Bodenabtrag von Intensivflächen bei Starkregen

„Wenn die Landwirtschaft sprichwörtlich den Bach runtergeht“

  • „Gerade aus Maisfeldern in Talauen und an erosionsgefährdeten Hängen fließt das Wasser besonders schnell ab. Dabei wird in erheblichem Umfang Oberboden ausgeschwemmt.“
  • „Laut Erosionsatlas beträgt der Bodenabtrag auf Intensivflächen bis zu 15 Tonnen pro Hektar und Jahr –bei einzelnen Starkregenereignissen sind Abträge von mehr als 100 Tonnen nachgewiesen.

Quelle: Wenn die Landwirtschaft sprichwörtlich den Bach runtergeht

Das sind einige der nicht reparablen Schäden der „erneuerbaren“ Energiepolitik.

2015_07_Starkregen_Schneidenbach_UH

Die Göltzsch an einem Julitag 2015 nach einem Starkregen.

 

16_2013_06_01

Die Göltzsch vor dem Zusammenfluss mit der Weißen Elster in Greiz am 16. Juli 2013 nach einem Starkregen.

Übrigens:

Energien waren noch nie und werden auch künftig nicht erneuerbar sein!

Anderenfalls gäbe es Perpetuum mobile.

Erstaunlich, dass die aktuelle Energiepolitik pseudowissenschaftlich Begriffe nutzen muss,  um sich selbst zu bestätigen.

In Sachsen zumindest werden andere physikalische Grundlagen über Energien z. B. in Sachsen schon in Klasse 7 vermittelt (siehe Lehrplan.)

Ich habe mir 1965 den Abschluss der polytechnischen Oberschule in Halle an der Saale erarbeitet. Hätte damals Jemand von der Erneuerbarkeit einer Energieform gefaselt, man hätte ihn für doof erklärt.

Die Zeiten und ihre Werte ändern sich.

Nach ständiger Wiederholung des MantrasEnergie ist erneuerbar!“ durch Unwissende geschehen täglich Wunder.

Irgendwann gibt es einen Anstieg der Energielinie und dann fließt auch das Wasser plötzlich bergauf. In der Vorstellung zumindest.

 

Lehrplan Physik Klasse 7. u.a. Energie, Energieformen, Energieumwandlung, Energieerhaltung Leistung und Wirkungsgrad

Lehrplan Physik Klasse 7. u. a. Energie, Energieformen, Energieumwandlung, Energieerhaltung, Leistung und Wirkungsgrad

 

Quelle: Serlo

Siehe z. B. auch: Potentielle und kinetische Energie in der Rohrhydraulik




Rückstau und Überflutung

Literaturrecherche:

1. Bau und Betrieb der Kanalisation – Exzerpt aus [3]

  • Ein besonderes Interesse fanden in den letzten Jahren – aus diesen Untersuchungen heraus die Netz-Füllungszustände bei Stau (Energiespiegel im Abwasserkanal steigt über den Rohrscheitel = Rückstau) oder Kanalüberschwemmung (Energiespiegel bis über Gelände, Abwasseraustritt aus dem Kanal auf Überschwemmungswege [430, 431]). Während im ersteren Zustand der Wasserzugang durch Stau in nicht nach DIN 1986, Abschn. 7, von 1988, (149], ausreichend gesicherte Keller beginnt oder beginnen kann – mit steigender Staulinie (= Energielinie) zunehmend – können im letzteren Fall der Überschwemmung Gefährdungen für tiefer liegende Grundstücke und Anlagen entstehen, evtl. eine Haftung des Kanalnetzbetreibers nach unserer bisherigen Rechtsprechung auslösend
  • Hatte man früher solche Fälle als solche „höherer Gewalt“ gesehen, so ist diese Sicht jetzt aus der neuen Haftpflicht – zum Schutze des Bürgers – differenziert zu sehen, je nach der Häufigkeit solcher Vorkommnisse. Damit muß sich der planende Ingenieur – was bisher weitgehend nicht üblich war – auch mit der Frage der „Überschwemmungswege“ zukünftig befassen.
  • Im Normalfall erfolgt der Abfluß – bei extremen Abflüssen aus Niederschlag – aus den Straßeneinläufen ausströmend statt zulaufend, dem natürlichen Geländegefälle folgend über die Straßenfahrbahn, zwischen den Randsteinen. Diese zusätzliche, erhebliche Abflußkapazität (neben dem Kanalsystem) ist jedoch eingeschränkt, wenn niedrige Randsteinhöhen zu tiefer liegenden Garagen oder Parkplätzen evtl. auch aus Einläufen dort (!) – aus diesem „Straßenabfluß“ seitlich zu Überschwemmungswegen über die Grundstücke führen, eventuell Schäden verursachend.
  • Auch Kanaldeckel-Aushebungen kommen vor. Bei Deckeln „mit Lüftung“ ist die Wahrscheinlichkeit des Vorkommens geringer (Entlastung durch Luftaustritt).
  • Ebenso können diese „Überschwemmungswege“ an Straßenkreuzungen, Tiefpunkten, aber auch Unterführungen zu seeartigen größeren Stauen führen, woraus sich auf dem weiteren Überschwemmungsweg Schäden ergeben können. Hier kann, wenn dies mit – nach Beurteilung des Gerichts – unzumutbarer Häufigkeit vorkommt, die Gemeinde haftpflichtig sein. Ähnlich wohl auch, wenn Schäden daraus (z. B. gekippte Zäune/Mauern, überschwemmte Keller) „vorhersehbar“ waren.
  • Es wird daher nötig sein, solche Fälle vorher als „Überschwemmungswege“ zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen für eine schadlose Ableitung zu sorgen, Risiken dabei zu mindern. [3] (S. 57)
  • „Um eine ordnungsgemäße Entwässerung zu den Straßen hin zu gewährleisten, wird man die Höhenlage der Gebäude und des sie umgebenden Geländes sorgfältig darauf abstimmen. Zu dieser Binsenweisheit, die, wie Erfahrungen lehren, offenbar immer wieder ausgesprochen werden muß, bringt Bild 10.3-32 eine Darstellung aus amerikanischen Empfehlungen. Diese Dinge sind offenbar so ernst zu nehmen, daß die Federal Housing Administration der Frage der Oberflächenentwässerung in den Einfamilienhaussiedlungen der suburbs besondere Aufmerksamkeit widmet [187]. In Bild 10.3-33 sind drei Fälle von Geländeneigungen im Schnitt wiedergegeben, und es ist hierzu angedeutet, wie man die Grundstücke im Hinblick auf die Oberflächenentwässerung zu regulieren hat, „um Feuchtigkeitsschäden am Haus, Dunstbildungen, Erosionen, Verschlammung der Höfe und Überflutung von Kleinkläranlagen zu vermeiden“ und nachträglichen teuren Behebungsmaßnahmen, wie Wiederherstellung der Geländeprofilierung und Einlegen von Dränagen, vorzubeugen. Diese Mahnung aus den USA sollte Anlaß sein, generell bei Entwässerungsprojekten in Verbindung mit dem Bebauungsplan Vorsorge für „Überschwemmungswege“ zu treffen, um bei außergewöhnlichen Stark- und Katastrophenregen Schäden zu begrenzen. Pfeiff hat dieses Problem in [430, 431] behandelt. Es spielt auch bei Rechtstreitigkeiten um Schadenersatz eine Rolle, nämlich bei der Frage nach der Abgrenzung zwischen „hoherer Gewalt“ und „Versäumnis“.

2 Hydraulische Bemessung und Nachweis von Entwässerungssystemen [2]

  • „Die europäische Norm DIN EN 752-2 geht von der Überflutungshäufigkeit als Nachweiskriterium für Überlastungszustände aus (vgl. Kap. 5.1). Der Überflutungsvorgang auf der Oberfläche und der Überflutungsschutz sind in hohem Maße von lokalen Verhältnissen abhängig und bedürfen deshalb einer Würdigung der Gegebenheiten in der Örtlichkeit. Die Möglichkeit und Gefahr einer Überflutung im Falle einer Überstauung der Kanalisation ist auch im Fall einer einfachen Bemessung nach Kap. 6.1.1 bzw. im Anschluß an die hydraulische Nachrechnung vor Ort zu prüfen. Wegen der Schwierigkeiten, den oberflächigen Überflutungsvorgang modelltechnisch nachzubilden, ist für Bereiche mit rechnerischem Überstau unbedingt eine Bewertung der Gegebenheiten vor Ort vorzunehmen. Ggf. sind vorliegende Aufzeichnungen zum bisherigen Systemverhalten auszuwerten (Feuerwehreinsätze o.ä.).
  • Nachweisrechnungen sollten für Netzpunkte mit Überstau über Gelände das Volumen des ausgetretenen bzw. nicht abgeleiteten Misch- oder Regenwassers sowie die Dauer des rechnerischen Überstaus ausweisen, um die Gefahr einer Überflutung angrenzender Grundstücke oder einer wesentlichen Funktionsbeeinträchtigung wichtiger Verkehrsanlagen (Unterführungen) besser bewerten zu können. Ist eine Überflutung angrenzender Grundstücke aufgrund der topographischen und sonstigen örtlichen Gegebenheiten zu befürchten, sind geeignete (konstruktive) Maßnahmen am Straßenverlauf umzusetzen oder die Ableitung des überschüssigen (Ab-)Wassers in ungefährdete Flächen zu prüfen. Sofern dieses an der Straßenoberfläche abgeleitet oder gespeichert wird, ist der Höhenverlauf der Straße in die Prüfung mit einzubeziehen und das schadlose Ableiten ggf. durch bauliche Maßnahmen sicherzustellen.“

 

Siehe auch: Überflutung, Rückstau

Literatur

[1] Abwassertechnische Vereinigung e. V.
Richtlinien für die hydraulische Berechnung von Schmutz-, Regen- und Mischwasserkanälen
1984, 5. Auflage (unveränderter Text von 1977), ATV-A 118

[2] ATV-A 118
Hydraulische Bemessung und Nachweis von Entwässerungssystemen
(Punkt 6.3)
Abwassertechnische Vereinigung e. V., 1999 und 2006

[3] ATV-Handbuch
Bau und Betrieb der Kanalisation
Ernst & Sohn Verlag, 4. Auflage 1995

[4] ATV-Handbuch
Planung der Kanalisation
Ernst & Sohn Verlag, 4. Auflage 1994

[5] Federal Housing Administration: Land Planning.
Bulletin Nr. 3. Abschnitt Block and Lot Grading,
Washington D.C. (1954/8)
aus [4]

Siehe auch:

Rückstau

Ausgewählte Referenzen über Gutachten der Bewertung von Überflutungsschäden (Gutachten von U. Halbach, z.T. auch interdisziplinäre Zuarbeit und Mitwirkung)




Bewertung der Undichtheit von Grundstücksentwässerungsanlagen

Wohl unstrittige Anknüpfungsfakten nach Thoma, R. und Goetz, D. :

  • Dichtheitsprüfungen (DP) an in Betrieb befindlichen GEA werden gemäß [5] durchgeführt.
  • Anlagen zur Ableitung von häuslichem Abwasser oder Mischwasser dürfen als dicht bewertet werden, wenn bei einer OI keine sichtbaren Schäden und Fremdwassereintritte festgestellt werden.
  • Ist eine OI nicht durchführbar oder wird sie als nicht ausreichend angesehen, ist eine DP durchzuführen. Hierbei ist nicht festgelegt, wer mit welchen Kriterien diesen normativ gewollten Ermessensspielraum interpretieren darf.
  • Grundleitungen die nur häusliches Abwasser ableiten und außerhalb von Schutzzone II von Wassergewinnungsgebieten liegen, können mit einer Wasserdruckprüfung durch Auffüllung bis 0,50 m über Rohrscheitel auf Dichtheit geprüft werden.
  • Ist dies bei alten Leitungssystemen nicht möglich, kann die Leitung alternativ bis zur Oberkante des tiefsten EWG oder Unterkante der Reinigungsöffnung in der Fallleitung mit Wasser aufgefüllt werden.
  • Die Prüfzeit beträgt 15 min bei einem zulässigen Wasserzugabewert von 0,2 l/m² [5].
  • DP mit Wasserfüllung führen gemäß [7] bei 90% der Grundstücke und gemäß [6] bei 94 % der Einzelprüfungen zu dem Ergebnis einer Undichtheit.

