oder in den anderen über. Nur mit außerordentlich (und unrealistisch) hohem Aufwand ließe er sich aufrechterhalten. Stabile Zustände sind Nährstoffreichtum und -armut. Ist so ein See ein Sonderfall? Durchaus nicht. Nährstoffreiche und nährstoffarme Zustände sortieren sich allüberall in der Natur.“ Reichholf [1]

Also:

Den Zustandsbewertungen lt. EU WRRL scheint es in erheblichem Umfang an ökologischen Grundlagen zu fehlen.

Gemeint sind die Grundlagen der wissenschaftlichen Ökologie.

Die Weise, wie die EU WRRL mitunter umgesetzt und verstanden wird, führt ins wunderbare Chaos. Man wundert sich, warum es nicht gelingt mit guten wasserchemischen Zuständen gute biologische Zustände für „bedrohten Muscheln, Libellen, Krebse und anderes Wassergetier“ zu gewährleisten. Es scheint unmöglich der Gewässerverwaltung zu vermitteln, dass ein guter Zustand häufig die Verschlechterung eines anderen Zustandes verursachen kann.

Der Ökologe Herr Prof. Reichholf steht mit seinen o.g. Tatsachenbewertungen nicht allein. Siehe auch den Beitrag zur Mistbiene.

Quelle:
[1] Stabile Ungleichgewichte.
Die Ökologie der Zukunft.
Josef H. Reichholf
edition unseld
SV
1. Auflage 2008
(S.111-112)




Wesen einer Plausibilitätsprüfung

Eine Plausibilitätsprüfung umfasst meist nur die Darlegung einer sachverständigen Meinung oder Erfahrung in Bezug auf einen fragwürdigen oder strittigen Sachverhalt und dies in der Regel ohne umfänglichen oder korrekten bzw. gültigen Beweis.

Ergebnis der Plausibilitätsprüfung können als Urteil die Thesen

  • plausibel“ oder
  • „nicht plausibel“

sein. Ratsam ist die Darlegung, warum die Indizien als plausibel oder nicht plausibel erscheinen.

Im Ergebnis der Plausibilitätsprüfung ist dann meist durch den Auftraggeber ggf. zu entscheiden, ob im Rahmen eines daran anschließenden umfänglichen Gutachtens die Thesen der Plausibilitätsprüfung „plausibel“ bzw. „nicht plausibel“ nachvollziehbar und begründet bewiesen werden sollen.

Mittel dafür können sein – wenn möglich und zweckmäßig – z. B. Tatsachenfeststellungen, partielle Nachrechnungen, Überschläge oder Kalkulationen.

Der Vorteil dieser ggf. zweistufigen Bewertung kann in der Einsparung von Kosten für die Bewertung liegen.




Anforderungen an eine Plausibilitätsprüfung

Meine Anforderungen:

Bei einer Plausibilitätsprüfung wird das dargestellte bzw. zu prüfende Ergebnis mit den Erfahrungen und Meinungen des Prüfers verglichen und es werden Abweichungen dargelegt.

Dabei müssen die Erfahrungen und Meinungen des Prüfers bzw. das Urteil des Prüfers nicht bewiesen oder begründet werden.

In Einzelfällen können aber Werturteile begründet werden, zumeist dann, wenn dies ohne weiteren Aufwand möglich ist.

Geprüft wird in der Regel auch, ob das Ergebnis nachvollziehbar und/oder prüffähig ist.

Ein nachvollziehbares und/oder nicht prüffähiges Ergebnis einer Arbeit ist dem Grundsatz der Logik zufolge nicht plausibel, auch wenn das Ergebnis korrekt zu sein scheint.

Dieser Anspruch gilt natürlich nicht für Plausibilitätsgutachten.

Zentrale Methode eines Gutachtens ist der Beweis.

Ein Beweis ist eine Argumentation, die wiederum aus Prämissen und der Konklusion besteht. Fehlen die Prämissen oder ist die Beweisführung methodisch falsch, z. B. Fehl- oder Trugschluss, dann ist die Beweisführung unvollständig und es handelt sich hier um unbewiesene Behauptungen.

Erstaunlich ist, dass manche Gutachter und Gerichtsgutachter diese Zusammenhänge nicht kennen oder nicht beachten und Gerichtsgutachten erstellen, die auf Meinungen, Ansichten und Glauben beruhen. Siehe hierzu auch: Wesen eines Gutachtens.

Rechtsanwälten, die Gerichtsgutachten demontieren müssen, sei empfohlen, sich besonders mit der Beweisführung in den Gutachten zu beschäftigen (Gutachterfehler). Man muss häufig kein Fachmann sein, um Fehlschlüsse oder Unsicherheiten zu erkennen.

Meinungen, Ansichten und Glauben eines Gutachters sind nur dann von Bedeutung, wenn das Gericht ausdrücklich darum fragt. Ansonsten zählen nur Tatsachen, deren Bewertung und es zählt die Logik.

