Überflutung

Überflutung – Ermittlung der Ursachen und Lösungswege

Die Ursachen einer Überflutung können vielfältig sein:

  • Starke Niederschläge?
  • Abflüsse, theoretische und tatsächliche!
  • Ungünstige Geländegestaltungen?
  • Waren Rückstausicherungen erforderlich?
  • Zu geringe Kanaldimensionierung?
  • Tatsächliche Leistung der Kanalisation?
  • Überflutung durch Kanalisationen?
  • Wege des Wassers?
  • Flutwege gepflegt und vorhanden?
  • Waren Flutwege erforderlich?
  • Flutung durch
    • Grundwasser?
    • bei Starkregen oberflächlich ablaufendes Wasser?
    • durch Gewässer?

Wer die Ursachen erforschte, der kennt auch Lösungen!

Unsere nachvollziehbaren und gut begründeten Gutachten zur Überflutung wurden schon in vielen Rechtsprechungen berücksichtigt.

Ein Beispiel unserer Mitwirkung: Urteil zur Überflutung eines Grundstückes

Siehe auch den Beitrag zur Bewertung einer Schadensursache als Rückstau, Einstau, Überstau und/oder Überflutung.

Weitere Informationen: Überflutung, Rückstau

Hatten Sie eine Überflutung? Dann denken Sie an die sofortige Beweissicherung bei Schäden infolge von Unwetter, Überflutung oder Rückstau!

Überflutung – Die Göltzsch tritt über ihre Ufer:

Überflutung Göltzsch 01 Juni 2013 _Nr05

Unscheinbar, aber das ist ein wichtiger Flutweg:

Fllutweg

Flutgraben Schackstedt – weiterer Verlauf

Siehe auch:

Rückstau

Ausgewählte Referenzen über Gutachten der Bewertung von Überflutungsschäden (Gutachten von U. Halbach, z.T. auch interdisziplinäre Zuarbeit und Mitwirkung)

 




Effizienz wasserwirtschaftlicher Maßnahmen in Ökosystemen

Wasserwirtschaftliche Maßnahmen müssen effizient sein.

Das ist naheliegend und auch der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu entnehmen. Im Anhang III (Wirtschaftliche Analyse) der Richtlinie wurde formuliert: „Die wirtschaftliche Analyse muss (unter Berücksichtigung der Kosten für die Erhebung der betreffenden Daten) genügend Informationen in ausreichender Detailliertheit enthalten, damit

a)
die einschlägigen Berechnungen durchgeführt werden können, die erforderlich sind, um dem Grundsatz der Deckung der Kosten der Wasserdienstleistungen gemäß Artikel 9 unter Berücksichtigung der langfristigen Voraussagen für das Angebot und die Nachfrage von Wasser in der Flussgebietseinheit Rechnung zu tragen; erforderlichenfalls wird auch Folgendem Rechnung getragen:

– den Schätzungen der Menge, der Preise und der Kosten im Zusammenhang mit den Wasserdienstleistungen,
– den Schätzungen der einschlägigen Investitionen einschließlich der entsprechenden Vorausplanungen;
b)
die in Bezug auf die Wassernutzung kosteneffizientesten Kombinationen der in das Maßnahmenprogramm nach Artikel 11 aufzunehmenden Maßnahmen auf der Grundlage von Schätzungen ihrer potentiellen Kosten beurteilt werden können.“

Erfahrungen und Referenzen

Für diese nachvollziehbaren Effizienznachweise besitzen wir langjährige Erfahrungen und nutzen auch interdisziplinäre Zu- bzw. Mitarbeit.

Die Methode

Methodisch wird dabei u. a. der zusätzliche Nutzen, seine Wahrscheinlichkeit definiert und dies in das Verhältnis zu den voraussichtlichen zusätzlichen Kosten gesetzt.

Ausgangspunkt ist eine ökologisch korrekte Prüfung oder Bewertung für einen konkreten Organismus und/oder für dessen Habitat.