(GEA = Grundstücksentwässerungsanlage, OI = Optische Inspektion, EWG = Entwässerungsgegenstand)

Interessant ist auch die Zusammenfassung des Fachbeitrages von Thoma:

  • Bis zum Jahr 2015 sind in Deutschland ca. 1,3 Mio km Abwasserleitungen auf und zu Grundstücken zu untersuchen.
  • Die Länge, der Zustand und der tatsächliche Untersuchungsgrad sind nicht in ausreichendem Umfang bekannt.
  • Offensichtlich wurde bis dato nur ein Anteil von weniger als 5% untersucht.
  • Es ist in privaten Abwasserleitungen mit 100 bis 600 Mängeln/km zu rechnen. 24% der optisch erkannten Schäden sind nach Klassifikation entsprechend den Regeln der Technik kurz- bis mittelfristig zu sanieren.
  • Risse und Brüche treten alle 20 m einmal auf. Erste Untersuchungen zeigen übereinstimmend, dass ca. 90% der Grundstücksentwässerungsanlagen unter Prüfbedingungen undicht sind.
  • Erkennbar ist aber auch, dass bei Prüfung der Dichtheit nach den Regeln der Technik keine Korrelation zu dem optisch erfassten und klassifizierten Zustand besteht.

Messungen der Exfiltration unter Betriebsbedingungen zeigen, dass die tatsächliche Exfiltration deutlich geringer ist als die Wasserverluste bei den Wasserstandsprüfungen nach den Regeln der Technik.

  • Für die objektive Bewertung der Auswirkungen undichter, häuslicher Abwasserleitungen sind noch Grundsatzarbeiten zu leisten. Für eine zielgerichtete, effektive Sanierung der Abwasserleitungen zum nachhaltigen Schutz von Boden- und Grundwasser müssen die neuesten Erkenntnisse noch in handhabbare Regelwerke Eingang finden.
  • Die Sanierung der Grundstücksentwässerungsleitungen mit dem Ziel der vollständigen Abdichtung gemäß den vorhandenen Regeln der Technik würde 100 bis 200 MRD Euro kosten. [14]
  • Möglicherweise ist es für eine nachhaltige und vollständige Instandhaltung nicht entscheidend, ob die Dichtheitskriterien geändert werden, sondern dass die Prioritäten und Zeiträume für die Sanierung mit Blick auf das Gefährdungspotential für die Umwelt und die Instandhaltungszyklen der Gebäudesubstanz abgewogen werden.

Literatur des Beitrages von Thoma:

[1] ATV-Merkblatt M143-2 (1999) Optische Inspektion – Inspektion, Instandsetzung, Sanierung und Erneuerung von Abwasserkanälen und -leitungen

[2] ATV-Merkblatt M 149, (1999): Zustandserfassung, -klassifizierung und -bewertung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden

[3] BayLfW Merkblatt Nr. 4.3/6; (2002): Prüfung alter und neuer Abwasserkanäle, Teil 3: Dichtheitsprüfung von Grundstücksentwässerungsleitungen im Freispiegelabfluss, Bayerisches Landesamt für Wasserwirtschaft, München

[4] Berger C., Lohaus J: (2005): Zustand der Kanalisation, Ergebnisse der DWA-Umfrage 2004, Korrespondenz Abwasser 5/2005, (52), S.528-539

[5] DIN 1986-30 (2003): Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke, Teil 30: Instandhaltung

[6] Dornbusch J., (2001): Abschlussbericht zum Forschungsvorhaben, Pilotprojekt: Dichtheitsprüfung und Sanierung von Grundstücksentwässerungsleitungen auf Chemischreinigungsgrundstücken, 1. Teil, Aachen

[7] Eisener W., (2005): Die dichte Kanalisation – Auswirkungen auf die Sanierung privater Kanäle, Tagungsband, 5te Göttinger Abwassertage

[8] Engel N., (2003): Strategien und Kosten der Sanierung von öffentlichen Kanalnetzen, TAH Seminar Kanalsanierung unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit, Hannover

[9] Fiedler M., (1999): Optimierung und Umsetzung der Sanierungsplanung von Haupt- und Hausanschlußkanälen, TAH Seminar Kanalsanierungsplanung, Tagungsband, Würzburg

[10] Dohmann M. (1999): Wassergefährdung durch undichte Kanäle, Erfassung und Bewertung, Springer Verlag Berlin-Heidelberg

[11] Möllers K, (IFK Bochum), Umweltbehörde der freien und Hansestadt Hamburg (1993): Abschlußbericht zur Untersuchung der Grundstücksentwässerungsleitungen im Wasserschutzgebiet XX in Hamburg, 31 S, unveröffentlicht

[12] Rußig V., (1999): Ausgewählte Ergebnisse der Studie „EUROPARC – Der Bestand an Gebäuden in Europa“, Institut für Wirtschaftsforschung e.V. München, www.ifo.de

[13] Statistisches Jahrbuch 2003 für die Bundesrepublik Deutschland und für das Ausland, Statistisches Bundesamt, Verlag Metzler Poeschel, Stuttgart

[14] Thoma R., (2005): Instandhaltung von Grundstücksentwässerungsanlagen, Korrespondenz Abwasser 6/2005 (52), S.725-730

[15] Thoma R.; (2006): Die Vision der dichten Grundstücksentwässerung, Vortrag, Kanalisationsforum Bern

[16] Togler R., (2006): Exfiltrationen bestehender Grundstücksentwässerungsanlagen, Auswirkungen, Einflussgrößen, Mengenermittlungen, neuartige Prüfmethoden, praxisgerechte Empfehlungen, RWTH Aachen

Quelle:
Thoma, R. u.a.
Grundstücksentwässerungsanlagen mit häuslichem Abwasser- Zustand, Schäden, Exfiltration, Bodenkontamination – Gefährdungspotential ?
Tagungsunterlagen der Gemeinschaftstagung 11./12. Oktober 2006
Undichte Kanäle – (k)ein Risiko?
Frankfurt
Herausgeber: DWA
(ISBN -13: 978-3-939057-60-4)

  • In dem durchaus spannenden und nachvollziehbaren Beitrag wurde als Medianwert festgestellt, dass bei der gewählten großtechnischen Versuchsanstellung nur 0,8 l Abwasser täglich versickerten.
  • Der Medianwert im Exfiltrat ergab verschwindend geringe 4,1 mg TOC/l !
  • Um sich einen umfassenden Überblick von allen Vorträgen zum Tagungsthema zu machen, müssen natürlich alle Skripte gelesen werden.

Meine prinzipielle Folgerung:

Eine Einzelprüfung mit Wasserdruck wird ja zumeist nur dann ausgeführt, wenn die optische Inspektion keine sichtbare Undichtigkeit vermuten lässt.

Wenn schon, denn schon!

Wenn also bei einer Druckprüfung mit Wasserfüllung die Wahrscheinlichkeit bei gut 90 % liegt, dass die Grundleitungen sowieso undicht sind, dann ist die optische Inspektion als technisches Verfahren zum Dichtheitsnachweis wegen Unsicherheit ungeeignet.

Meine persönliche Meinung:

Die Inspektions-, Dichtheitsprüfungs- und Sanierungskampagne von Grundstücksleitungen entspricht wegen Unverhältnismäßigkeit in der Regel nicht dem Stand der Technik.

Nicht alles was technisch möglich ist, verdient es flächendeckend umgesetzt zu werden.

Diese Meinung teilen auch andere Kollegen und wer zudem noch analysiert, welche Bundesländer in welcher administrativen Weise mit der nur scheinbaren Gefahr umgehen, bekommt schnell mit, dass die Wahrheit in der Mitte liegt.

Eine Panik ist völlig unbegründet, denn wäre die Gefahr real, dann wäre auch zu klären, warum wir alle noch so „putz und munter“ sind, oder gibt es jemanden, dem wegen eines Loches im Hausanschlusskanal übel geworden ist?

Schließlich sind die Kanäle nicht erst seit gestern undicht.

Übrigens, zu der gleichen Tagung vor 4 Jahren ließ ein „hochkarätiger“ Redner die Katze aus dem Sack:

„Man muss heute ein Lied singen, damit die Leute anfangen zu pfeifen!“

Für mich sind solche Methoden irritierend.

Entweder es besteht eine reale Gefahr, dann muss sofort und effektiv gehandelt werden und wenn diese Gefahr nur in der Einbildung existiert, dann muss man sich fragen, was mit dieser Äußerung (wohl hinterlistig?) bezweckt werden soll.

Nichts dagegen, wenn die „Sänger“ die von ihnen verursachten Schäden und Kosten zur Lösung eines überbewerteten am Ende bezahlen können und bezahlen.

Davon ist aber wohl kaum auszugehen (vergleiche Reichholf in: Die Politik der Angst).

U. Halbach

Siehe auch




Literatur – Abwassergebühren

Literatur

Quellenverweise:

[1]
Orientierungswerte für den Kostenaufwand bei der Abwasserableitung und -behandlung im Land Brandenburg
Ministerium für Umwelt Naturschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg
Dezember 1995

[2]
Pöppinghaus; u. a.
Starkverschmutzerzuschläge
Korrespondenz Abwasser 1990, Heft 9, S. 1075/1079

[3]
Doedens, H.
Starkverschmutzerzuschläge in den Entwässerungssatzungen – Möglichkeiten und Anforderungen
Berichte der ATV Nr. 41, S. 561/578
ATV-Landesgruppentagungen-1991

[4]
Rötterink, A.
Erfahrungen aus der Praxis mit Starkverschmutzerzuschlägen
Berichte der ATV Nr. 41, S. 561/578
ATV-Landesgruppentagung-1991

[5]
Doose, U.
Ansätze zur Gestaltung der Abwassergebühr
Berichte der ATV Nr. 42, S. 312/330
ATV-Bundestagung-1992

[6]
Rott, U.; u. a.
Starkverschmutzerzuschläge – Ansatzpunkte einer neuen Bewertung
Berichte der ATV Nr. 44, S. 1003/1020
ATV-Bundestagung-1994

[7]
Brunner, G.; u.a.
Handbuch für die Umweltpraxis im Betrieb – Rechtsfragen
Verlag „Die Wirtschaft GmbH“ 1994 Berlin · München

[8]
Jahresbericht der Abfallwirtschaft 1994
Wasser & Boden; 6/1995

[9]
Rudolph, K.-U.; Gellert, M.;
„Zum Ermessensspielraum bei der Berechnung
kommunaler Abwassergebühren“
Korrespondenz Abwasser 36 ,1989, Heft 2, S. 157

[10]
Klärschlammverordnung – AbfKlärV
15. April 1992 ;BGBl I S. 912

[11]
Imhoff, K.
„Taschenbuch der Stadtentwässerung“
R. Oldenburg Verlag München
Wien 1990, 27. Auflage

[12]
Leitlinien zur Durchführung von Kostenvergleichsrechnungen
Länderarbeitsgemeinschaft Wasser
München 1994

[13]
N.N.: „Lehr- und Handbuch der Abwassertechnik, Band IV: Biologisch-chemische und weitergehende Abwasserreinigung“
Wilhelm Ernst & Sohn Verlag für Architektur und technische Wissenschaften, Berlin
1985, 3. überarbeitete Auflage