Der Beweis, ob das Ergebnis einer Plausibilitätsprüfung gültig (deduktiv) ist oder korrekt (induktiv) bewertet wurde und wahr bzw. hinreichend wahr ist, bleibt einem meist umfangreicheren konstruktiven und späteren Gutachten vorbehalten.

Aufgrund

  • der fehlenden Beweisführung  und
  • des unbegründeten Darlegens von Meinungen und Erfahrungen

hält sich der Aufwand für eine Plausibilitätsprüfung oft in Grenzen.

Im Ergebnis einer Plausibilitätsprüfung sind u. a. 3 Fälle vorstellbar:

  1. Das zu prüfende Ergebnis ist plausibel. Dann erübrigen sich meist weitere Untersuchungen und Nachweise.
  2. Das zu prüfende Ergebnis ist nicht plausibel, weil die Arbeit nicht prüffähig ist. Dann sind, wenn möglich, weitere Unterlagen dem Prüfer vorzulegen, um die Prüffähigkeit herzustellen.
  3. Das zu prüfende Ergebnis ist nicht plausibel, obwohl die Arbeit prüffähig ist. Dann sind ggf. in einem konstruktiven Gutachten die nicht plausiblen Teile des zu prüfenden Gegenstandes nachvollziehbar zu bewerten.

Das Ziel einer Plausibilitätsprüfung besteht für den Auftraggeber darin, dass er schnell und preiswert die fachliche Meinung des Gutachters über den zu begutachtenden Gegenstand erfährt.

Die Verbindlichkeit einer Plausibilitätsprüfung ist naturgemäß eher gering.

Uwe Halbach
ö.b.u.v. Sachverständiger für Abwasserbeseitigung

Siehe auch:

Wesen eines Gutachtens
Wesen eines Gutachtens “… Dabei muss es sich jedoch stets um Tatsachenbehauptungen handeln, Werturteile oder bloße Meinungsäußerungen werden von diesen Bestimmungen nicht erfasst. Ein Sachverständigen-Gutachten enthält in der Regel Werturteile und keine Tatsachenbehauptungen. Es liegt im Wesen eines Gutachtens, dass es auf der Grundlage bestimmter Verfahrensweisen zu einem Urteil kommen will, das, selbst wenn es [Weiterlesen →] 

Prüfung einer Planung auf Vollständigkeit
Zur Beachtung! Prüfung einer Planung auf Vollständigkeit – Die Bewertung auf Vollständigkeit der Planung hatte den Charakter einer Plausibilitätsprüfung. Der Sachverständige prüfte nicht im Einzelnen, ob nicht möglicherweise z. B. ein Prüfprotokoll fehlt. Zum maximalen Inhalt und Umfang einer Kanalplanung war zum Zeitpunkt der Planung das Arbeitsblatt A 101 vom Januar 1992 [18] der Abwassertechnischen Vereinigung [Weiterlesen →]

 




Beweissicherung bei Schäden infolge von Unwetter, Überflutung oder Rückstau

Überflutung

Was tun? – Hinweise an Geschädigte

Inhalt:

1. Beweissicherung – ganz wichtig!
2. Was also sollte man selber machen?
3. Vorteile einer Dokumentation durch den Geschädigten
4. Änderungen an der Situation am Schadenstag
5. Über die Arbeit eines Gerichtsgutachters
6. Fachtechnische Ursache eines ausgewählten Rückstauschadens in Thüringen
7. Fachtechnische Ursachen einer ausgewählten Überflutung eines Betriebes in Sachsen
8. Die eher ohnmächtige Antwort der Grundstückseigentümer auf häufige Überflutungen
9. Weitere Quellen

 

1. Beweissicherung – ganz wichtig!

Im Ergebnis von Unwettern kommt es häufig zu Schäden durch Kanalrückstau und Überflutungen.

Wenn eine Schadensvergütung bei Gericht oder bei einer Versicherung geltend gemacht werden soll, ist ein Nachweis der Ursachen der Schäden notwendig.

  • Die Suche nach den Ursachen von Kanalrückstau und Überflutungen ist ein Schwerpunkt meiner Arbeit als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Abwasserbeseitigung.
  • Wichtig ist nicht nur die Klärung der Ursachen von Kanalrückstau und Überflutungen, sondern auch eine korrekte bzw. gültige Beweisführung nach den Gesetzen der Logik.

Dabei kann es sich z. B. um folgende Aufgaben handeln

  • Beweissicherung (Dokumentieren von Tatsachen bzw. deren Wahrscheinlichkeiten)
  • Feststellen der Ursachen der Überflutungs- oder Rückstauschäden
  • ggf. Mitwirken als Parteigutachter an der fachlichen Formulierung des Beweisantrages

Folgende Leistungsformen sind die Regel:

  • Privatgutachten
  • Versicherungsgutachten
  • Parteigutachten
  • Gerichtsgutachten

Auftraggeber können dabei z. B. sein

  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • Versicherungen
  • Kommunen
  • Abwasserzweckverbände

Bis Sie aber einen Sachverständigen vor Ort haben, sollten Sie selber eine Schadensdokumentation anfertigen, weil dies später für die Aufklärung der Ursachen nützlich sein kann.

