Rückstau, Einstau, Überstau, Überflutung

12. Februar 2017|

Bei der Bewertung einer Wasserschadensursache ist u.a. zu differenzieren zwischen Rückstau, Einstau, Überstau und Überflutung.

Rückstau, Rückstauebene und Rückstausicherung

08. Februar 2017|

Der Rückstau im Kanalnetz als sekundäre Ursache von Grundstücksschäden Uwe Halbach ö.b.u.v. Sachverständiger für Abwasserbeseitigung Rückstaugutachten Inhalt: Welche Vorgänge laufen beim Rückstau ab? Wann ist ein Rückstau nicht möglich? Wer ist für die Rückstausicherung verantwortlich? Wirkung von Rückstausicherungen Wirkung von Rückstausicherungen an falscher Stelle Gebäudeschaden bei undichter Grundleitung und Kellerlenzung bei hohem Grundwasserstand Rückstauschleifen Bezug [...]

Überflutung – Ermittlung der Ursachen und Lösungswege

27. Januar 2017|

Die Ursachen einer Überflutung können vielfältig sein: Starke Niederschläge? Abflüsse, theoretische und tatsächliche! Ungünstige Geländegestaltungen? Waren Rückstausicherungen erforderlich? Zu geringe Kanaldimensionierung? Tatsächliche Leistung der Kanalisation? Überflutung durch Kanalisationen? Wege des Wassers? Flutwege gepflegt und vorhanden? Waren Flutwege erforderlich? Flutung durch Grundwasser? bei Starkregen oberflächlich ablaufendes Wasser? durch Gewässer? Wer die Ursachen erforschte, der kennt auch Lösungen! Unsere nachvollziehbaren und gut begründeten Gutachten zur Überflutung wurden schon in vielen Rechtsprechungen berücksichtigt. Ein Beispiel unserer Mitwirkung: Urteil zur Überflutung eines Grundstückes Siehe auch den Beitrag zur Bewertung einer Schadensursache als Rückstau, Einstau, Überstau und/oder Überflutung. Weitere Informationen: Überflutung, Rückstau Hatten Sie eine Überflutung? Dann denken Sie an die sofortige Beweissicherung bei Schäden infolge von Unwetter, Überflutung oder Rückstau! Überflutung – Die Göltzsch tritt über ihre Ufer: Unscheinbar, aber das ist ein wichtiger Flutweg: Flutgraben Schackstedt – weiterer Verlauf Siehe auch: Überschwemmungsweg – Haftung Literaturrecherche Überflutung, Rückstau Flutwege Referenzen: […]

Unzureichende Bemessung

01. März 2013|

Mindestens fünfjähriger Berechnungsregen „Der BGH führt zunächst aus, die Kanalisation sei unzureichend bemessen. Aufgrund seiner Rechtsprechung habe die Anlage nach den topographischen Gegebenheiten, vor allem der Hanglage des Geländes, der Bebauung sowie dem Ausmaß der dadurch bewirkten Bodenversiegelung, auf einen mindestens fünfjährigen Berechnungsregen ausgelegt werden müssen. Denn der BGH habe bereits in einem Urteil aus dem Jahre 1983 die Auslegung einer Leitung nur auf einen einjährigen Berechnungsregen ohne Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse als unzureichend angesehen. Außerdem habe die Abwassertechnische Vereinigung im Arbeitsblatt A 118 vom Juli 1970 einen Sanierungsbedarf für diejenigen Abwasseranlagen vorgesehen, bei denen in allgemeinen Baugebieten ein Rückstau öfter als einmal in zwei Jahren auftrat. Eine Haftung der Gemeinden für unzureichend bemessene Kanäle tritt nicht ein, wenn die Überschwemmungsschäden auch bei nach der Rechtsprechung des BGH ausreichender Auslegung eingetreten wären. Nach der Entscheidung des BGH haben die Gemeinden in diesen Fällen bei gerichtlichen Auseinandersetzungen den Beweis dafür zu erbringen. Dies war hier schwierig, da es sich um ein längeres Regenereignis handelte. Die Gemeinde konnte den Nachweis nicht erbringen, daß während der Zeit der größten Regenintensität auch das Fassungsvermögen einer auf einen fünfjährigen Berechnungsregen ausgelegten Anlage überschritten worden wäre.“ Quelle: Dr. Paul-Martin Schulz; BGH ZfW 1998, 496 Das neue Wasserrecht für die betriebliche Praxis WEKA-Verlag […]

Berechnungsregen

01. März 2013|

Einjähriger Berechnungsregen nicht allein entscheidend "Der BGH hat ausgeführt, eine Haftung der Gemeinde nach § 2 Abs. 1 Satz 1 HPflG besteht nur dann, wenn bereits in die Kanalisation eingeleitetes Abwasser von dort wieder austrete, etwa aus Gullys. Gelangt das Regenwasser bei Hochwasser erst nicht in die Kanalisation, sondern fließt ungefaßt in Keller, greift diese [...]