[14]
Stickstoff und Phosphor in den Fließgewässern -Arbeitsbericht des ATV-Fachausschusses 2.1.
Korrespondenz Abwasser
1987, Heft 11, S. 1215/1223

[15]
Riedl, G.
Muß Privatisierung wirklich sein?
Berichte der ATV – Hennef
1995, Heft 45

[16]
Wolf, P.
Prioritäten der kommunalen Abwasserbehandlung in den neuen Bundesländern unter dem Gesichtspunkt der Gewässerbeschaffenheit
Korrespondenz Abwasser
1992, Heft 9, S. 1336/1340

[17]
Das neue Wasserrecht für die betriebliche Praxis
WEKA Fachverlag für technische Führungskräfte · Augsburg

[18]
Bierbaum, R., Halbach, U.
Wie bürgerfreundlich sind unsere „neuen“ Kommunalabgabengesetze?
Korrespondenz Abwasser
1995, Heft 10, S 1692/1698

[19]
Hollmann, H., Halbach, M.
Beitragserhebung – Ein Rettungsanker?
1996, Korrespondenz Abwasser

[20]
Verordnung über die Honorare für Leistungen der Architekten und der Ingenieure in der Fassung der Fünften Änderungs-VO
Werner-Verlag
Düsseldorf, 1995

[21]
Rügemer
Wirtschaften ohne Korruption?
Fischer Verlag
Oktober 1996

[22]
Beiträge und Gebühren in der Abwasserbeseitigung in Bayern – Stand 1983/84
Informationsberichte Bayerisches Landesamt für Wasserwirtschaft
Mai 1984

[23]
Erläuterungen zu einem BVerwG-Urteil
Kommunale Steuer-Zeitschrift
23 (1974) 9, S. 171 – 172

[24]
Erläuterungen zu einem OVG-Urteil
Kommunale Steuer-Zeitschrift
35 (1986) 7, S. 138 -140

[25]
Hinweise zu den Bemessungsgrundlagen für Entwässerungsgebühren
ATV-Arbeitsbericht
Korrespondenz Abwasser
23 (1980) 8, S. 553 – 561

[26]
Starkverschmutzerzuschläge – Eine Frage der Politik!
Halbach, U.; Eichhorn, U.
Mitteilung des Institutes für Abwasserwirtschaft Halbach
Werdau (Sachsen) April 1996

[27]
Kruschwitz
Investitionsrechnung
Walter de Gruyter Verlag · Berlin · New York 1993

[28]
Halbach, U.
Gutachten über die Toxizität des Ablaufes der betrieblichen Kläranlage eines Lackharzbetriebes
1991

[29]
Ermittlung der von Indirekteinleitern nicht in die öffentliche Abwasseranlage eingeleiteten Wassermengen
Arbeitsbericht des ATV Fachausschusses 7.4 „Technisch-wissenschaftliche Grundlagen der Gebührenermittlung für industrielle Benutzer öffentlicher Abwasseranlagen“
Korrespondenz Abwasser 9/90 S. 1075-1079

[30]
Starkverschmutzerzuschläge
Arbeitsbericht des ATV Fachausschusses 7.4 „Technisch-wissenschaftliche Grundlagen der Gebührenermittlung für industrielle Benutzer öffentlicher Abwasseranlagen“
Korrespondenz Abwasser 9/90 S. 1075-1079

[31]
Auswertung der Umfrage über die Situation der Wasserver- und Abwasserentsorgung der Molkereien im Bundesgebiet
Verband der deutschen Milchwirtschaft e.V.

Uwe Halbach




Das Risiko des Sparens ohne Augenmaß

Es gibt kaum etwas auf der Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen.

Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld.

Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.

Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.“

JOHN RUSKIN
engl. Sozialreformer (1819-1900)




Wahrhaftiges – Eine Auswahl

Nachhaltige Literatur  

Eilingsfeld, Heinrich
Der sanfte Wahn
Ökologismus total
Südwestdeutsche Verlagsanstalt Mannheim
ISBN: 3-87804-195-0
(Bemerkenswert, dass das Buch schon 1989 erschien.)

Gärtner, Edgar L.
Öko-Nihilismus
Eine Kritik der Politischen Ökologie
TvR Medienverlag Jena, 2007

ISBN: 978-3-00-020598-9
(Auch sehr interessant!)

Driessen, P.K.
Öko-Imperialismus
Grüne Politik mit tödlichen Folgen
TvR Medienverlag 2006

Maxeiner; D., u.a.
Die Zukunft und ihre Feinde
Wie Fortschrittspessimisten unsere Gesellschaft lähmen
Eichenborn AG 2002

Maxeiner; D., u.a.
Das Mephistoprinzip
Warum es besser ist, nicht gut zu sein
Eichenborn AG 2001

Maxeiner; D., u.a.
Lexikon der Ökoirrtümer
Fakten statt Umweltmythen
Verlag: Piper; Auflage: 2 (2000)
ISBN-10: 3492228739

Maxeiner; D., u.a.
Öko-Optimismus
Rowohlt Taschenbuch Verlag
Reinbach bei Hamburg 1999

***

„Bevor Sie dieses Buch lesen, beachten Sie bitte folgenden Warnhinweis, den ich bei Goethe entdeckt habe: “ Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß. Mit dem Wissen wächst der Zweifel.“ Die Folgen der anschließenden Lektüre sind deshalb irreversibel. Wenn Sie die Gleichförmigkeit der Gedanken schätzen und gerne glauben, was alle glauben, dann sollten Sie die Deckel dieses Buches spätestens jetzt zuschlagen.“
Dirk Maxeiner

Und so heißt das Buch:

Hurra, wir retten die Welt!
Wie Politik und Medien mit der Klimaforschung umspringen
Von Dirk Maxeiner
wjs-Verlag,
Berlin 2007

Rezension: http://www.buchausgabe.de/shoproot/764item.html

Ökologische Zusammenhänge, verständlich von Prof. Reichholf  erklärt

Reichholf, J.H.
Die falschen Propheten – Unsere Lust an Katastrophen
Taschenbuch
2. Auflage 2003
Wagenbach Verlag Berlin , ISBN: 3 8031 24425

Reichholf, J.H.
Der Tanz um das goldene Kalb
Der Ökokolonialismus Europas
Verlag Klaus Wagenbach Berlin
1. Auflage 2006

Reichholf, J.H.
Der schöpferische Impuls
Eine neue Sicht der Evolution
Erstveröffentlichung 1992
Deutsche Verlags-Anstalt GmbH, Stuttgart
ISBN: 3-421-02763-3

Reichholf, J.H.
Stabile Ungleichgewichte
Die Ökologie der Zukunft
edition unseld
SV
2008
ISBN: 978-518-26005-0

Reichholf, J.H.
Krise und Zukunft
edition unseld SV
2010

Reichholf, J.H.
Ende der Artenvielfalt
Fischer Taschenbuchverlag
2008
2010

Reichholf, J.H.
Die Zukunft der Arten. Neue ökologische Überraschungen
Taschenbuch
erschienen März 2005
237 Seiten, 25 Abb., Paperback
C.H. Beck Verlag, ISBN: 3406527868

(Hier beweist Prof. Reichholf u.a., wie maßlose Abwasserreinigung zur Minimierung der Artenvielfalt und Populationsdichte im und am Gewässer führt.)

Reichholf, J.H.
Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends
erschienen April 2007
S. Fischer Verlag , Frankfurt am Main
ISBN: 978-3-10-06294-5

Weitere ökologische Literatur

Streit, Bruno
Was ist Biodiversität?
Erforschung, Schutz und Wert der biologischen Vielfalt
C.H. Beck Verlag, 2007
ISBN: 978 3 406 53617 5

Steinberg, Ch.
Von Mistbienen, Haussperlingen und der EU-Wasserrahmenrichtlinie – eine
beabsichtigte Polemik
Wasser & Boden
(Sehr interessant! Habe nur eine Kopie. Das Erscheinungsjahr, Heft und Seite sind mir nicht bekannt.!)

Zur Vertiefung der Ökologie

Odum, Reichholf
Ökologie
Grundbegriffe, Verknüpfungen, Perspektive
BLV Verlagsgesellschaft München Wien Zürich
1980

c, D.; Horn, W.
Einfluß des Menschen auf die Gewässer-Ökosysteme
Sonderdruck aus „Umwelt und Mensch – Langzeitwirkungen und
Schlussfolgerungen für die Zukunft“
Band 59, Heft 5
Abhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, 2000

Steinberg, Ch.; u. a.
Nachhaltige Wasserwirtschaft
Entwicklung eines Bewertungs- und Prüfsystems
Initiativen zum Umweltschutz Band 36
Erich Schmidt Verlag 2002

Lampert, W. , Sommer, U.
Limnoökologie
2. überarbeitet Auflage
Georg Thieme Verlag Stuttgart New York 1999
ISBN: 3-13-786402-X

Uhlmann, D.; u. a.
Hydrobiologie der Binnengewässer
Ein Grundriß für Ingenieure und Naturwissenschaftler
Verlag Eugen Ulmer Stuttgart 2001, S. 325

Nicht nur bei Zweifel an wasserbehördliche Forderungen oder bei Widersprüchen zur Wasserrahmenrichtlinie:

Rumm, u.a.
Handbuch der EU-Wasserrahmenrichtlinie
2. Auflage
Erich Schmidt Verlag
Berlin 2006
ISBN-13: 978 3 503 090027 3


Geburt einer Ideologie:

Pseudowissenschaftliche Grundlage der politischen Ökologie bzw. des Ökologismus und seit gut 20 Jahren Basis der nationalen und internationalen Umweltgesetzgebung:

Hans Jonas
Das Prinzip Verantwortung:
Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation.
Frankfurt/M., 1979.

Versuch einer Relativierung

Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften setzte dem Vorsorgeunwesen zwar eine Leitlinie entgegen, die aber in der Praxis des Gewässerschutzes kaum bekannt sein dürfte und wenn schon, dann wird sie in der Regel ignoriert:

Leitlinien zur Anwendbarkeit des Vorsorgeprinzips
in „Die Anwendbarkeit des Vorsorgeprinzips“
Mitteilung der Kommission der Europäischen Gemeinschaften
Brüssel, den 2.2.2000, KOM (2000) 1 endgültig

Hydrobiologie

Uhlmann, D.; u. a.
Hydrobiologie der Binnengewässer
Ein Grundriß für Ingenieure und Naturwissenschaftler
Verlag Eugen Ulmer Stuttgart 2001, S. 325

Besch, W. K.; u. a.
Limnologie für die Praxis
Grundlagen des Gewässerschutzes
3. Auflage
1984 ecomed Fachverlag

Schworebel, J.
Einführung in die Limnologie
5. Auflage 1984
Gustav Fischer
ISBN 3-437-20320-7

Glawion, R.; u. a.
Seenrestaurierung – Eine Übersicht über interne Maßnahmen in stehenden
Gewässern zur Reduzierung des Nährstoffgehaltes und zur Erhöhung des
Sauerstoffgehaltes
Institut für Physische Geographie Albert-Ludwig-Universität

Röske, I.; u. a.
Die Nährstoffelimination bei der Behandlung häuslicher Abwässer aus der
Sicht der Wasserbeschaffenheit
Wasser-Kalender 2000
34. Jahrgang
Erich-Schmidt-Verlag

Röske/Uhlmann
Biologie der Wasser- und Abwasserbehandlung
2005, 235 S., 114 Grafiken, 24 Tab.,
Paperback, Bestell-Nr.: 570 830 3

Uhlmann, D.; Horn, W.
Einfluß des Menschen auf die Gewässer-Ökosysteme
Sonderdruck aus „Umwelt und Mensch – Langzeitwirkungen und Schlussfolgerungen für die Zukunft“
Band 59, Heft 5
Abhandlungen der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, 2000

Ulrich
Hydrologie und Wasserwirtschaft
Eine Einführung für Ingenieure
5. überarb. u. erw. Aufl. 2005,
666 S., 237 Abb., Hardcover
Bestell-Nr. 522 009 1