Dabei konzentrieren wir uns auf Tiere im und am Wasser.

Der Schwerpunkt

Letztlich geht es darum zu untersuchen:

Sind die geplanten meist zusätzlichen Schutzmaßnahmen hinreichend nützlich für den konkreten Zielorganismus sowie verhältnismäßig und verstoßen sie nicht gegen das Sparsamkeitsprinzip?

Tiere im und am Wasser

 

 




Ein offensichtlich sehr sauberes Gewässer

Der Holzbach im Vogtland bei Weißensand – Gedanken beim Morgenspaziergang

Die Bewertung der Gewässer ist Arbeitsgebiet mannigfaltiger Experten. Dabei wird das Gewässer anhand von Regeln geprüft. Entspricht das Gewässer den Regeln, dann ist alles gut. Mitunter sind zur Gewässerbewertung auch keine Experten notwendig. Dann nämlich, wenn der Wanderer Mut und Freude dabei hat, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.  So kann er damit beginnen nachzudenken, warum es z. B. zahlreiche saubere Gewässer gibt und kein Mensch sich darüber freut.

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Mäander des Holzbaches kommen häufig vor.

Wie erkennen wir ohne Biologiestudium hinreichend genau einen sauberen Bach?

Nun, durch Anschaung. Sehen, riechen, nachdenken und kosten! Um saubere Gewässer zu erkennen, muss der Wanderer kein Wasserwirtschaftler sein. Es genügt in aller Regel, wenn er schaut und riecht.

Eine Regel ist abstrakt! Der Experte kennt das Konkrete im Einzelfall!

Dazu ein kleiner Ausflug zur Bedeutung einer Regel. Regeln beim „Gewässerschutz“ werden oft begründet, indem die Lebendigkeit, Dynamik und Vielfalt der Natur auf eine leicht zu merkende, bequeme und möglichst effizient umzusetzende Einfalt – auf eine Regel nämlich – reduziert wird.  Denn Einfalt aus wasserwirtschaftlichem Nichtwissen und völliger Ahnungslosigkeit verleihen der Regel scheinbare Bedeutsamkeit. Die Naturgesetze sind leider vielfältig und die Natur kennt keinen Konsens. Wer also offenen Auges durch die Landschaft geht, sieht die zahlreichen „Schiffbrüche“. Regeln oder Vorschriften  des Menschen straft die Natur duch Missachtung. Hier grenzt die Weltanschauung an den Glauben und Ideologie, wenn wir Mensch und Natur trennen.  Der Mensch ist Teil der Natur und er verändert sein Ökoystem genauso wie ein Bieber Bäume fällt und Dämme errichtet.

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Sehr klares Wasser des Holzbaches

 Der Holzbach – ein Einzelfall.

Versuchen wir konkret zu werden. Zunächst wäre zu prüfen, ob der Holzbach schön aussieht. Das tut er zweifellos. Das Einzigste was regulär stört, ist die nahe Wiese. Eine Wiese, selbst wenn seltene Blumen auf ihr wachsen, ist natürlich nicht natürlich. Ich finde Wiesen einerseits schön. Andererseits gibt es aber extreme Menschen, die hassen Menschen und damit auch seine Wiesen. Wie man also sieht, kommt es bei der Gewässerbewertung auch auf den Standpunkt an.

Das Wasser des Holzbaches ist klar. Auch der Porenzwischenraum der Bachsohle ist sauber, nicht veralgt und nicht verschlammt. Ein guter Lebensraum für Fischnährtiere, andererseits wollen die Bachflohkrebse auch die eine oder andere Alge fressen. Diese reichen nicht für alle!

Nicht zu vermitteln ist der Geruch des Wassers. Sein Wasser ist aber geruchlos, so wie es sein soll.

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Der Holzbach am 07.02. 2015

 Sauberes Wasser ist tödlich!