Die Dokumentation zum Zeitpunkt des Geschehens ist häufig entscheidend für eine korrekte Ursachenbewertung!

2. Was also sollte man selber machen?

Dazu ist es erforderlich – wenn möglich – noch während des Unwetters oder unmittelbar danach den Weg des Wassers zu dokumentieren, Zeugen herbei zu rufen und in die Beweissicherung einzubinden.

Daneben ist der Schaden – wenn gefahrlos möglich – zu minimieren.

Bei der fotografischen Dokumentation ist zu beachten, dass zweckmäßigerweise zunächst ein Foto zur Übersicht gemacht wird und dann weitere Fotos von Detailansichten. Es muss später bewiesen werden können, wie die Fotos zuzuordnen sind. Detailaufnahmen sind zwar wichtig, sie erlauben aber ohne weitere Übersichtsaufnahmen keine Zuordnung und können damit ihren Beweiswert verlieren.

Dokumentation des Weges des Wassers! Woher kam es? Wohin floss es? Dokumentation der Wasserstände!

Mir ist bekannt, dass der Geschädigte vor einem Dilemma steht: Entweder er dokumentiert den Schadenshergang oder er rettet sein Hab und Gut.

Eine Wahl, die ihm keiner abnehmen kann. Wenn er aber Glück hat, gelingt ihm beides.

(Die Schwierigkeit, die der Sachverständige bei der Bewertung der Schadensursachen hat, ist die, das er nachträglich die Wahrheit (wahr oder falsch) nicht mehr feststellen kann, sondern vielleicht nur noch die Wahrscheinlichkeit zu bewerten vermag. Liegt dagegen vom Geschädigtem eine nachvollziehbare und schlüssige Dokumentataion vor, dann sollte die nachträgliche Bewertung des Schadensherganges durch den Sachverständigen einen recht hohen Grad an Wahrscheinlichkeit erhalten. )

Wer es ganz vorbildlich machen will, fügt die Fotos mit Bildunterschrift in ein Worddokument ein und formuliert einen kleinen Text darunter, aus dem zu entnehmen sein soll, was mit den jeweiligen Fotos bewiesen wird. Aus dem Dokument sollte auch hervorgehen, wer die Fotos wann gemacht hat, wer den Text wann verfasst hat. Bei unmittelbaren Fotos ist auch die Uhrzeit zu notieren. Hilfreich sind auch Videoaufnahmen von dem Geschehen.

Inhalt der Dokumentation, z. B.:

  • Kurzbeschreibung des Schadensereignisses
    • Datum, Uhrzeit (von bis)
    • Abläufe
    • Situation
  • Namen der Zeugen
  • Fotodokumentation über die Ursachen der Überflutung , insbesondere Dokumentation des Weges des Wassers, das die Überflutung verursachte
  • Fotodokumentation der Schäden

Mit der Anzahl der Fotos sollte man nicht zu geizig sein. Ein Foto mehr aus einer anderen Sicht ist immer besser als eines zu wenig.

3. Vorteile einer Dokumentation durch den Geschädigten

  • Derlei Dokumentationen sind für den Gerichtsgutachter oder den Gutachter einer Versicherung hilfreich bei der Ursachenfindung.
  • Für den Parteigutachter bzw. für den Anwalt sind sie ebenso hilfreich für seine Argumentation.
  • Der Vorteil einer parteilichen Beweissicherung liegt oft in der unmittelbaren Dokumentation des Vorganges. Meist sind es die Geschädigten, die zu allererst feststellen oder vermuten, welche Ursachen das Schadensereignis hatte. Die Aufgabe, dies kritisch und nachvollziehbar zu überprüfen, ist dann Sache des Gerichtssachverständigen, der mitunter aber erst Monate oder mitunter auch Jahre später beauftragt wird, zu klären, wie der Schaden entstand.
  • Die Ursachen von Überflutungen oder von Ereignissen und die Bedingungen, die dazu führten, lassen sich im Nachhinein mitunter meist nur schwierig oder auch nicht mehr sicher feststellen. Deshalb kommt es darauf an, die Situation, die zum Schadenszeitpunkt geherrscht hat, nachvollziehbar und plausibel zu dokumentieren.
  • Eine 100 %-ig sichere Ursachenfeststellung ist nach dem Schadensereignis eher eine Ausnahme. Deshalb kann es auf jede zusätzliche Information ankommen.

Ob Sie – als geschädigte Partei – aber die Dokumentation nicht, teilweise oder vollständig dem Gerichtsgutachter übergeben, muss Ihr Rechtsanwalt entscheiden!

4. Änderungen an der Situation am Schadenstag

Änderungen an der Situation am Schadenstag, wie z. B. Geländeregulierungen, Änderungen an der Grundstücksentwässerung vor der Beweissicherung sind problematisch für die anschließende Beweisführung. Wenn Sie Änderungen vorhaben, sollten Sie dies unbedingt mit Ihrem Anwalt vorher besprechen.