Überschwemmungshäufigkeit und Bemessungsregen

01. März 2013|

Überschwemmungshäufigkeit ist relevanter als Häufigkeit des Bemessungsregen "Der BGH ist dem entgegengetreten. Der Schutz der Anlieger sei so nicht gewährleistet. Es sei nicht zumutbar, im Extremfall einmal jährlich einer Überschwemmung ausgesetzt zu werden. Dies entspreche nicht den anerkannten Regeln der Abwasserwirtschaft und Abwassertechnik. Der Berechnungsregen kann dann nicht alleiniger Maßstab für die Dimensionierung der Anlage [...]

Überflutungen von Grundstücken

23. Juli 2012|

Einige meiner kurz gehaltenen Meinungen… (…die zu ändern, zu präzisieren oder zu ergänzen ich bei hinreichender Begründung durchaus bereit bin.) Entscheidend zur Bewertung ist der Weg und die Herkunft des Wassers. Der folgende Beitrag betrifft nicht Überflutungen, die durch Hochwasser verursacht werden. 1. Kellerüberflutungen durch Grund- und/oder Schichtenwasser In der Regel ist der Grundstückseigentümer für Schutz bzw. Vorsorge und Folgen verantwortlich. Hausabdichtung Drainage, siehe folgende Abbildung Kriterien für die Anordnung einer Drainage – Kriterien für die Anordnung einer Drainage – Quelle: Gebäude- und Grundstücksentwässerung, Kommentar zur DIN 1986 und DIN EN 1610, Beuth Verlag 2. Auflage 1998, S. 24 2. Kellerüberflutungen aus Entwässerungseinrichtungen Verhinderung durch Rückstausicherungen. Rückstausicherungen gibt es für Abwasser und für Niederschlagswasser. Rückstausicherungen für Niederschlagswasser dürfen nicht für Abwasser eingesetzt werden. Rückstausicherungen müssen nachweisbar gewartet werden. Verantwortlich ist der Grundstückseigentümer. 3. Überflutungen über Kellerfenster oder Türen – Wasser von eigenen Grundstück Wasser kommt aus Entwässerungseinrichtungen auf dem betroffenen Grundstück, dann mangelhafter Rückstauschutz und verantwortlich ist der Grundstückseigentümer. Wasser stammt vom Niederschlag, der auf die Grundstücksfläche fällt, dann ist der Grundstückseigentümer für die Folgen verantwortlich, denn er hat seine Geländeoberfläche erfahrungsgemäß so zu gestalten, dass von dieser abfließendes Wasser schadlos um das Haus herum fließen kann. Die nachstehende Abbildung veranschaulicht ein Beispiel. Eine Ausnahme: Der Planer einer inneren Erschließung eines Wohngebietes könnte verantwortlich sein, wenn keine Flutwege innerhalb des Wohngebietes vorgesehen wurden. (Bei dem Begriff einer Flutung muss man sich nicht eine gigantische Flutwelle vorstellen. Ein kleines Rinnsal mit z. B. 2 Litern Wasser je Sekunde kann – wenn es in einen Keller gelangt – diesen auch mit 14.000 Litern Wasser folgenreich fluten.) Notwendige Geländegestaltung; Quelle: Federal Housing Administration: Land Planning. Bulletin Nr. 3. Abschnitt Block and Lot Grading, Washington D.C. (1954/8) aus: ATV-Handbuch, Planung der Kanalisation, Ernst & Sohn Verlag, 4. Auflage 1994   4. Überflutungen des Grundstückes und/oder des Gebäudes – Wasser kommt überwiegend von fremden Grundstücken In der Regel ist die Partei verantwortlich, von der das Wasser kommt. (Ausnahmen, ggf. Konsultation: Fachanwalt für Verwaltungsrecht) Mitunter hat aber der Oberlieger oder einzelne Bürger keine Möglichkeit sich vor Überflutungen zu schützen, wenn dies eine gemeinschaftliche Lösung erfordert. Der notwendige Bau z. B. eines Flutgrabens quer durch eine Siedlung übersteigt die Möglichkeiten der betroffenen Bürger. Dann ist m. E. der Niederschlagswasserbeseitigungspflichtige verantwortlich. Flutwege ausweisen, Bürger von der besonderen Gefahr informieren, Flutrinne errichten und betreiben. Die Notwendigkeit für das Ausweisen und den Ausbau von Flutwegen ist spätestens dann gegeben, wenn es in der Vergangenheit zu Überflutungen kam. Die Konzeption von Flutwegen gehört seit wenigstens 80 Jahren zu den Grundlagen einer guten wasserwirtschaftlichen Ausbildung. Siehe Geißler: Erst entwässern, dann besiedeln! Gepflegter historischer Flutgraben von Schackstedt (Sachsen-Anhalt) , Leistung ca. 18.000 m³/h Siehe auch: Flutwege zur schadlosen Ableitung von Sturzfluten Überflutung, Rückstau Genauere Bewertungen von Überflutungen bedürfen einer Einzelfalluntersuchung. Ursachen stellt der Gerichtsgutachter fest und über die Schuldfrage entscheiden die Gerichte, also: Klären der technischen Ursachen: Gutachter erste Bewertung der Schuld: Fachanwälte für Verwaltungsrecht Entscheidung über Schuld: Richter Uwe Halbach ö.b.u.v. Sachverständiger für Abwasserbeseitigung der IHK Chemnitz Siehe auch: Überschwemmungsweg – Haftung Literaturrecherche Überflutung, Rückstau Flutwege Referenzen: […]