Sauberes Wasser hat einen oft verschwiegenen Nachteil: Es ist für Fische zumeist tödlich. Sie verhungern, wenn sie nicht ab und zu in etwas „verunreinigte“ Gewässerabschnitte schwimmen können oder dürfen.

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Ein vereister Abschnitt.

 Der Holzbach mündet in die Göltzsch.

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Das Mündungsdelta des Holzbaches in die Göltzsch.

Man erkennt auch hier keinerlei Schlammablagerungen.

Die Abschnitte des Holzbaches im dunklen Wald.

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Holzbach oberhalb der Holzbachbrücke – Februar 2015

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Holzbach oberhalb der Holzbachbrücke – Februar 2015

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Holzbach oberhalb der Holzbachbrücke – Februar 2015

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Auch hier klares Wasser

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Holzbach oberhalb der Holzbachbrücke – Februar 2015

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Holzbach oberhalb der Holzbachbrücke – Februar 2015

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Der Göltzschtalwanderweg von Mylau nach Weißensand an der Holzbachbrücke – Februar 2015

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Die Weißensander Autobahnbrücke (A72) bebüschelt und im Gegenlicht

Nun, da wir jetzt auch hier sind, möchte ich die Eindrücke von der Göltzsch zum Schluss nicht vorenthalten.

Die Göltzsch:

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Die Göltzsch bei Weißensand (Sachsen)

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Die Göltzsch nach Weißensand (Sachsen)

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Nistgelegenheiten für den Eisvogel am Prallhang

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Die Göltzsch bei Weißensand (Sachsen) – Ablagerungen nach dem letzten Hochwasser

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Die Göltzsch bei Weißensand (Sachsen)

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Der alte Bahndamm an der Göltzsch bei Weißensand (Sachsen) im Gegenlicht.

Bei nächster Gelegenheit wird von anderen Abschnitten des Holzbaches berichtet. Vielleicht wenn es wärmer ist.

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Ein alter Göltzschtalbaum am Ufer der Göltzsch, die deshalb Göltzsch heißt, weil es hier noch Göltzsch (Gold) gibt!

 




Ländlicher Raum – Abwasserbeseitigung

Natürlich belüfteter Abwasserteich der Gemeinde Hayn (Abwasserzweckverband Südharz) anlässlich einer Gewässerbegehung zur Bewertung kommunaler Abwasserlasten im Einzugsgebiet der Wippertalsperre im Harz

Effiziente Abwasserbeseitigung im ländlichen Raum

Unsere Erfahrungen beschränken sich nicht auf große Kläranlagen.

Zahlreiche Aufträge betrafen auch Lösungen zur Abwasserbeseitigung im ländlichen Raum, z. T. kleinste Siedlungen, aber auch größere Verbände, deren Einzugsgebiet überwiegend ländlich strukturiert ist.

Das besondere für kommunale Auftraggeber dürfte sein, dass wir ein unabhängiges Institut sind und damit keine Planungs- und Lieferinteressen haben.

Vorplanungen sind zwar auch Planungsphasen.

Wir sehen diese aber eher als sensible Aufgabenstellung für die Planung an, die in der Regel von unabhängiger Seite erarbeitet werden sollte, um die Besorgnis von Interessenkonflikten bei der Wahl von Vorzugsvarianten von vornherein auszuschließen.

Lassen Sie uns also aus Ihrem Problem eine gemeinsame Aufgabe machen, bei deren Lösung wir Sie gerne unterstützen möchten.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf: 03761-5266 oder 5267

Meist wird Frau Felkel, unsere Sekretärin Ihr Telefonat oder Ihre E-Mail an box@institut-halbach.de entgegen nehmen bzw. weiterleiten.

Wir sind ein kompetentes Team. Und das nicht erst seit heute, sondern schon seit Jahrzehnten, wie Referenzen und die Anzahl unserer kommunalwirtschaftlichen Auftraggeber es beweist.