Literaturquellen zum Thema "Privatisierung"

„Wenn der Privatisierer kommt…“
von Dr. Werner Rügemayer
Druckhaus Dresden, Bärensteiner Str. 30, 01277 Dresden
2002

„Privatiserungsdogma widerspricht Sozialer Marktwirtschaft“
von Prof. Dr. Peter Eichhorn, u. a.
aus „Beiträge zur öffentlichen Wirtschaft“
Gesellschaft für öffentliche Wirtschaft e. V.
1994
ISBN 3-928615-02-5


„Abwasserentsorgung aus kommunaler Sicht“

von Turgut Pencereci, Geschäftsführer des Landesverbandtages Brandenburg
Beiträge von der SPD Landtagsfraktion Brandenburg
Mail: post@lt-spd-fraktion.brandenburg.de

„Wasser und Abwasser in privater Hand – Irrweg oder reale Alternative?“
von Birgit Korth, u. a.
Druckerei Hans Gieselmann, Bergholz-Rehbrücke
2001

„Es ist UNSER Wasser – Die Privatisierung / Liberalisierung der Wasserwirtschaft.“
von Michael Bender, Koordinator des DNR-Gesprächskreises Wasser und des Netzwerkes UNSER Wasser
Beiträge von der SPD Landtagsfraktion Brandenburg
Mail: post@lt-spd-fraktion.brandenburg.de

„Wasserversorgung nicht zerreden – Privatisierung zwischen Interessenpolitik und Ideologie / Privater Markt oder öffentliche Verantwortung in der Wasserwirtschaft.“
von Dr. Hanno Hames (aus seiner Referat), Geschäftsführer der Hamburger Wasserwerke GmbH
Beiträge von der SPD Landtagsfraktion Brandenburg
Mail: post@lt-spd-fraktion.brandenburg.de

„Trinkwasser und Abwasser in privater Hand – Positionen der kommunalen Entsorgungswirtschaft“
von Dipl.-Ing. Eberhard Walter, Geschäftsführer der Stadtwerke Cottbus GmbH
Beiträge von der SPD Landtagsfraktion Brandenburg
Mail: post@lt-spd-fraktion.brandenburg.de

„Abwasserentsorgung aus kommunaler Sicht.“
von Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg
Beiträge von der SPD Landtagsfraktion Brandenburg
Mail: post@lt-spd-fraktion.brandenburg.de

„Privatisierung der kommunalen Abwasserentsorgung – Ja oder Nein?“
von Dipl.-Volkswirt Wilfried Steinheuer
eine Information des Bundesumweltministers

„Öffentlich oder Privat? – Wasser und Abwasser in der Kontroverse“

von Dipl. oec. Uwe Witt
DRUCK-TEAM, Hannover
1993

„Zur wasserrechtlichen Zulässigkeit der Beseitigung gewerblicher Abwässer durch Dritte“
von P. Nisipeanu, Essen
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser
Ausgabe 6 / 1992

„Private Betreiberfirmen“
von Assessor jur. Arnold von Bosse, Stralsund
aus der Zeitschrift WWT, Ausgabe 2 / 1993

„Das Kooperationsmodell – Vorteile und Gefahren“
von Assessor jur. Arnold von Bosse, Stralsund, u. a.
aus der Zeitschrift WWT , Ausgabe 2 / 1995

„Privatisierung der Abwasserbeseitigung im Zwielicht“
von Dipl.-Ing. (FH); Dipl.-Ök. Uwe Halbach
aus der Zeitschrift Beratende Ingenieure, Ausgabe Mai / 2002

„Finanzierung ist nicht erstes Kriterium bei der Privatisierung“
von Jochen Walter, Geschäftsbereichsleiter Öffentliche Kunden, Westdeutsche Landesbank Girozentrale Münster
aus der Zeitschrift WAP, Ausgabe 1 / 2000

„Schritte zur Verwirklichung eines Eigenbetriebes für Abwasseranlagen“
von Lutz Altenwerth, Ludwigshafen
aus der Zeitschrift awt, Ausgabe 1 / 1997

„Private Finanzierung Öffentlicher Investitionen“

von einer Arbeitsgruppe
aus der Zeitschrift BBauBI, Ausgabe 4 / 1997

„Vom Abwasserbetrieb zum Eigenbetrieb – Beispiel Erftstadt“
von CHRIST, Erftstadt
aus der Zeitschrift WWT, Ausgabe 1 / 2000

„Privatisierung in der Wasserwirtschaft“
von Petra Darkow, Regierungsdirektorin
aus der Zeitschrift WWT, Ausgabe 6 / 1999

„Die Kommunen müssen eine am Gemeinwohl orientierte Abwasserentsorgung umsetzen“

von A. Schoch, Stuttgart
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996

„Wasser und Abwasser: Der Privatisierungsdruck nimmt zu“
von Thomas Ellwein
aus der Zeitschrift GWF, Ausgabe 4 / 1996

„Privatisierung der gewerblichen Abfallentsorgung“
von Wolfgang Goldbach, Hannover
aus der Zeitschrift up, Ausgabe 3 / 2000

„Teilprivatisierung der Berliner Wasser Betriebe“
anonym
aus der Zeitschrift KA, Ausgabe 4 / 2000

„Privatisierung öffentlicher Aufgaben und Kommunalabgabenrecht – das Beispiel Abwasserentsorgung“
von RA Turgut Pencereci
aus der Zeitschrift Nord OR, Ausgabe 7-8 / 1998

„Privatisierung der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung?“
von S. Schönauer, Rothenbuch
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996

„Private Finanzierung öffentlicher Infrastrukturinvestitionen“
von B. Schwarz, Hennef
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996

„Rechtsprobleme der Privatisierung in der Wasser- und Entsorgungswirtschaft“
anonym
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 10 / 1995

„Kommunalabgabenrechtliche Probleme“
von Assessor jur. Arnold von Bosse, u. a.
aus der Zeitschrift WWT, Ausgabe 1 / 1996

„Privatisierung in der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung“

von Jörg Kuhbier
aus der Zeitschrift gwf, Ausgabe 4 / 1996

„Ist die Privatisierung der kommunalen Entsorgung sinnvoll?“
Symposium des Handelsblatt in Freising/Oberbayern
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 5 / 1995

„Betreibermodelle und Bauinvestitionscontrolling bei kommunaler Abwasserreinigungsanlagen“

von G. Drees, u. a.
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 9 / 1995

„Rechtsprobleme der Privatisierung in der Wasser- und Entsorgungswirtschaft“

von B. Moll
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 10 /1995, S. 1720/1727

„Rostocker Modell – Privatisierungsbeispiel in Mecklenburg-Vorpommern“
von R. Baumgarten
aus der Zeitschrift awt, Ausgabe 5 / 1995, S. 74/75

„Abfall- und Abwasserentsorgung – Hoheitliche oder gewerbliche Bestätigung der Kommunen? Trends – Meinungen“
von A. Rygol-Dorn
aus der Zeitschrift awt, Ausgabe 4 / 1994

„Wasser als Wirtschaftsgut: Ursachen und Folgen der Privatisierung der britischen Wasserindustrie.“

von R.A. Kramer
aus der Zeitschrift gwf – Ausgabe Wasser / Abwasser 1995, S. XI

„Maßnahmen gegen die Kostenexplosion in der Abwasserbeseitigung unter Berücksichtigung der Privatisierung.“

von G. Landsberg
aus der Zeitschrift gwf – Ausgabe Wasser / Abwasser 1995, S. IX

„Privatisierung kommunaler Dienstleistungen bei der Abwasserbeseitigung.“
von W. Kaufhold
aus der Zeitschrift gwf – Ausgabe Wasser / Abwasser 1994, S. X

„Privatisierung der kommunalen Abwasserentsorgung – Ja oder Nein?“

von W. Steinheuer
Bundesumweltministerium, 1995, S. 1/36

„Organisationsformen der Privatisierung der kommunalen Abwasserbehandlung.“
von R. Scholl
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996, S. 211/217

„Privatisierung der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung?“
von S. Schönauer
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996, S. 227/230

„Privatisierung in der Abwasserwirtschaft“

von R.Steenbock
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996, S. 231/235

„Vorteile und Kostensenkungspotentiale durch privatwirtschaftliche Organisationsformen“
von J. Kern, u. a.
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996, S. 236/243

Kooperationsmodell Stadtentwässerung Schwerte GmbH – Teilhoheitsmodell“
von R. Rehling
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996, S. 259/261

„Abwasser- und Abfallwirtschaft – Umweltschutz im Wandel“

anonym
Gesellschaft zur Förderung der Abwassertechnik e. V., Ausgabe 44 / 1994

„Privatisierung in der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung zur Organisationsfreiheit der Gemeinden und zur Vertragsgestaltung mit privaten Partnern.“

von J. Kuhbier
aus der Zeitschrift gwf, Ausgabe 4 / 1996, S. 180/186

„Wasser und Abwasser: Der Privatisierungsdruck nimmt zu.“
von Th. Ellwein
aus der Zeitschrift gwf, Ausgabe 4 / 1996, S. 187/191

„Privatisierung der Stadtentwässerung Goslar: Vom Regiebetrieb zur GmbH im Kooperationsmodell“

von H.-J. Hütker
aus der Zeitschrift wlb, Ausgabe 5 / 1996, S. 36/38

„Umweltpolitik – Kosten – und Abgabenminimierung in der kommunalen Abwasserentsorgung“

von R. Schröder, u. a.
aus der Zeitschrift wlb, Ausgabe 1 / 1996

„Grundsätze für die Privatisierung der Abwasserbeseitigung (insbesondere für die neuen Bundesländer)“

vom ATV-Fachausschuss
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser (ATV-Arbeitsbericht), Ausgabe 5 / 1991, S. 643/644

„Privatwirtschaftliche Strukturen bei der Abwasserbeseitigung“
vom ATV-Fachausschuss
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser (ATV-Arbeitsbericht), Ausgabe 8 / 1995, S. 1382/1385

„Neue Wege: Die Wasserwirtschaft der neuen Bundesländer“

von P. Scherer
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 3 / 1997, S. 22/23

„Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH“
von P. Röhr
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 6 / 1995, S. 21/23

„Wegweiser für Kommunen: Neue Formen der Abwasserentsorgung – was muss vor dem Vertrag geklärt sein?“

von S. Wellmann
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 4 / 1997, S. 12/13

„Ostenüberlegung zur Privatisierung von Kanalnetzen“

von K. Bellefontaine
aus der Zeitschrift awt, Ausgabe 1 / 1998, S. 37/40

„6. WHG-Novelle (I): Privatisierung der Abwasserbeseitigung“
von P. Darkow
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 2 / 1998, S. 19/20

„Privatisierung in Potsdam“
von P. Röhr
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 1 / 1998, S. 22/23

„Privatisierungsprogramm 1992 für den Freistaat Sachsen“
von H. Eggert
Sächs. Staatsministerium des Innern, Ausgabe 1992, S. 1/9

„Gibt es Konzepte gegen die steigenden Kosten?“

von M. Beckereit
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 6 / 1998, S. 4/5

„Kleinstadtsorgen – Abwasserentsorgung im ländlichen Baden-Württemberg“

von H. Schmautz
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1999, S. 158/161

„Die Entwicklung zum modernen Dienstleistungsunternehmen – Privatisierung der kommunalen Abwasserentsorgung in Bremen.“
von A. Behr, u. a.
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 6 / 1999, S. 973/977

„Privatisierung in der Wasserwirtschaft“
von P. Darkow
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 6 / 1999, S. 41/43

„Mehr Kosteneffizienz im Kanal“
von K.-U. Rudolph
aus der Zeitschrift Entsorga-Magazin, Ausgabe 11 / 1999, S. 34/41