5. Über die Arbeit eines Gerichtsgutachters

Ein Gerichtsgutachter ist in der Regel ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, der von einem Gericht den Auftrag erhielt in einem bestimmten Rechtsstreit als Gutachter Tatsachen festzustellen und diese Tatsachen und/oder Zusammenhänge fachlich zu bewerten.

Der Sachverständige wird und muss unabhängig von Ihren eigenen Aufzeichnungen selber eine Dokumentation über den Schadenshergang anfertigen.

Ein Gerichtsgutachter ist aber verpflichtet, Ihre Dokumentation zur Kenntnis zu nehmen und ggf. als Parteivortrag zu bewerten.

Die Dokumentationen der Geschädigten oder der Parteien sind Parteivorträge, die immer zweitrangig vor den Bewertungen eines Gerichtsgutachter sind.

Entscheidend ist aber das, was der Gerichtsgutachter feststellt.

Der Gerichtsgutachter darf – wenn er es nachvollziehbar begründen kann – den Parteivorträgen folgen, wobei Feststellungen eines öffentlich vereidigten Sachverständigen – wenn er als Parteisachverständiger arbeitet – mitunter ein besonderes Gewicht haben.

Ratsam ist die unverzügliche Beauftragung eines ö.b.u.v. Sachverständigen für Abwasserbeseitigung zur Dokumentation der Ursachen des Wasserschadens.

Insbesondere soll er – wenn noch möglich – den Weg des Wassers beweisen.

Für die Bewertung der Wasserschäden (Kosten) an sich, benötigt man andere Sachverständige.

In den folgenden Ausführungen werden die Ursachen zweier tatsächlicher Schäden anschaulich dargestellt. Es handelt sich um Auszüge aus zwei Gerichtsgutachten von mir.

6. Fachtechnische Ursache eines ausgewählten Rückstauschadens in Thüringen

Diese Rückstausicherung befand sich im Ablauf einer Kleinkläranlage. Schweflige Säure, die aus den Kanalgasen gebildet wurde, zerstörte die Wellen der Rückstausicherung, so dass diese nicht mehr funktionieren konnten. Zudem ist eine derartige Rückstausicherung für fäkalisches Abwasser nicht zugelassen.

 

7. Fachtechnische Ursachen einer ausgewählten Überflutung eines Betriebes in Sachsen

In das dargestellte Einzugsgebiet eines trockenfallenden Grabens wurde ein Gewerbegebiet geplant.

Blick in das Einzugsgebiet

Durch den Neubau dieser Straße wurde der natürliche Abfluss gestört. Der „Bach“ floss dann zunächst oberirdisch teilweise auf den Straßen des Gewerbegebietes entlang und fand dabei einen Weg in das Werk, den er ohne die Straßenbaumaßnahme nicht genommen hätte.

Dieser Einlauf war ursprünglich für das oberflächlich ablaufende Niederschlagswasser des 38 ha großen Einzugsgebietes vorgesehen. Er verstopfte durch das von den Feldern abgeschwemmte Rechengut.

Einlaufbauwerk mit Geröll- und Sandfang nach ATV-Regelwerk A 241. Bei dieser regulären Lösung – oder gleichwertig – wäre der Schaden möglicherweise nicht aufgetreten.

 

8. Die eher ohnmächtige Antwort der Grundstückseigentümer auf häufige Überflutungen

Das sind Indizien, für den Weg des Wassers bei Überflutungen.

Schutz einer Toreinfahrt

Schutz eines Kellerfensters vor Überflutung – Wir haben es hier recht wahrscheinlich mit einer häufigen Überflutungssituation zu tun. Bei einer einmaligen Überflutung hätte sich der Hauseigentümer wohl noch keine Sandsäcke organisiert.

 

9. Weitere Quellen:

Überflutung, Rückstau

Überflutungsschäden durch mangelhafte Einlaufbauwerke

Siehe auch:

Gerichtsgutachten

Gutachter Uwe Halbach
Berufliche Entwicklung
Ausgewählte Gutachten
Gerichtsgutachten und Gerichtsprozess

Rückstau

Ausgewählte Referenzen über Gutachten der Bewertung von Überflutungsschäden (Gutachten von U. Halbach, z.T. auch interdisziplinäre Zuarbeit und Mitwirkung)




Kostenvergleiche, Nutzensbewertungen und Entscheidungshilfen – für uns fast Routine!

.

Jede Investition beruht auf dem Glauben an zukünftige Erwartungen

Und in dem Maße, in dem eine Investition zunehmend auf Glauben beruht und von Gefühlen getragen wird, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Fehlinvestition, sei es weil die Kosten aus dem Ruder laufen oder weil der erwartete und notwendige Nutzen nur teilweise oder gar nicht eintritt.

Aus dem Grund empfiehlt es sich, die Kosten- und Nutzenbewertung der verschiedensten Varianten einer Investition möglichst zeitig einem erfahrenen Team zu übertragen.

So sind Fehler bei der Investitionsvorbereitung zu vermeiden und Risiken können auf unvermeidbare Risiken – auf das Investitionsgrundrisiko – minimiert werden.