Wir blicken auf zahlreiche Veröffentlichungen, Gutachten, Kalkulationen, Nutzensbewertungen und erarbeitete Konzeptionen zurück. Zahlreiche Planungs- und Beratungsbüros kalkulieren mit unseren Normativkosten und Kostenrichtwerten. Warum es also auch nicht einmal mit dem Urheber versuchen?

Neben unserer Unabhängigkeit ist der wichtigste Vorteil: Wir wissen, was wir tun! Und das beruht auf der Synthese betriebswirtschaftlicher und abwassertechnischer Erfahrungen.

Wir sind interdisziplinär!

Und schließlich seien noch als Vertrauensgrundlage einige unserer besonderen Vorteile genannt:

  1. Wir vergleichen nicht Birnen mit Äpfeln. In der Nutzenbewertung (z. B. unsere Nutzwert-Kosten-Matrix 2009 sind wir genauso kompetent und erfahren, wie bei der Kostenkalkulation und -bewertung.
  2. Wir sind eine unabhängige und zugleich interdisziplinäre Einrichtung und können deshalb viele Spezialaufgaben mit dem eigenen Team lösen.
  3. Wir nehmen keine Vermittlungsprovisionen an und wir verkaufen Ihnen auch keine Anlagen.
  4. Unsere Leistungsfähigkeit nutzen auch Kommunen und Abwasserzweckverbände aus vielen Bundesländern.
  5. Wir sind ein bekanntes Institut und seit unserer Gründung schon 22 Jahre ununterbrochen erfolgreich.

Teichkläranlage Nordgermersleben im Rahmen einer Effektivitätsprüfung (2007) (Auftraggeber: Abwasserzweckverband „Nördliche Börde“, 39345 Flechtingen, Gutachter: U. Halbach)

Wir freuen uns besonders über Ihr Interesse an unseren Leistungen.

Uwe Halbach

***

P.S.:

Siehe auch: Kostenvergleiche, Nutzensbewertungen und Entscheidungshilfen – für uns fast Routine!




„Zielkonzeptionslose“ Entwässerungsplanung

Problem:
Der Planer hatte ein Ortsnetz zu planen, für das noch kein Abwasserbeseitigungskonzept vorlag.

Schlagworte:

  • Wirtschaftlichkeit einer Planung
  • Sonderleistungen
  • Planungsrisiko
  • Zusammenfassung

Bei den Mängelerörterungen in den folgenden Gliederungspunkten wäre zu berücksichtigen, dass die Planung nicht auf ein abgestimmtes und verteidigtes Abwasserbeseitigungskonzept zurückgreifen konnte. Das ist ein gewisser Nachteil für die Klägerin, weil damit die Planungsausgabe erheblich verkompliziert und aufwändiger wird.

Die optimale und zweckmäßige Planungsmethode – falls im Einzelfall zeitlich realisierbar (!) – ist folgende Vorgehensweise:

  • Grundlagenermittlung
  • Bestätigen der Grundlagen
  • Grundsätzliche Variantenuntersuchungen, Abstimmung mit Behörde und Auftraggeber
  • Verteidigung und Auswahl der Vorzugsvariante, Abstimmung mit Behörde und Auftraggeber
  • Fertigstellen des Abwasserbeseitigungskonzeptes für die Stadt, Status fast Vorplanung
  • Vergabe der weiterführenden Planung für ein konkretes Stadtgebiet ab Planungsphase 3; Teilen der Vorplanung für Aktualisierung der Vorplanung; Erfüllen der restlichen Anforderungen der Leistungsphase 2
  • Aktualisierung des Abwasserbeseitigungskonzeptes nach neuen Erkenntnissen

Diese Lösung hat den Vorteil, dass die grundsätzliche planerische Lösung schon bekannt ist. Die konkrete Aufgabenstellung ergibt sich aus den Festlegungen des Abwasserbeseitigungskonzeptes für die anstehende Planungsaufgabe.