„Finanzierung ist nicht erstes Kriterium bei der Privatisierung“
von J. Walter
aus der Zeitschrift Wasser-Abwasser Praxis, Ausgabe 1 / 2000, S. 2

„Abwasserbetrieb in Essen privatisiert“
von H.-W. Froitzheim
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 1 / 2000, S. 32/34

„Privatisierung – Ausschreibung und Vergabe, Erlöse und Erträge.“
vom ATV-Ausschuss
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser (ATV-Arbeitsbericht), Ausgabe 4 / 2000, S. 576/579

„Eine „Optimierungskampagne“ für die kommunale Wasserwirtschaft als Alternative zur Privatisierung und „Liberalisierung“ des „Wassermarktes“
von N. Geiler, u. a.
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 11 / 2000, Ausgabe 11 / 2000, S. 1678/1682

„Umweltaspekte der Privatisierung“
von N. Andritschke
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 1 / 2001, S. 42

„Kostenmanagement bei der Abwasserentsorgung“
von Hermann
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 3 / 2001, S. 8

„Privatisierung der Abwasserbeseitigung“

von P. Nisipeanu, u. a.
Parey Buchverlag im Blackwell Wirtschafts-Verlag GmbH, 1997, 1. Auflage

„Wasserwirtschaft – nachhaltige Daseinsvorsorge und Verbraucherschutz“

von M. Dzienian-Barta
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 1 / 2002, S. 16/19

„Privatisierung gleich Einsparung. So die einfache Rechnung!“
23.02.2003
von Ines Klein
aus der Zeitschrift Thüringer Allgemeine

„Deutlich weniger Einmischung von staatlicher Seite. Dafür mehr privates Engagement.“

 

„Im Visier der Unternehmer sind Dienstleistungsanbieter, die unter dem Deckmantel ihrer kommunalen Betreiber wirtschaften. Stark subventioniert und oft genug unrentabel, so die landläufige Meinung.“




Literaturquellen zum Thema „Privatisierung“

„Wenn der Privatisierer kommt…“
von Dr. Werner Rügemayer
Druckhaus Dresden, Bärensteiner Str. 30, 01277 Dresden
2002

„Privatiserungsdogma widerspricht Sozialer Marktwirtschaft“
von Prof. Dr. Peter Eichhorn, u. a.
aus „Beiträge zur öffentlichen Wirtschaft“
Gesellschaft für öffentliche Wirtschaft e. V.
1994
ISBN 3-928615-02-5


„Abwasserentsorgung aus kommunaler Sicht“

von Turgut Pencereci, Geschäftsführer des Landesverbandtages Brandenburg
Beiträge von der SPD Landtagsfraktion Brandenburg
Mail: post@lt-spd-fraktion.brandenburg.de

„Wasser und Abwasser in privater Hand – Irrweg oder reale Alternative?“
von Birgit Korth, u. a.
Druckerei Hans Gieselmann, Bergholz-Rehbrücke
2001

„Es ist UNSER Wasser – Die Privatisierung / Liberalisierung der Wasserwirtschaft.“
von Michael Bender, Koordinator des DNR-Gesprächskreises Wasser und des Netzwerkes UNSER Wasser
Beiträge von der SPD Landtagsfraktion Brandenburg
Mail: post@lt-spd-fraktion.brandenburg.de

„Wasserversorgung nicht zerreden – Privatisierung zwischen Interessenpolitik und Ideologie / Privater Markt oder öffentliche Verantwortung in der Wasserwirtschaft.“
von Dr. Hanno Hames (aus seiner Referat), Geschäftsführer der Hamburger Wasserwerke GmbH
Beiträge von der SPD Landtagsfraktion Brandenburg
Mail: post@lt-spd-fraktion.brandenburg.de

„Trinkwasser und Abwasser in privater Hand – Positionen der kommunalen Entsorgungswirtschaft“
von Dipl.-Ing. Eberhard Walter, Geschäftsführer der Stadtwerke Cottbus GmbH
Beiträge von der SPD Landtagsfraktion Brandenburg
Mail: post@lt-spd-fraktion.brandenburg.de

„Abwasserentsorgung aus kommunaler Sicht.“
von Karl-Ludwig Böttcher, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg
Beiträge von der SPD Landtagsfraktion Brandenburg
Mail: post@lt-spd-fraktion.brandenburg.de

„Privatisierung der kommunalen Abwasserentsorgung – Ja oder Nein?“
von Dipl.-Volkswirt Wilfried Steinheuer
eine Information des Bundesumweltministers

„Öffentlich oder Privat? – Wasser und Abwasser in der Kontroverse“

von Dipl. oec. Uwe Witt
DRUCK-TEAM, Hannover
1993

„Zur wasserrechtlichen Zulässigkeit der Beseitigung gewerblicher Abwässer durch Dritte“
von P. Nisipeanu, Essen
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser
Ausgabe 6 / 1992

„Private Betreiberfirmen“
von Assessor jur. Arnold von Bosse, Stralsund
aus der Zeitschrift WWT, Ausgabe 2 / 1993

„Das Kooperationsmodell – Vorteile und Gefahren“
von Assessor jur. Arnold von Bosse, Stralsund, u. a.
aus der Zeitschrift WWT , Ausgabe 2 / 1995

„Privatisierung der Abwasserbeseitigung im Zwielicht“
von Dipl.-Ing. (FH); Dipl.-Ök. Uwe Halbach
aus der Zeitschrift Beratende Ingenieure, Ausgabe Mai / 2002

„Finanzierung ist nicht erstes Kriterium bei der Privatisierung“
von Jochen Walter, Geschäftsbereichsleiter Öffentliche Kunden, Westdeutsche Landesbank Girozentrale Münster
aus der Zeitschrift WAP, Ausgabe 1 / 2000

„Schritte zur Verwirklichung eines Eigenbetriebes für Abwasseranlagen“
von Lutz Altenwerth, Ludwigshafen
aus der Zeitschrift awt, Ausgabe 1 / 1997

„Private Finanzierung Öffentlicher Investitionen“

von einer Arbeitsgruppe
aus der Zeitschrift BBauBI, Ausgabe 4 / 1997

„Vom Abwasserbetrieb zum Eigenbetrieb – Beispiel Erftstadt“
von CHRIST, Erftstadt
aus der Zeitschrift WWT, Ausgabe 1 / 2000

„Privatisierung in der Wasserwirtschaft“
von Petra Darkow, Regierungsdirektorin
aus der Zeitschrift WWT, Ausgabe 6 / 1999

„Die Kommunen müssen eine am Gemeinwohl orientierte Abwasserentsorgung umsetzen“

von A. Schoch, Stuttgart
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996

„Wasser und Abwasser: Der Privatisierungsdruck nimmt zu“
von Thomas Ellwein
aus der Zeitschrift GWF, Ausgabe 4 / 1996

„Privatisierung der gewerblichen Abfallentsorgung“
von Wolfgang Goldbach, Hannover
aus der Zeitschrift up, Ausgabe 3 / 2000

„Teilprivatisierung der Berliner Wasser Betriebe“
anonym
aus der Zeitschrift KA, Ausgabe 4 / 2000

„Privatisierung öffentlicher Aufgaben und Kommunalabgabenrecht – das Beispiel Abwasserentsorgung“
von RA Turgut Pencereci
aus der Zeitschrift Nord OR, Ausgabe 7-8 / 1998

„Privatisierung der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung?“
von S. Schönauer, Rothenbuch
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996

„Private Finanzierung öffentlicher Infrastrukturinvestitionen“
von B. Schwarz, Hennef
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996

„Rechtsprobleme der Privatisierung in der Wasser- und Entsorgungswirtschaft“
anonym
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 10 / 1995

„Kommunalabgabenrechtliche Probleme“
von Assessor jur. Arnold von Bosse, u. a.
aus der Zeitschrift WWT, Ausgabe 1 / 1996

„Privatisierung in der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung“

von Jörg Kuhbier
aus der Zeitschrift gwf, Ausgabe 4 / 1996

„Ist die Privatisierung der kommunalen Entsorgung sinnvoll?“
Symposium des Handelsblatt in Freising/Oberbayern
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 5 / 1995

„Betreibermodelle und Bauinvestitionscontrolling bei kommunaler Abwasserreinigungsanlagen“

von G. Drees, u. a.
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 9 / 1995

„Rechtsprobleme der Privatisierung in der Wasser- und Entsorgungswirtschaft“

von B. Moll
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 10 /1995, S. 1720/1727

„Rostocker Modell – Privatisierungsbeispiel in Mecklenburg-Vorpommern“
von R. Baumgarten
aus der Zeitschrift awt, Ausgabe 5 / 1995, S. 74/75

„Abfall- und Abwasserentsorgung – Hoheitliche oder gewerbliche Bestätigung der Kommunen? Trends – Meinungen“
von A. Rygol-Dorn
aus der Zeitschrift awt, Ausgabe 4 / 1994

„Wasser als Wirtschaftsgut: Ursachen und Folgen der Privatisierung der britischen Wasserindustrie.“

von R.A. Kramer
aus der Zeitschrift gwf – Ausgabe Wasser / Abwasser 1995, S. XI

„Maßnahmen gegen die Kostenexplosion in der Abwasserbeseitigung unter Berücksichtigung der Privatisierung.“

von G. Landsberg
aus der Zeitschrift gwf – Ausgabe Wasser / Abwasser 1995, S. IX

„Privatisierung kommunaler Dienstleistungen bei der Abwasserbeseitigung.“
von W. Kaufhold
aus der Zeitschrift gwf – Ausgabe Wasser / Abwasser 1994, S. X

„Privatisierung der kommunalen Abwasserentsorgung – Ja oder Nein?“

von W. Steinheuer
Bundesumweltministerium, 1995, S. 1/36

„Organisationsformen der Privatisierung der kommunalen Abwasserbehandlung.“
von R. Scholl
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996, S. 211/217

„Privatisierung der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung?“
von S. Schönauer
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996, S. 227/230

„Privatisierung in der Abwasserwirtschaft“

von R.Steenbock
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996, S. 231/235

„Vorteile und Kostensenkungspotentiale durch privatwirtschaftliche Organisationsformen“
von J. Kern, u. a.
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996, S. 236/243

Kooperationsmodell Stadtentwässerung Schwerte GmbH – Teilhoheitsmodell“
von R. Rehling
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1996, S. 259/261

„Abwasser- und Abfallwirtschaft – Umweltschutz im Wandel“

anonym
Gesellschaft zur Förderung der Abwassertechnik e. V., Ausgabe 44 / 1994

„Privatisierung in der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung zur Organisationsfreiheit der Gemeinden und zur Vertragsgestaltung mit privaten Partnern.“

von J. Kuhbier
aus der Zeitschrift gwf, Ausgabe 4 / 1996, S. 180/186

„Wasser und Abwasser: Der Privatisierungsdruck nimmt zu.“
von Th. Ellwein
aus der Zeitschrift gwf, Ausgabe 4 / 1996, S. 187/191

„Privatisierung der Stadtentwässerung Goslar: Vom Regiebetrieb zur GmbH im Kooperationsmodell“

von H.-J. Hütker
aus der Zeitschrift wlb, Ausgabe 5 / 1996, S. 36/38

„Umweltpolitik – Kosten – und Abgabenminimierung in der kommunalen Abwasserentsorgung“

von R. Schröder, u. a.
aus der Zeitschrift wlb, Ausgabe 1 / 1996

„Grundsätze für die Privatisierung der Abwasserbeseitigung (insbesondere für die neuen Bundesländer)“

vom ATV-Fachausschuss
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser (ATV-Arbeitsbericht), Ausgabe 5 / 1991, S. 643/644

„Privatwirtschaftliche Strukturen bei der Abwasserbeseitigung“
vom ATV-Fachausschuss
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser (ATV-Arbeitsbericht), Ausgabe 8 / 1995, S. 1382/1385