Lassen Sie uns aus Ihrem Problem eine gemeinsame Aufgabe machen, bei deren Lösung wir Sie gerne unterstützen möchten.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf: 03761-5266 oder 5267

Meist wird Frau Felkel, unsere Sekretärin Ihr Telefonat oder Ihre E-Mail an box@institut-halbach.de entgegen nehmen bzw. weiterleiten.

Die Fehlinvestitionen der Vergangenheit zeigten auch, dass es zweckmäßig ist, Kostenvergleiche von der Planungsphase zu trennen, zumal in der allgemeinen Vorstellung „riskante Planungen“ kein Thema im Rahmen der Planung sind. Zu unrecht, denn jede Planung ist riskant und es gilt ihre Risiken aufzuzeigen und zu bewerten.

Und weil dies so ist, sollte das Risiko vor der Investition sicherheitshalber von einer unabhängigen Seite analysiert und bewertet werden.

Und damit könnten Sie zu uns kommen, denn wir sind unabhängig und kein Planungsbüro.

Die wasserwirtschaftliche Anlagenbewertung und Kalkulation ist ein Schwerpunkt unserer Kompetenzen.

Und das nicht erst seit heute, sondern schon seit Jahrzehnten, wie Referenzen und die Zahl unserer kommunalwirtschaftlichen Auftraggeber es beweisen.

Wir blicken auf zahlreiche Veröffentlichungen, Gutachten, Kalkulationen, Nutzensbewertungen und erarbeitete Konzeptionen zurück und zahlreiche Planungs- und Beratungsbüros kalkulieren mit unseren Normativkosten und Kostenrichtwerten. Warum es also auch nicht einmal mit dem Urheber versuchen?

Neben unserer Unabhängigkeit ist der wichtigste Vorteil:

Wir wissen, was wir tun!

Und das beruht auf der Synthese betriebswirtschaftlicher und abwassertechnischer Erfahrungen:

Wir sind interdisziplinär!

Unsere Kommunalwirtschaftler arbeiten z. B. mit Kosten, die unsere Ingenieure im Nachbarzimmer kalkulierten und unsere Ingenieure kontrollieren betriebswirtschaftliche Grundlagen nach technischen Gesichtspunkten.

Und schließlich seien noch als Vertrauensgrundlage einige unserer besonderen Vorteile genannt:

  1. Wir vergleichen nicht Birnen mit Äpfeln. In der Nutzenbewertung (z. B. unsere Nutzwert-Kosten-Matrix 2009) sind wir genauso kompetent und erfahren, wie bei der Kostenkalkulation und -bewertung.
  2. Wir sind eine unabhängige und zugleich interdisziplinäre Einrichtung und können deshalb viele Spezialaufgaben mit dem eigenen Team lösen.
  3. Wir nehmen keine Vermittlungsprovisionen an und wir verkaufen Ihnen auch keine Anlagen.
  4. Und wir hatten aufgrund unserer Erfahrungen in der Vergangenheit schon mehrfach Wege und Lösungen aufgezeigt, lange bevor vielerorts die entsprechenden Probleme überhaupt erkannt wurden.

Wir sind ein bekanntes Institut und seit 22 Jahren ununterbrochen erfolgreich.

Unsere Leistungsfähigkeit nutzen auch Kommunen und Abwasserzweckverbände aus vielen Bundesländern und wir freuen uns besonders über Ihr Interesse an unseren Leistungen.

…und um einer Sache auf den Grund zu gehen, ist sich der Chef auch nicht zu schade, selbst in einen Kanal zu krabbeln:

***

P.S.:

Siehe auch: Kostensenkung




Gliederungsvorschläge für umfangreiche und komplexe Gutachten sowie „Punktesachen“

Gliederungsvorschläge für umfangreiche und komplexe Gutachten sowie „Punktesachen“

Umfangreiche und komplexe Gutachten

Diese Gliederung ist keine Vorschrift, sondern nur als Anregung zu verstehen.

Sie eignet sich für umfangreiche und interdisziplinäre Gutachten.

1 Allgemeine Hinweise

  • Einführung in die Problematik
  • Wer hat unterstützt und wie mitgewirkt

2 Beschreibung des momentanen Standes, der Situation…

2.1 Ziele der Untersuchung

  • Wie ist das Problem zu definieren?
  • Worin besteht das Problem?
  • Fakten und schon bekannte Zusammenhänge
  • Welche Ziele sind zu definieren, damit die Problematik gelöst werden kann?

2.2 Aufgabenstellung

  • Welche Aufgaben müssen für die Problemlösung bewältigt werden?
  • Reihenfolge der Aufgaben
  • Was ist warum nicht Gegenstand der Untersuchung?
  • Warum welche Abgrenzungen?

3. Begründung des Lösungsweges

3.1 Lösungsweg

  • Wie ist das Problem lösbar?

3.2 Prämissen – Annahmen bzw. Bedingungen

  • Welche Voraussetzungen sind für den logischen Schluss erforderlich?
  • Was muss geschehen, damit der Lösungsweg und die Aussage des Gutachtens war sind bzw. war werden?
  • Wann gilt das Gutachten nicht?