Der erforderliche Nachweis der Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Planungsaufgabe ist vom Grundsatz her schon erbracht. Der Planer hat nur noch für seine konkrete Lösung den Nachweis der Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit sowie die Abstimmung mit Behörde und Auftraggeber zu erbringen. Das könnten z. B. sein: Nachweis der Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit für die Auswahl des Rohrmaterials, genauere Optimierung der Tiefenlage, Betrachtungen des Einzelfalls, ob und wie ein bestimmtes Grundstück in die Entwässerung des Bebauungsgebietes vorteilhaft zu integrieren ist.

Die Bedeutung eines Abwasserbeseitigungskonzeptes ist allgemein bekannt. Konzeptionelle Arbeit – festgelegt im Wasserhaushaltsgesetz – zwingt auch die Behörde diese in Auflagen umzusetzen:

  • Abwasserbeseitigungskonzept der Stadt
  • Abwasserbeseitigungskonzept des Abwasserzweckverbandes
  • Abwasserbeseitigungskonzept des Landkreises
  • Abwasserbeseitigungskonzepte der Regierungspräsidien

Bei der Wertung ist zu berücksichtigen, dass die Notwendigkeit der konzeptionellen Arbeit – eine Grundvoraussetzung für die Erzielung abgestimmter und anspruchsvoller Planungsleistungen – unterschiedlich niveauvoll und unterschiedlich schnell umgesetzt wurde und wird.

Die konzeptionslose Vergabe von einzelnen Planungsleistungen birgt das Risiko, dass die Planung Aufgaben übernehmen muss, die eigentlich eher konzeptioneller Art sind, wobei gestritten werden kann, ob der Bauherr eine konzeptionelle Vorleistung hätte erbringen müssen. (Auffällig bei dem Rechtsstreit ist, dass sämtliche Streitpunkte, die die grundsätzliche Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit (Misch- oder Trennsystem, Sonderentwässerung, Art und Weise der Regenwasserrückhaltung, Tiefenlage der Kanäle, Kosten, Umverlegung eines Baches, Leistungsfähigkeit des Vorfluters) betreffen, Aufgaben sind, welche bei der Erarbeitung eines Abwasserbeseitigungskonzeptes zu lösen sind.)

Andererseits erfordert der Aspekt des fehlenden Abwasserbeseitigungskonzeptes ein besonders vorsichtiges und häufiges Abstimmen der Planung. Das Risiko, eine Planung vorzulegen, die der Bauherr nicht akzeptiert, wird in dem Maße reduziert, wie die Planung in hinreichend viele Etappen gegliedert wird, deren Ergebnisse vor dem Bauherrn zu verteidigen sind.

Wenn ein Bauherr noch keine Vorplanungen und kein Abwasserbeseitigungskonzept gesehen hat, dann besteht ein hohes Ablehnungsrisiko bei einer nicht umfänglich abgestimmten Entwurfsplanung.

Die Planungsaufgabe ist bei einer konzeptionslosen Auftragsvergabe ungleich schwieriger und riskanter, als wenn eine verteidigte Abwasserzielplanung der Stadt vorgelegen hätte.

Bei der konzeptionslosen Planungsvergabe – übrigens nach der Wende überwiegend praktiziert – besteht auch das Risiko, dass eine behördliche Genehmigung problematisch wird, weil konzeptionelle Aufgaben noch nicht gelöst wurden und die Behörde mit Recht Auflagen begründet, die in den Aufgabenbereich eines anspruchsvollen Abwasserbeseitigungskonzeptes gehören.

Erste grundsätzliche Variantenuntersuchungen zur prinzipiellen Abwasser- und Regenwasserableitung sind besser als Optimierungsaufgabe bei der Erarbeitung eines Abwasserbeseitigungskonzeptes einzugliedern; kann sich doch im Ergebnis z. B. herausstellen, dass das geplante Bebauungsgebiet wirtschaftlich nicht erschließbar ist, dass die Kosten noch nicht getragen werden können und somit Investition und Planung erst dann erfolgen können, wenn die Refinanzierung gesichert ist.