„Neue Wege: Die Wasserwirtschaft der neuen Bundesländer“

von P. Scherer
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 3 / 1997, S. 22/23

„Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH“
von P. Röhr
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 6 / 1995, S. 21/23

„Wegweiser für Kommunen: Neue Formen der Abwasserentsorgung – was muss vor dem Vertrag geklärt sein?“

von S. Wellmann
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 4 / 1997, S. 12/13

„Ostenüberlegung zur Privatisierung von Kanalnetzen“

von K. Bellefontaine
aus der Zeitschrift awt, Ausgabe 1 / 1998, S. 37/40

„6. WHG-Novelle (I): Privatisierung der Abwasserbeseitigung“
von P. Darkow
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 2 / 1998, S. 19/20

„Privatisierung in Potsdam“
von P. Röhr
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 1 / 1998, S. 22/23

„Privatisierungsprogramm 1992 für den Freistaat Sachsen“
von H. Eggert
Sächs. Staatsministerium des Innern, Ausgabe 1992, S. 1/9

„Gibt es Konzepte gegen die steigenden Kosten?“

von M. Beckereit
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 6 / 1998, S. 4/5

„Kleinstadtsorgen – Abwasserentsorgung im ländlichen Baden-Württemberg“

von H. Schmautz
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 2 / 1999, S. 158/161

„Die Entwicklung zum modernen Dienstleistungsunternehmen – Privatisierung der kommunalen Abwasserentsorgung in Bremen.“
von A. Behr, u. a.
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 6 / 1999, S. 973/977

„Privatisierung in der Wasserwirtschaft“
von P. Darkow
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 6 / 1999, S. 41/43

„Mehr Kosteneffizienz im Kanal“
von K.-U. Rudolph
aus der Zeitschrift Entsorga-Magazin, Ausgabe 11 / 1999, S. 34/41

„Finanzierung ist nicht erstes Kriterium bei der Privatisierung“
von J. Walter
aus der Zeitschrift Wasser-Abwasser Praxis, Ausgabe 1 / 2000, S. 2

„Abwasserbetrieb in Essen privatisiert“
von H.-W. Froitzheim
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 1 / 2000, S. 32/34

„Privatisierung – Ausschreibung und Vergabe, Erlöse und Erträge.“
vom ATV-Ausschuss
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser (ATV-Arbeitsbericht), Ausgabe 4 / 2000, S. 576/579

„Eine „Optimierungskampagne“ für die kommunale Wasserwirtschaft als Alternative zur Privatisierung und „Liberalisierung“ des „Wassermarktes“
von N. Geiler, u. a.
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 11 / 2000, Ausgabe 11 / 2000, S. 1678/1682

„Umweltaspekte der Privatisierung“
von N. Andritschke
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 1 / 2001, S. 42

„Kostenmanagement bei der Abwasserentsorgung“
von Hermann
aus der Zeitschrift wwt, Ausgabe 3 / 2001, S. 8

„Privatisierung der Abwasserbeseitigung“

von P. Nisipeanu, u. a.
Parey Buchverlag im Blackwell Wirtschafts-Verlag GmbH, 1997, 1. Auflage

„Wasserwirtschaft – nachhaltige Daseinsvorsorge und Verbraucherschutz“

von M. Dzienian-Barta
aus der Zeitschrift Korrespondenz Abwasser, Ausgabe 1 / 2002, S. 16/19

„Privatisierung gleich Einsparung. So die einfache Rechnung!“
23.02.2003
von Ines Klein
aus der Zeitschrift Thüringer Allgemeine

„Deutlich weniger Einmischung von staatlicher Seite. Dafür mehr privates Engagement.“

„Im Visier der Unternehmer sind Dienstleistungsanbieter, die unter dem Deckmantel ihrer kommunalen Betreiber wirtschaften. Stark subventioniert und oft genug unrentabel, so die landläufige Meinung.“




Sind Public-Private-Partnership-Projekte (PPP) auch Wölfe im Schafspelz?

Internetrecherche „Public-Private-Partnership-Projekte (PPP)“
(03.03.2003)
Auszüge und Zitate

Sind Public-Private-Partnership-Projekte (PPP) auch Wölfe im Schafspelz?

Die Kommunen werden in Deutschland wirklich arg gestresst. Alle Reserven der Marktgestaltung werden erschlossen und die entsprechenden Unternehmen versuchen mit allen Mitteln auf den Markt und an das kommunale Eigentum zu gelangen. Erst war Cross-Border-Leasing ein neues Fremdwort und nun sind es Public-Private-Partnership-Projekte, die unsere „unwissenden“ Kommunen den Weg zur Erleuchtung zeigen sollen.
Auch hier gilt: Dinge, die der Bürger nicht versteht, sollte man auch nicht fördern und Lessing würde zu der Lerche sagen: „Schwingst Du Dich nur deshalb so hoch, weil Du Angst hast verstanden zu werden?“

Erstens: Public-Private-Partnership-Projekte (PPP) haben wir in Deutschland schon lange. Public-Private-Partnership-Projekte sind eine uralte Sache neu aufpoliert.
Zweitens: Jede Privatisierung oder jede Beratung ist letztlich auch ein Public-Private-Partnership-Projekt. Ein Planungsbüro, das Dienstleistungen für eine Kommune erbringt,  stellt seine privaten Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Dienst einer Kommune und praktiziert Public-Private-Partnership.

Eurawasser als bedeutendes Privatisierungsunternehmen versteht z.B. unter Public-Private-Partnership:

„Public-Private-Partnership liegt im Trend. Immer mehr Kommunen übertragen privaten Dienstleistern die Verantwortung für die Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung.“

Quelle: Eurawasser

Das Cross-Border-Leasing (CBL) ist auch ein Public-Private-Partnership-Projekt, denn es geht beim CBL hier um die Überwindung der Finanzknappheit der öffentlichen Hand durch Einbindung privater Investoren. Public-Private-Partnership-Projekte sind auch ganz simple Trojanische Pferde (http://www.methode.de/st/st/stst2.htm) prall gefüllt mit Beratern, die es mittelbar oder unmittelbar auf das kommunale – angeblich so erbärmlich wertlose – Eigentum abgesehen haben. Sie wiehern im Chor mit Machern „überredeter“ Obrigkeit laut vor der Stadtmauern und lauern nur darauf, dass die Bürger die gar so schönen Holzrösser in die Stadt hineinziehen. Unklar wie der Sachverständigenrat etwas in seinem Gutachten empfehlen kann. Folgen die noch nicht privatisierungsgeschädigten Kommunen nämlich diesem Ratschlag, dann werden sie vom Regen unter die Traufe gestellt. Für die anderen ist es sowieso zu spät. Bei allem Verständnis für die schwierige und besondere Situation in Deutschland – ein Land mit dem man sich identifizieren möchte – weil man hier lebt – kommt bei mir zunehmend der Verdacht auf, dass einflussreiche Teile des Staates sich geradezu extrem destruktiv gegen eigene Bürger, gegen die Kommunen und sogar gegen die Unternehmen verhält. Hier sind die Unternehmen gefährdet, die Wasser für die Produktion benötigen und/oder die Abwasser produzieren. An den Schutz dieser Wirtschaft vor den modernen Experimenten mancher Politiker scheint komischerweise kein Mensch zu denken. Ein wenig mehr Schutz der Bürger und des kommunalen Eigentums wäre auch von staatlicher Seite erfrischend und aufmunternd. Wer nicht weiß, wie es geht: Bayern scheint es – was die Privatisierung der Wasserversorgung betrifft – uns vorzumachen. Anderes kann und will ich nicht beurteilen. Das aber der Staat die Stadtmauern der Kommune gegen den Feind freiwillig öffnen muss, das will mir nicht einleuchten. Teile des Staates scheinen sich hier wieder einmal vom Volk zu verselbständigen. Das soll keine pauschale Verurteilung sein, denn es ist eine Tatsache, dass viele Staatsangestellten, Beamte und behördliche Mitarbeiter mit dieser Entwicklung nicht einverstanden sind. Sie halten, soweit sie ihren Arbeitsplatz nicht gefährden – auch dagegen.

Im Folgenden Auszüge aus der Presse und dem Internet.

Uwe Halbach
28.2.2003

Allgemein

Public Private Partnership (PPP) im Zusammenhang mit der zivilen Konversion militärischer Liegenschaften von Dr. Borries, ARGE KomKon.

Trotz z. T. erheblicher finanzieller Hilfen („Konvermittel“) des Bundes bzw. der Länder in Millionenhöhe waren viele Konversionsmaßnahmen jedoch zum Scheitern verurteilt, weil es oft gar nicht zum erwünschten „PPP-Effekt“ kam.

Begriffsdefinition Public-Private-Partnership (PPP)

Der englische Begriff trifft im Deutschen nicht ganz den Kernpunkt, der mit der Bezeichnung „Public-Private-Partnership“ (Abkürzung: PPP) vor allem gemeint ist, nämlich die Zusammenarbeit zwischen staatlicher Verwaltung und Privatunternehmen zur einvernehmlichen Problemlösung, z. B. bei der zivilen Konversion ehemaliger militärischer Liegenschaften. Während das englische Wort „public“ tatsächlich auch die staatliche Verwaltung meint, wozu aber noch mehr „administration“ passen würde, wird man im Deutschen eher an Öffentlichkeitsarbeit und nicht an staatliche Dienststellen erinnert, wenn von „Publizistik“ oder „publikmachen“ die Rede ist. Andererseits wird man den Begriff „Administration-Private-Partnership“ kaum mehr populär machen können, weil „PPP“ mittlerweile ein gängiges Kürzel ist. Nebenbei werden aber viele unterschiedliche Vorstellungen, Konzepte und Ziele mit „PPP“ verbunden:

  1. Deregulierung: also ein Beitrag zur Entstaatlichung
  2. Verlagerung von öffentlichen Aufgaben in den privaten *Bereich hinein, nach dem Prinzip „mehr Markt, weniger Staat“
  3. Stärkung der Verantwortlichkeit des privaten Sektors für das Gemeinwohl
  4. Überwindung der Finanzknappheit der öffentlichen Hand durch Einbindung privater Investoren
  5. Vertragliche Zusammenarbeit staatlicher Stellen mit Privatunternehmen
  6. Kooperation von Wirtschaft und Staat ohne bürokratische Hemmschwellen

Quelle: www.kas.de

Der Sachverständigenrat rät:

Statt einer Liberalisierung beziehungsweise Privatisierung empfiehlt der Sachverständigenrat die Prüfung anderer Möglichkeiten der Effizienzsteigerung. Als Beispiele nennen die Gutachter die Einführung verpflichtender Benchmarkingprozesse, eine verstärkte Kooperation zwischen den öffentlichen Wasserversorgern sowie einen verstärkten Übergang zu privatrechtlichen Organisationsformen. Explizit nennen sie in diesem Zusammenhang Public-Private-Partnership-Modelle.

Quelle: Institut für Wasserwirtschaft Halbach

Public-Private-Partnership – eine fragwürdige Alternative zur Privatisierung!

Flops in Kanada – Wollen wir sie wirklich importieren?