3.3 Untersuchungsmethoden

Begründung der Methodenwahl und ggf. Methodenbeschreibung

  • Analysenmethoden
  • Messmethoden

3.4 Auswertungsmethoden

Begründung der Methodenwahl und ggf. Methodenbeschreibung

  • Statistik
  • LAWA
  • Gebührenbedarfsberechnung

4. Bearbeitungsverlauf

  • ggf. ergänzende konkrete Hinweise zu während der Bearbeitung erkannten weiteren Problemen oder Begründung der Änderung des Lösungsweges
  • Welche Schwierigkeiten waren vorher bekannt?
  • Welche Schwierigkeiten wurden erst im Laufe der Bearbeitung erkannt?
  • Wie wurden die Schwierigkeiten bewältigt?

5. Untersuchungsergebnisse

  • Welche Resultate wurden erzielt?

In diesem Punkt in der Regel keine Diskussion und Bewertung!

6. Auswertung

  • Diskussion der Ergebnisse
  • Bewertung der Ergebnisse
  • Hinweise für weitere Untersuchungen

7. ggf. Entscheidungsvorschläge

8. Zusammenfassung

9. Quellen- und Literaturverzeichnis

10. Anlagenverzeichnis

Gutachten über „Punktesachen“

Diese Gliederung ist keine Vorschrift, sondern nur als Anregung zu verstehen.

Sie eignet sich für die in der Regel häufiger vorkommenden Punktesachen in Beweisbeschlüssen.

Im folgenden wird anhand eines beispielhaften Beweisbeschlusses der Aufbau einer Gliederung für das konkrete Gutachten abgeleitet.

Beispielhafter Beweisbeschluss:

„Beweisbeschluss 1: auf Antrag der Klägerin soll durch Einholung eines Sachverständigengutachtens darüber Beweis erhoben werden,

a) ob auf Grund des Anschlusses der Beklagten an die Entwässerungsanlage für das Anwesen*** Str. 140 in eine planerische, technische und bauliche Erweiterung erforderlich wurde, und zwar eine genaue Überprüfung der Pumpleistungskapazität der ursprünglich geplanten Pumpe, die Einholung eines neuen Angebotes einer größer dimensionierten Pumpe, die Anbringung einer größer dimensionierten Pumpe, die Anbringung eines zusätzlichen Anschluss-Stutzens im östlichen Bereich der Pumpstation, eine Erweiterung des Schachtes und der Einbau einer stärkeren Pumpe. Hierbei soll insbesondere auf den Einwand der Beklagten eingegangen werden, die Kapazität der ursprünglich vorgesehenen Entwässerungsanlage sei ausreichend gewesen, auch die Abwässer der Beklagten aufzunehmen.

b) Für den Fall, dass die unter a) aufgeworfene Frage bejaht wird, ob der Klägerin ein damit verbundener zusätzlicher Kostenaufwand von mindestens 7.500,00 DM (3.835 €) netto entstanden ist bzw. wie hoch die zusätzlichen Kosten der Klägerin waren.“

Aus diesem Beweisbeschluss sind folgende 9 Fragen abzuleiten:

Gliederung der Beweisaufgaben

Beweisaufgabe 1

„Beweisbeschluss 1: auf Antrag der Klägerin soll durch Einholung eines Sachverständigengutachtens darüber Beweis erhoben werden,
a) ob aufgrund des Anschlusses der Beklagten an die Entwässerungsanlage für das Anwesen *** in *** eine planerische, technische und bauliche Erweiterung erforderlich wurde,…“ [1]

Beweisaufgabe 2

„…genaue Überprüfung der Pumpleistungskapazität der ursprünglich geplanten Pumpe,… „ [1]

Beweisaufgabe 3

„…die Einholung eines neuen Angebotes einer größer dimensionierten Pumpe,…“ [1]

Beweisaufgabe 4

Erfordernis der „…Anbringung einer größer dimensionierten Pumpe,…“ [1]

Beweisaufgabe 5

Erfordernis der „…Anbringung eines zusätzlichen Anschluss-Stutzens im östlichen Bereich der Pumpstation,…“ [1]

Beweisaufgabe 6

Erfordernis der „…Erweiterung des Schachtes…“ [1]

Beweisaufgabe 7

Erfordernis des Einbaus „…einer stärkeren Pumpe…“ [1]

Beweisaufgabe 8

Prüfung des Einwandes der Beklagten: „Die Kapazität der ursprünglich vorgesehenen Entwässerungsanlage sei ausreichend gewesen, auch die Abwasser der Beklagten aufzunehmen.“ [1]

Beweisaufgabe 9

Für den Fall, dass aufgrund des Anschlusses der Beklagten an die Entwässerungsanlage für das Anwesen *** in *** eine planerische, technische und bauliche Erweiterung erforderlich wurde, ist zu prüfen, ob der Klägerin ein damit verbundener zusätzlicher Kostenaufwand von mindestens 7.500,00 DM (3.835 €) netto entstanden ist bzw. wie hoch die zusätzlichen Kosten der Klägerin waren. [1]

Eine Rückversicherung des Sachverständigen bei Gericht ergab, dass die Beweisaufgaben 4 sowie 7 zwar unterschiedlich lauten, aber im Kern identisch sind. (Sie brauchen nur einmal beantwortet zu werden.)