Künftige Bemessung von Kanalisationen

02. Mai 2011|

„Die derzeit prognostizierten Veränderungen der Niederschlagscharakteristik und demographische Entwicklungen werden einen signifikanten Einfluss auf stadthydrologische Planungen haben. Der Einfluss hängt dabei maßgeblich von den betrachteten Zielgrößen (Einleitungsabfluss, überstaute Schächte etc.), der aktuellen hydraulischen Auslastung des Netzes und der Topographie ab. Das Festhalten an starren Bemessungs- und Auslegungsgrößen wird daher weder unter ökonomischen noch ökologischen Aspekten zielführend sein. Nach Einschätzung der Autoren werden vielmehr folgende Aufgaben in den Mittelpunkt rücken: Zur Berücksichtigung der Auswirkungen von Klima- und demographischen Änderungen sind Belastungsszenarien mit einer entsprechenden Bandbreite zu entwickeln und der Planung zugrunde zu legen. Untersuchungen zur Auswirkung der Klimaänderungen sollten niemals pauschal und isoliert, sondern nur im Rahmen von Sensitivitäts- und Risikoanalysen erfolgen. Parallel dazu müssen gleichzeitig die vorhandenen Unsicherheiten der übrigen Eingangsparameter/Grundlagendaten stärker als bisher berücksichtigt werden. Belastbare Aussagen zu Niederschlags- und Fremdwasserabflüssen im Rahmen von Planungen sind nur mit geeigneten Niederschlag-Abfluss-Modellen möglich, die für den aktuellen Zustand mit Messdaten kalibriert wurden. Teilweise sind dazu auch die bisherigen Modelle zu modifizieren, um realistischere Ergebnisse zu erhalten. Insbesondere im Rahmen der Überflutungsvorsorge scheinen flexible und interdisziplinäre Planungskonzepte sinnvoll, die bei gestiegenen Anforderungen in Form von Stufenprogrammen umgesetzt werden können. Die messtechnische Überwachung des tatsächlichen Betriebsverhaltens der Kanalisation wird an Bedeutung gewinnen. Damit verknüpft ist auch eine projektbegleitende Erfolgskontrolle zur Bewertung durchgeführter Maßnahmen.“ Quelle: Klaus Hans Pecher und Holger Hoppe Künftige Bemessung von Kanalisationen Korrespondenz Abwasser – Abfall 2011 (58) Nr. 2, S.  121-127 Siehe auch: Überschwemmungsweg – Haftung Literaturrecherche Überflutung, Rückstau Flutwege Referenzen: […]

Kein Verbot des Mischwassersystems!

23. März 2010|

"Mit Wirkung zum 01.03.2010 ist das neue Wasserhaushaltsgesetz des Bundes in Kraft getreten. Gleichzeitig hat der Freistaat Bayern das neue Bayerische Wassergesetz angepasst und ebenfalls zum 1. März in Kraft treten lassen. In verschiedenen Veröffentlichungen wird bereits das Ende der Mischentwässerung als Konsequenz aus dem neuen Gesetz (§ 55 Abs. 2 WHG) herausgelesen, was bei [...]

Einführung in die Siedlungsentwässerung

25. Juni 2003|

Inhaltsverzeichnis Schmutzwasserherkunft und -mengen Häusliches Schmutzwasser Gewerbliches und industrielles Schmutzwasser Auswahl des Entwässerungssystems Anwendung des Mischsystems Anwendung des Trennsystems Modifizierte Systeme Ableitung des Abwassers Freispiegelentwässerung Sonderentwässerung Druckentwässerung Vakuumentwässerung Auswahl der Sonderentwässerung Sonderbauwerke Regenüberlaufbecken Regenrückhaltebecken Regenwasserableitung und -mengenermittlung Fremdwasser Schmutzwasserherkunft und -mengen Bei der Abwasserbeseitigung ist aus Sicht der Behandlung das Abwasser prinzipiell in drei Gruppen [...]

image_print
error: Content is protected !!