„…Ein Preis des Jahres 1999 ging an das Projekt Highway 407. Diese Autobahn wurde 1999 für 3,1 Milliarden Dollar an einen privaten Träger verkauft, die Mautgebühren sollten um nicht mehr als zwei Prozent jährlich steigen. Doch inzwischen sind sie um etwa 50 Prozent gestiegen. Billig-Tarife außerhalb des Berufsverkehrs wurden gestrichen. Autofahrer wurden für Fahrten zur Kasse gebeten, die sie nie gemacht hatten; ihre Führerscheine wurden daraufhin nicht erneuert. Die Provinzbehörde wird weiter zum Geldeintreiben eingespannt; aber von den dafür eingezogenen Gebühren von 30 Dollar erhält sie nur einen Dollar. Beschwerden wurden nicht beantwortet; das Parlament von Ontario darf die Verträge nicht einsehen. Es hält sich das Gerücht, dass ein inhaltlich besseres und auch finanziell günstigeres Angebot aus parteipolitischen Gründen abgelehnt worden ist….“

Quelle: http://www.regio-dossier.de/Inhalt/PPP/ppp.html

Startschuss für das PPP-Kompetenzzentrum des Bundes

Eine Bietergemeinschaft unter Führung von PriceWaterhouseCoopers hat den Auftrag erhalten, ein Kompetenzzentrum des Bundes für Public-Private-Partnership-Projekte (PPP) zu konzipieren. Die Consultants sollen Vorschläge erarbeiten, wie Hemmnisse um Vergabe-, Steuer- und Haushaltsrecht beseitigt werden können, ein Verfahren für einen Wirtschaftlichkeitsvergleich alternativer Realisierungsformen erarbeiten und Leitfäden für die kommunale Praxis auf den Weg bringen. Davon verspricht sich der Vorsitzende des Arbeitskreises „Private Finanzierung“ im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Herbert Bodner, „Rückenwind für privatwirtschaftliche Lösungen im Bereich des öffentlichen Hochbaus“. Zu der siegreichen Bietergemeinschaft gehören neben PWC die Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer und die VBD Beratungsgesellschaft für Behörden mbH. Mitgewirkt haben zudem die Bauhaus-Universität Weimar und der FM-Spezialist Creative Concept GbR.

Quelle: Immobilien Zeitung

Public-Private-Partnership

Die Privatisierungsdebatte hat für Kommunen vor allem wegen der Finanzknappheit besonderes Gewicht bekommen. Die Diskussion ist dadurch deutlich angeregt worden; sie darf jedoch bei einer solchen Themenbegrenzung nicht stehenbleiben. Wichtig ist vielmehr eine vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit der umfassenden Thematik der Privatisierung, insbesondere mit einer Effizienzsteigerung bei kommunalen Dienstleistungen, Ver- und Entsorgung, Stadtplanung, Stadtverkehr, Immobilien- und Liegenschaftsmanagement, Sozialwesen, Kultur etc. In vielen Fällen kann Effizientsteigerung durch „Public-Private-Partnership“ erreicht werden. Erfahrungen mit Projekten dieser Art machen deutlich, dass dabei aus Sicht der Kommunen besonders zu klären ist, welche Aufgaben unter allen Umständen von Städten, Gemeinden oder Landkreisen wahrgenommen werden müssen. Dies bedeutet, dass vor einer Aufgabenprivatisierung die Aufgabenkritik stehen muss.

Quelle: www.kas.de

Kommentar U. Halbach:

Es kommt darauf an, dass Public-Private-Partnership kontrollierbar ist und dass kein Monopol gegen die Bürger und Unternehmen einer Kommune aufgebaut werden kann.




Das schlaue Huhn

Das schlaue Huhn

Das Huhn parliert mit dem Schwein:

„Wir sollten eigentlich privatisieren. Du lieferst den Schinken, ich das Ei. Schinken mit Ei ist der Renner in jedem Restaurant.“

„Da gehe ich doch drauf!“ gibt das Schwein zu bedenken.

Das Huhn zeigt sich unbeeindruckt: „Bei einer Privatisierung geht immer einer drauf!“

Autor unbekannt

(Es liegt eben in der menschlichen Natur, vernünftig zu denken und unlogisch zu handeln. Anatole France)

Link zu : www.schlamm.de




Verstöße gegen das technische Regelwerk begründen allein selten einen Mangel!

Grundsätzlich hat ein Werk den allgemein anerkannten Regeln der Technik oder dem Stand der Technik zu entsprechen.

Aus Abweichungen davon muss aber nicht unbedingt ein Mangel entstehen, wenn z. B. die Gebrauchseigenschaften des Werkes über o. g. Normen hinausgehen.

Außerdem ist zu beachten, dass die allgemein anerkannten Regeln der Technik oder der Stand der Technik in seiner schriftlichen Fixierung bereits am Erscheinungstag – streng genommen – schon wieder veraltet sind.

Die tatsächliche Entwicklung ist dynamisch – das geschriebene Regelwerk dagegen starr.

Es kommt insbesondere darauf an, bei den Entscheidungen neben der Beachtung des Regelwerkes auch den gesunden Menschenverstand einzusetzen.

Häufig ist es so, dass für konkrete Fälle die Regel nicht immer zutrifft – auch das ist zu prüfen und zu berücksichtigen.

Es gibt weiter Fälle, bei denen es ein Mangel ist, wenn das niedergeschriebene Regelwerk angewandt wird, nämlich, wenn z. B. die Regel veraltet ist.

Für den Fall, dass eine Regel

  • aktuell,
  • zutreffend und
  • grundsätzlich anzuwenden war,

aber nicht umgesetzt wurde, muss dies nicht unbedingt eine „Katastrophe“ sein, sofern die zugesicherten Gebrauchswerteigenschaften bestehen.

Nach

Bayerlein
Praxishandbuch Sachverständigenrecht

2. Auflage
C.H. Beck`sche Verlagsbuchhandlung
München 1996

sind folgende Aspekte interessant:

  • „Die allgemein anerkannten Regeln der Technik sind bei der Beurteilung der Mangelhaftigkeit technischer Leistungen von zentraler Bedeutung.
  • Zum einen sieht z. B. § 13 Nr. 1 Verdingungsordnung für Bauleistungen Teil B (VOB/B) vor, daß die Leistung zusätzlich zu den allgemeinen Anforderungen nach § 633 Abs. 1 BGB auch den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen muß, zum anderen führt die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik zu einer Erleichterung des Beweises, daß die Leistung mangelfrei ist.
  • Gleichwohl kann ein technisches Werk mangelfrei sein, wenn die allgemein anerkannten Regeln der Technik nicht beachtet worden sind und es kann – nach allerdings bestrittener Rechtsprechung – mangelhaft sein trotz Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik (OLG Stuttgart BauR 1977, 129).
  • In der Praxis werden diese Fallvarianten allerdings relativ selten sein, aber die Nichtbeachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik allein führt nicht schon zur Mangelhaftigkeit des Werkes, sondern das entscheidende Kriterium ist die Gebrauchstauglichkeit und das Vorhandensein der zugesicherten Eigenschaften.“

(Bayerlein, Seite 194 f.f.)

Insofern ist festzustellen, dass ein Regelverstoß allein, einen Mangel nicht begründen dürfte.

Wichtig ist, dass der zugesicherte Gebrauchswert gewährleistet werden kann.

(Übrigens, das o. g. Fachbuch ist für den Sachverständigen ein sehr wertvolles und empfehlenswertes Praxishandbuch.)




Anforderungen an Variantenuntersuchungen im Rahmen der Vorbereitung wasserwirtschaftlicher Investitionen

Grundsätzliche Hinweise vom Institut für Wasserwirtschaft Halbach

Zusammenfassung:

Es kommt bei dynamischen Kostenvergleichsrechnungen darauf an, dass zu allererst geprüft wird, ob es überhaupt zulässig ist, die Kosten ohne weiteres zu vergleichen.

Die Planungen sollten (müssen) auch dahingehend geprüft werden, ob im Rahmen der Kostenvergleichsrechnungen Nachweise über den gleichen Nutzen der Varianten enthalten sind. Diese Nachweise sollten im Rahmen einer Nutzwertanalyse geführt werden.

Die Kostenermittlung für Kostenvergleichsrechnungen muss die Anforderungen der KVR-Leitlinien erfüllen.

Inhalt:

  • Problemstellung
  • Fehlender Nachweis der Nutzengleichheit
  • Fragwürdige Kostenermittlung
  • Nutzwertanalyse

Problemstellung

Im Rahmen der gutachterlichen Tätigkeit des Institutes wird häufig festgestellt, dass die Variantenuntersuchungen der planenden Büros selten den Anforderungen entsprechen, die an Kostenvergleiche zu stellen sind.

Damit weisen diese Planungen Mängel auf.

Die wesentlichen Mängel lassen sich in folgende 2 Kategorien gliedern:

1. fehlende Nachweise der Nutzensgleichheit
2. fragwürdige Kostenermittlung

Fehlender Nachweis der Nutzensgleichheit

Oftmals werden die Kosten von Varianten verglichen, die bei näherer Betrachtung einen unterschiedlichen Nutzen haben.

Eine Nutzensanalyse und eine Nutzensbewertung – die wissenschaftliche Anforderung entspricht den Regeln der Investitionsbewertung – erfolgt in der Regel nicht.

In gleicher Weise wird nur selten eine Risikobewertung, z. B. der getroffenen Annahmen vorgenommen.

Insgesamt wird zu oft der Eindruck vermittelt, als gäbe es keine Risiken bei der Investition.

Die Bewertung des Investitionsrisikos ist aber ein wesentliches Qualitätsmerkmal für die Nutzensbewertung.

Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Problematik:

Was nützt z. B. die vorteilhafteste nach ingenieurtechnischen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten optimierte Verbandsstruktur, wenn am Ende die Vorzugsvariante von den Verbandsräten aus politischen Befindlichkeiten nicht akzeptiert und umgesetzt wird?

Oder was nützt z. B. die eine wertvolle Kläranlagenplanung, wenn sie auf riskanten Grundlagen beruht?
Voraussetzung für den einfachen Kostenvergleich ist, dass die Varianten tatsächlich über den gleichen Nutzen verfügen.

Anderenfalls ist ein Kostenvergleich in der üblichen Weise nicht zulässig.

Der Nachweis des gleichen Nutzens ist auch deshalb so wichtig, weil es schon recht selten ist, dass 2 Varianten tatsächlich über den gleichen Nutzen verfügen. Zu dieser Erkenntnis wird man sicher bei sorgfältiger Nutzensanalyse gelangen.

Die überwiegende Zahl der bisherigen Kostenvergleichsrechnungen ist wahrscheinlich einerseits zwar rechnerisch meist richtig, aber andererseits methodisch oft falsch.

Warum?

Es wurde bei der Prüfung zahlreicher Planungen durch das Institut oft festgestellt, dass

  • in den vielen Planungen der Abwasserbeseitigung eine regelrechte Nutzensbewertung fehlt und dass
  • in vielen Planungen mehr oder weniger stillschweigend davon ausgegangen wird, dass die untersuchten Varianten einen gleichen Nutzen haben.

Damit drängt sich zwangsläufig o. g. Hypothese auf.

Sollte das stimmen, dann werden in der Konsequenz bei unterlassenen Nachweisen des gleichen Nutzens, nicht nur falsche und riskante Investitionsentscheidungen begünstigt, sondern die Beratung des Bauherren wird insgesamt fragwürdig sein.

Fragwürdige Kostenermittlung

Zu den Anforderungen an die Kostenermittlung gibt es klare Hinweise in den Leitlinien zur Durchführung dynamischer Kostenvergleichsrechnungen.

Hier ist ein Auszug aus den Seiten 3-4 und 3-5 der Leitlinien:

Um Fehlentscheidungen zu vermeiden, müssen die Vorplanungen soweit ausgedehnt werden, dass eine situationsgerechte Beurteilung erfolgen kann.

Da in früheren Planungsstadien die größten Kostenbeeinflussungen gegeben sind, genügt es für Alternativvergleiche auf der Basis von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen allgemein nicht, diese Betrachtungen unter Verwendung grober Kostenkennwerte durchzuführen. Vielmehr ist es zur Erzielung der notwendigen Genauigkeit angezeigt, von Anbeginn eine Elementeinteilung vorzunehmen, die sich im Laufe des Planungsprozesses hierarchisch verfeinert.