Gliederungsvariante:

1. Grundsätzliche Hinweise

2. Ortstermin

3. Beweisaufgabe 1

„Beweisbeschluss 1: auf Antrag der Klägerin soll durch Einholung eines Sachverständigengutachtens darüber Beweis erhoben werden, ob auf Grund des Anschlusses der Beklagten an die Entwässerungsanlage für das Anwesen *** in *** eine planerische, technische und bauliche Erweiterung erforderlich wurde,…“ [1]

3.1 Untersuchungsmethoden für Beweisaufgabe 1

3.2 Untersuchungsergebnisse – Beweisaufgabe 1

3.3 Zusammenfassung – Beweisaufgabe 1

4. Beweisaufgabe 2

„…genaue Überprüfung der Pumpleistungskapazität der ursprünglich geplanten Pumpe,… „ [1]

4.1 Untersuchungsmethoden für Beweisaufgabe 2

4.2 Untersuchungsergebnisse – Beweisaufgabe 2

4.3 Zusammenfassung – Beweisaufgabe 2

5. Beweisaufgabe 3

„…die Einholung eines neuen Angebotes einer größer dimensionierten Pumpe,…“ [1]

5.1 Untersuchungsmethoden für Beweisaufgabe 3

5.2 Untersuchungsergebnisse – Beweisaufgabe 3

5.3 Zusammenfassung – Beweisaufgabe 3

u.s.w.

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

[1]
Prozessakte

[2]

7. Anlagenverzeichnis

Anlage 1: …




Gliederungsvorschläge für umfangreiche und komplexe Gutachten sowie "Punktesachen"

Gliederungsvorschläge für umfangreiche und komplexe Gutachten sowie „Punktesachen“

Umfangreiche und komplexe Gutachten

Diese Gliederung ist keine Vorschrift, sondern nur als Anregung zu verstehen.

Sie eignet sich für umfangreiche und interdisziplinäre Gutachten.

1 Allgemeine Hinweise

  • Einführung in die Problematik
  • Wer hat unterstützt und wie mitgewirkt

2 Beschreibung des momentanen Standes, der Situation…

2.1 Ziele der Untersuchung

  • Wie ist das Problem zu definieren?
  • Worin besteht das Problem?
  • Fakten und schon bekannte Zusammenhänge
  • Welche Ziele sind zu definieren, damit die Problematik gelöst werden kann?

2.2 Aufgabenstellung

  • Welche Aufgaben müssen für die Problemlösung bewältigt werden?
  • Reihenfolge der Aufgaben
  • Was ist warum nicht Gegenstand der Untersuchung?
  • Warum welche Abgrenzungen?

3. Begründung des Lösungsweges

3.1 Lösungsweg

  • Wie ist das Problem lösbar?

3.2 Prämissen – Annahmen bzw. Bedingungen

  • Welche Voraussetzungen sind für den logischen Schluss erforderlich?
  • Was muss geschehen, damit der Lösungsweg und die Aussage des Gutachtens war sind bzw. war werden?
  • Wann gilt das Gutachten nicht?

3.3 Untersuchungsmethoden

Begründung der Methodenwahl und ggf. Methodenbeschreibung

  • Analysenmethoden
  • Messmethoden

3.4 Auswertungsmethoden

Begründung der Methodenwahl und ggf. Methodenbeschreibung

  • Statistik
  • LAWA
  • Gebührenbedarfsberechnung

4. Bearbeitungsverlauf

  • ggf. ergänzende konkrete Hinweise zu während der Bearbeitung erkannten weiteren Problemen oder Begründung der Änderung des Lösungsweges
  • Welche Schwierigkeiten waren vorher bekannt?
  • Welche Schwierigkeiten wurden erst im Laufe der Bearbeitung erkannt?
  • Wie wurden die Schwierigkeiten bewältigt?

5. Untersuchungsergebnisse

  • Welche Resultate wurden erzielt?

In diesem Punkt in der Regel keine Diskussion und Bewertung!

6. Auswertung

  • Diskussion der Ergebnisse
  • Bewertung der Ergebnisse
  • Hinweise für weitere Untersuchungen

7. ggf. Entscheidungsvorschläge

8. Zusammenfassung

9. Quellen- und Literaturverzeichnis

10. Anlagenverzeichnis

Gutachten über „Punktesachen“

Diese Gliederung ist keine Vorschrift, sondern nur als Anregung zu verstehen.

Sie eignet sich für die in der Regel häufiger vorkommenden Punktesachen in Beweisbeschlüssen.

Im folgenden wird anhand eines beispielhaften Beweisbeschlusses der Aufbau einer Gliederung für das konkrete Gutachten abgeleitet.