Andererseits sind aber die Variantenuntersuchungen zur Abwasser- und Regenwasserableitung für eine risikominimierte Entwurfsplanung unabdingbar. Besonders umfangreiche Variantenuntersuchungen sind Sonderleistungen, die ggf. der Planer vorzuschlagen hat.

Zusammenfassung

Die Beklagte verfügte über kein Abwasserbeseitigungskonzept. Die Erörterung des Mangels ist für die Wertung der Leistungen der Klägerin wichtig.

Das ist weiter bedeutungsvoll, weil insbesondere die grundsätzliche Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit von Abwasserinvestitionen in einer anspruchsvollen Abwasserbeseitigungskonzeption in den Grundzügen zwischen Kommune und Behörde abgeklärt sind, bevor es zur Entwurfsplanung kommt.

Nach Vorlage und Akzeptanz eines Abwasserbeseitigungskonzeptes dienen Zweckmäßigkeits- und Wirtschaftlichkeitsnachweise mehr einer weiteren Optimierung der Planung und nicht mehr der Beantwortung grundsätzlicher Fragen.

Es ist somit auch von geringerer Tragweite, wenn derartige Nachweise fehlen, unvollständig oder wenig anspruchsvoll sind.

Diese Bewertung der Konsequenzen ist eine juristische Frage, die die Aufgabe des Sachverständigen übersteigt.




"Zielkonzeptionslose" Entwässerungsplanung

Problem:
Der Planer hatte ein Ortsnetz zu planen, für das noch kein Abwasserbeseitigungskonzept vorlag.

Schlagworte:

  • Wirtschaftlichkeit einer Planung
  • Sonderleistungen
  • Planungsrisiko
  • Zusammenfassung

Bei den Mängelerörterungen in den folgenden Gliederungspunkten wäre zu berücksichtigen, dass die Planung nicht auf ein abgestimmtes und verteidigtes Abwasserbeseitigungskonzept zurückgreifen konnte. Das ist ein gewisser Nachteil für die Klägerin, weil damit die Planungsausgabe erheblich verkompliziert und aufwändiger wird.

Die optimale und zweckmäßige Planungsmethode – falls im Einzelfall zeitlich realisierbar (!) – ist folgende Vorgehensweise:

  • Grundlagenermittlung
  • Bestätigen der Grundlagen
  • Grundsätzliche Variantenuntersuchungen, Abstimmung mit Behörde und Auftraggeber
  • Verteidigung und Auswahl der Vorzugsvariante, Abstimmung mit Behörde und Auftraggeber
  • Fertigstellen des Abwasserbeseitigungskonzeptes für die Stadt, Status fast Vorplanung
  • Vergabe der weiterführenden Planung für ein konkretes Stadtgebiet ab Planungsphase 3; Teilen der Vorplanung für Aktualisierung der Vorplanung; Erfüllen der restlichen Anforderungen der Leistungsphase 2
  • Aktualisierung des Abwasserbeseitigungskonzeptes nach neuen Erkenntnissen

Diese Lösung hat den Vorteil, dass die grundsätzliche planerische Lösung schon bekannt ist. Die konkrete Aufgabenstellung ergibt sich aus den Festlegungen des Abwasserbeseitigungskonzeptes für die anstehende Planungsaufgabe.

Der erforderliche Nachweis der Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Planungsaufgabe ist vom Grundsatz her schon erbracht. Der Planer hat nur noch für seine konkrete Lösung den Nachweis der Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit sowie die Abstimmung mit Behörde und Auftraggeber zu erbringen. Das könnten z. B. sein: Nachweis der Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit für die Auswahl des Rohrmaterials, genauere Optimierung der Tiefenlage, Betrachtungen des Einzelfalls, ob und wie ein bestimmtes Grundstück in die Entwässerung des Bebauungsgebietes vorteilhaft zu integrieren ist.