Treten Kostenunsicherheiten auf, die eine Ausgrenzung von Alternativen zweifelhaft erscheinen lassen, so ist die Informationsbasis zu verbessern, bis eine rationale Entscheidung für oder gegen eine Konzeption gefällt werden kann. aus zu frühen Systemfixierungen können die größten Kostenrisiken resultieren.

Bei der Ermittlung der laufenden Kosten wird im Rahmen vor Vor- und Entwurfsplanungen sehr häufig von Prozentsätzen der Investitionskosten ausgegangen. Diese in der Literatur genannten Durchschnittswerte können jedoch im zu betrachtenden Einzelfall lediglich recht grobe Näherung sein. Zudem ist mitunter auch nicht feststellbar, ob diese Anhaltswerte sämtliche zu den laufenden Kosten gehörigen Kostengruppen (Personal-, Sach-, Energiekosten) beinhalten. Aus diesen Vorbehalten ergibt sich insbesondere für Maßnahmen mit hohen laufenden Kosten ein erhebliches Unsicherheitsmoment. In solchen Fällen ist eine genauerer Kalkulation – getrennt für die maßgeblichen Kostenarten – geboten und ein Vergleich mit in Betrieb befindlichen gleichartigen Analysen anzustreben.

Nutzwertanalyse

Die Planungen sollten künftig auch dahingehend geprüft werden, ob im Rahmen der Kostenvergleichsrechnung Nachweise über den gleichen Nutzen der Varianten geführt wurden.

Dieser Nachweis sollte nach den Regeln der Nutzwertanalyse erfolgen.

Dabei sind im Erläuterungsbericht nicht nur einzelne Nutzen beschrieben, sondern es ist auch zu erörtern, warum man welche Bewertung vergab.

Der Aufwand für einen derartigen Nutzensnachweis muss dem planenden Büro sowieso bekannt sein, so dass keine zusätzlichen Recherchen notwendig sind.

Für die reine methodische Darlegung mit Diagrammen und Erläuterungsberichten für die Bewertung von z. B. 4 Varianten dürfte maximal ein Stundenaufwand von 6 h entstehen.

Eine derartige Nutzwertanalyse hat erhebliche unmittelbare Vorteile für das planende Büro und den Bauherrn.

Zweckmäßig ist, wenn das planende Büro einen Entwurf der Nutzwertanalyse dem Bauherrn unterbreitet und beide Parteien gemeinsam dann endgültig über die Vergabe der jeweiligen Nutzen der verschiedenen Varianten beraten und entscheiden.

Literatur:

Länderarbeitsgemeinschaft Wasser
„Leitlinien zur Durchführung dynamischer Kostenvergleichsrechnungen“ (KVR-Leitlinien)
überarbeitete Ausgabe von 1998
Kulturbuchverlag Berlin GmbH
Sprossenweg 3
12351 Berlin

Tel.: 030/661-8484
Fax: 030/661-7828
ISBN: 3-88-961-228-8




Blaualgenreport

1. Lektion – Einführung

Ziel des Reportes:
Nachweis, dass der Gewässerschutz teilweise uneffektiv, paradox, teils sogar gewässerschädlich ist.

Beweisaufgabe:
1. Nachweis der Verschwendung finanzieller Mittel für die unnötige Stickstoffeliminierung in EU-Kläranlagen.
2. Nachweis gewässerschädlicher Regelungen in der Abwasserverordnung und im Abwasserabgabengesetz

Methode:
Vergleich

Gegenstand:
Grundlagenwissen der Hydrobiologie und ausgewählte aktuelle Gewässerschutzvorschriften

Vorwegnahme:
Behörden und Ministerien sind diese noch aufzuzeigenden Widersprüche zumeist bekannt. Die Gesetzgebung und die Bürokratie verbietet bzw. verhindert aber folgenreich die Nutzung einiger wissenschaftlicher Erkenntnisse für den Gewässerschutz.

Folge:
Entwertung der Bildung und Schäden in Höhe von ungezählten Milliarden Euro.

  • Blaualgen gibt es schon seit etwa 3,5 Milliarden Jahren (Präkambrium).
  • Eigentlich sind es keine Algen, sondern Bakterien der Abteilung Cyanophyta.
  • Der Name Cyanophyta kommt von der blau-grünen Farbe.
  • Blaualgen sind 5-10 mal größer als Bakterien.
  • Sie pflanzen sich ungeschlechtlich fort.
  • Es gibt weltweit etwa 2.000 Arten, wobei die Experten über die genaue Spezifikation und Klassifizierung der Arten noch debattieren.
  • Blaualgen leben im Wasser.
  • Blaualgen ernähren sich autotroph. (Fähigkeit bestimmter Organismen, mit Hilfe von Licht oder aber anorganischer Substrate als Energiequelle körpereigene, organische Substanz aufzubauen.)

2. Lektion – Färbung, Bewegung, Fortpflanzung und Verbände

  • Das Protoplasma (innere Substanz aller lebenden Zellen, inkl. Zellkern; ein komplexes Kolloidgemisch, das vorwiegend aus Eiweißstoffen besteht) ist niemals rein grün.
  • Vorherrschende Farben sind blaugrün, spangrün, violett bis rötlich, purpur bis braunrot, braun und olivgrün.
  • Bei Nährstoffmangel (N, P, u. a.) treten gelbliche Farbtöne auf.
  • Bei Anwesenheit von Schwefelwasserstoff sind die Farben gelbgrün oder blassbläulich.
  • Es gibt zahlreiche Farbmischungen aus der Farbe des Protoplasmas, der Scheiden und der Hüllen.
  • Die meisten Blaualgen sind unbeweglich, ungeschlechtliche Fortpflanzung und Zweiteilung.
  • Blaualgen kommen als einzelne Zelle und in Zellverbänden vor:
    1. Kugelförmig als Beschlag
    2. netzförmig
    3. rasenförmig ohne Verzweigung
    4. rasenförmig mit Verzweigung
    5. als Strang
    6. als Haut
    7. Bündel
    8. Schwamm
    9. Verhau
    10. festsitzendes Polster
    11. planktisches (schwebend) Kugelpolster
    12. Einbettung
    13. Einbettung (Mischbestände)
    14. Kruste

Siehe zu den Verbänden Abbildung 1 aus

Urania Pflanzenreich
Niedere Pflanzen
Urania-Verlag
Leipzig-Jena-Berlin
2. Auflagen 1977

3 . Lektion – Vorkommen

  • Blaualgen sind auf der Erde weit verbreitet (fast überall)
  • Dort wo es photoautotrophe Algen gibt, sind auch Blaualgen zu finden. (photoautotroph: Fähigkeit zu ihrer Ernährung anorganische Substanzen in körpereigene Substanzen mit Hilfe von Licht umzuwandeln)
  • Ihre Stärke liegt im Massenwachstum bei Grenzbedingungen (z. B. Mangel von Nitratstickstoff).
  • Die meisten Blaualgen benötigen Licht zum Leben.
  • Das rote Meer erhielt z. B. seinen Namen durch die Wasserfärbung durch rote Trichome (haarähnliche Gebilde) von Blaualgen, die aus den Tiefen des Meeres emporsteigen. In den Dämmerzonen der Meere herrscht blaugrünes Licht vor. Durch den roten Algenfarbstoff wird blaugrünes Licht gefiltert und somit für die Blaualge erschlossen. (Dieser Filtereffekt wird z. B. bei der Mikrofotografie genutzt, wenn es darum geht blaugefärbte Bakterien kontrastreich schwarz-weiß abzubilden.)
  • Die meisten Blaualgenlager sind daher in den Tiefen der Meere rot oder violett gefärbt.
  • Die Assimilation der Blaualgen endet bei etwa 65 °C. In heißen Mineralquellen gibt es noch Arten, die bis 75 °C lebensfähig sind.
  • In einer meiner Lieblingsstädte – Karlovy Vary – sind sie ebenfalls am Auslauf des Vrídlo-Sprudel zu beobachten. Es handelt sich also nicht um buntes Abwasser, um dem Aufschrei der Ökologisten vorzubeugen. Thermophile (> 35 °C) Algen wachsen bei Temperaturen unter 30 ° C nicht, kryphiel Blaualgen leben dagegen bei Temperaturen bis -88 °C.
  • Blaualgenarten, die in Hochgebirgen gemäßigter und tropischer Breiten sowie in abgegrenzten Beständen in Wüstenböden leben, können alle Lebensvorgänge unterbrechen ohne zu sterben, wenn Temperaturen und Wasserversorgung entsprechend schwanken. Blaualgen, die in einem Herbarium getrocknet waren, erwiesen sich nach 87 Jahren noch als lebensfähig.
  • Blaualgen sind die Erstbesiedler kürzlich entstandener Landflächen, Wüsten, Steppen, insbesondere von nährstoffarmen Böden.
    Warum? Weil einige Arten von ihnen fähig sind, atmosphärischen Stickstoff zu binden. Das heißt, sie „bauen“ sich gewässerschädliches Eiweiß aus der Luft selbst. Damit wird die Stickstoffentfernung in deutschen Kläranlagen nonsens.
  • Vor allem fädige Blaualgen – mit Herterocysten – (siehe 4. Lektion) sind in der Lage molekularen Stickstoff zu binden. Man vermutet, dass in den Schleimen der Blaualgen obligonitrophile (stickstoffliebende) Bakterien leben, die an dem Prozess beteiligt sind. Ähnlich wohl wie die Symbiose zwischen Knöllchenbakterien und Leguminosen funktioniert. Übrigens: Wussten Sie, dass die Knöllchenbakterien zu den Blaualgen zählen?
  • In Japan wird die Blaualge Tolypothrix tenius kultiviert und zur Düngung der Reisfelder verwendet. Es gibt Ertragssteigerungen bis zu 120%.
    In Indien werden mit Blaulagen unfruchtbare Salzböden rekultiviert.
  • Die Blaualge Anabaena ist symbiontisch mit dem Wasserfarn Azolla, welcher auf indischen Reisfeldern mitkultiviert wird. Auf diese Art und Weise können ohne zusätzliche Düngung mehrere Ernten pro Jahr eingeholt werden.
  • 3 Jahre nach dem Ausbruch des Vulkans Krakatoa fanden sich auf den Asche- und Tuffoberflächen gallert-schleimige Lager von Blaualgen.
    Die Stickstoffbindung der Blaualgen ist die Ursache für deren Massenwachstum in unseren Seen zu Zeiten, in denen ein Mangel an verwertbaren Stickstoffverbindungen (Nitrat und Ammoniumstickstoff) herrscht.

Bayreuther Link zur Blaualge Anabaena
Siehe auch: Chemievorlesung der Uni-Kiel und Uni-Protokolle  der Uni Bayreuth

4 . Lektion – Heterocysten

  • Heterocysten sind spezialisierte Zellen in manchen Zellketten (=Filament) von Cyanobakterien.
  • In Heterocysten wird Luftstickstoff durch das Enzym Nitrogenase (Stickstofffixierung) in Ammonium umgewandelt.
  • Voraussetzung für die Bildung von Heterocysten ist Nitrat oder Ammoniummangel im Wasser.
  • Gelöster Sauerstoff ist für die Nitrogenase toxisch. Dieser wird aber bei Heterocysten in der Zellwandung teilweise gebunden.
  • Parallel zur Nitrogenase wird durch die Photosynthese das Kohlendioxid in Biomasse umgewandelt.
  • Cyanobakterien, die Heterocysten verwandeln die „unerschöpflichen“ Grundstoffe Wasser, Kohlendioxid und Luftstickstoff in Biomasse unter maximaler Ausnutzung von Lichtenergie.
  • Es handelt sich um die effektivste bekannte Art der Produktion von Biomasse.
  • Quelle und Weiteres unter Heterozyste oder unter Stickstoff-Fixierung
  • Stickstofffixierer sind u. a. die Blaualgen Anabaena (Anabaena ), Aphanizomenon.
error: Content is protected !!