Beispielhafter Beweisbeschluss:

„Beweisbeschluss 1: auf Antrag der Klägerin soll durch Einholung eines Sachverständigengutachtens darüber Beweis erhoben werden,

a) ob auf Grund des Anschlusses der Beklagten an die Entwässerungsanlage für das Anwesen*** Str. 140 in eine planerische, technische und bauliche Erweiterung erforderlich wurde, und zwar eine genaue Überprüfung der Pumpleistungskapazität der ursprünglich geplanten Pumpe, die Einholung eines neuen Angebotes einer größer dimensionierten Pumpe, die Anbringung einer größer dimensionierten Pumpe, die Anbringung eines zusätzlichen Anschluss-Stutzens im östlichen Bereich der Pumpstation, eine Erweiterung des Schachtes und der Einbau einer stärkeren Pumpe. Hierbei soll insbesondere auf den Einwand der Beklagten eingegangen werden, die Kapazität der ursprünglich vorgesehenen Entwässerungsanlage sei ausreichend gewesen, auch die Abwässer der Beklagten aufzunehmen.

b) Für den Fall, dass die unter a) aufgeworfene Frage bejaht wird, ob der Klägerin ein damit verbundener zusätzlicher Kostenaufwand von mindestens 7.500,00 DM (3.835 €) netto entstanden ist bzw. wie hoch die zusätzlichen Kosten der Klägerin waren.“

Aus diesem Beweisbeschluss sind folgende 9 Fragen abzuleiten:

Gliederung der Beweisaufgaben

Beweisaufgabe 1

„Beweisbeschluss 1: auf Antrag der Klägerin soll durch Einholung eines Sachverständigengutachtens darüber Beweis erhoben werden,
a) ob aufgrund des Anschlusses der Beklagten an die Entwässerungsanlage für das Anwesen *** in *** eine planerische, technische und bauliche Erweiterung erforderlich wurde,…“ [1]

Beweisaufgabe 2

„…genaue Überprüfung der Pumpleistungskapazität der ursprünglich geplanten Pumpe,… „ [1]

Beweisaufgabe 3

„…die Einholung eines neuen Angebotes einer größer dimensionierten Pumpe,…“ [1]

Beweisaufgabe 4

Erfordernis der „…Anbringung einer größer dimensionierten Pumpe,…“ [1]

Beweisaufgabe 5

Erfordernis der „…Anbringung eines zusätzlichen Anschluss-Stutzens im östlichen Bereich der Pumpstation,…“ [1]

Beweisaufgabe 6

Erfordernis der „…Erweiterung des Schachtes…“ [1]

Beweisaufgabe 7

Erfordernis des Einbaus „…einer stärkeren Pumpe…“ [1]

Beweisaufgabe 8

Prüfung des Einwandes der Beklagten: „Die Kapazität der ursprünglich vorgesehenen Entwässerungsanlage sei ausreichend gewesen, auch die Abwasser der Beklagten aufzunehmen.“ [1]

Beweisaufgabe 9

Für den Fall, dass aufgrund des Anschlusses der Beklagten an die Entwässerungsanlage für das Anwesen *** in *** eine planerische, technische und bauliche Erweiterung erforderlich wurde, ist zu prüfen, ob der Klägerin ein damit verbundener zusätzlicher Kostenaufwand von mindestens 7.500,00 DM (3.835 €) netto entstanden ist bzw. wie hoch die zusätzlichen Kosten der Klägerin waren. [1]

Eine Rückversicherung des Sachverständigen bei Gericht ergab, dass die Beweisaufgaben 4 sowie 7 zwar unterschiedlich lauten, aber im Kern identisch sind. (Sie brauchen nur einmal beantwortet zu werden.)

Gliederungsvariante:

1. Grundsätzliche Hinweise

2. Ortstermin

3. Beweisaufgabe 1

„Beweisbeschluss 1: auf Antrag der Klägerin soll durch Einholung eines Sachverständigengutachtens darüber Beweis erhoben werden, ob auf Grund des Anschlusses der Beklagten an die Entwässerungsanlage für das Anwesen *** in *** eine planerische, technische und bauliche Erweiterung erforderlich wurde,…“ [1]

3.1 Untersuchungsmethoden für Beweisaufgabe 1

3.2 Untersuchungsergebnisse – Beweisaufgabe 1

3.3 Zusammenfassung – Beweisaufgabe 1

4. Beweisaufgabe 2

„…genaue Überprüfung der Pumpleistungskapazität der ursprünglich geplanten Pumpe,… „ [1]

4.1 Untersuchungsmethoden für Beweisaufgabe 2

4.2 Untersuchungsergebnisse – Beweisaufgabe 2

4.3 Zusammenfassung – Beweisaufgabe 2

5. Beweisaufgabe 3

„…die Einholung eines neuen Angebotes einer größer dimensionierten Pumpe,…“ [1]

5.1 Untersuchungsmethoden für Beweisaufgabe 3

5.2 Untersuchungsergebnisse – Beweisaufgabe 3

5.3 Zusammenfassung – Beweisaufgabe 3

u.s.w.

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

[1]
Prozessakte

[2]

7. Anlagenverzeichnis

Anlage 1: …

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