Die Bedeutung eines Abwasserbeseitigungskonzeptes ist allgemein bekannt. Konzeptionelle Arbeit – festgelegt im Wasserhaushaltsgesetz – zwingt auch die Behörde diese in Auflagen umzusetzen:

  • Abwasserbeseitigungskonzept der Stadt
  • Abwasserbeseitigungskonzept des Abwasserzweckverbandes
  • Abwasserbeseitigungskonzept des Landkreises
  • Abwasserbeseitigungskonzepte der Regierungspräsidien

Bei der Wertung ist zu berücksichtigen, dass die Notwendigkeit der konzeptionellen Arbeit – eine Grundvoraussetzung für die Erzielung abgestimmter und anspruchsvoller Planungsleistungen – unterschiedlich niveauvoll und unterschiedlich schnell umgesetzt wurde und wird.

Die konzeptionslose Vergabe von einzelnen Planungsleistungen birgt das Risiko, dass die Planung Aufgaben übernehmen muss, die eigentlich eher konzeptioneller Art sind, wobei gestritten werden kann, ob der Bauherr eine konzeptionelle Vorleistung hätte erbringen müssen. (Auffällig bei dem Rechtsstreit ist, dass sämtliche Streitpunkte, die die grundsätzliche Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit (Misch- oder Trennsystem, Sonderentwässerung, Art und Weise der Regenwasserrückhaltung, Tiefenlage der Kanäle, Kosten, Umverlegung eines Baches, Leistungsfähigkeit des Vorfluters) betreffen, Aufgaben sind, welche bei der Erarbeitung eines Abwasserbeseitigungskonzeptes zu lösen sind.)

Andererseits erfordert der Aspekt des fehlenden Abwasserbeseitigungskonzeptes ein besonders vorsichtiges und häufiges Abstimmen der Planung. Das Risiko, eine Planung vorzulegen, die der Bauherr nicht akzeptiert, wird in dem Maße reduziert, wie die Planung in hinreichend viele Etappen gegliedert wird, deren Ergebnisse vor dem Bauherrn zu verteidigen sind.

Wenn ein Bauherr noch keine Vorplanungen und kein Abwasserbeseitigungskonzept gesehen hat, dann besteht ein hohes Ablehnungsrisiko bei einer nicht umfänglich abgestimmten Entwurfsplanung.

Die Planungsaufgabe ist bei einer konzeptionslosen Auftragsvergabe ungleich schwieriger und riskanter, als wenn eine verteidigte Abwasserzielplanung der Stadt vorgelegen hätte.

Bei der konzeptionslosen Planungsvergabe – übrigens nach der Wende überwiegend praktiziert – besteht auch das Risiko, dass eine behördliche Genehmigung problematisch wird, weil konzeptionelle Aufgaben noch nicht gelöst wurden und die Behörde mit Recht Auflagen begründet, die in den Aufgabenbereich eines anspruchsvollen Abwasserbeseitigungskonzeptes gehören.

Erste grundsätzliche Variantenuntersuchungen zur prinzipiellen Abwasser- und Regenwasserableitung sind besser als Optimierungsaufgabe bei der Erarbeitung eines Abwasserbeseitigungskonzeptes einzugliedern; kann sich doch im Ergebnis z. B. herausstellen, dass das geplante Bebauungsgebiet wirtschaftlich nicht erschließbar ist, dass die Kosten noch nicht getragen werden können und somit Investition und Planung erst dann erfolgen können, wenn die Refinanzierung gesichert ist.

Andererseits sind aber die Variantenuntersuchungen zur Abwasser- und Regenwasserableitung für eine risikominimierte Entwurfsplanung unabdingbar. Besonders umfangreiche Variantenuntersuchungen sind Sonderleistungen, die ggf. der Planer vorzuschlagen hat.

Zusammenfassung

Die Beklagte verfügte über kein Abwasserbeseitigungskonzept. Die Erörterung des Mangels ist für die Wertung der Leistungen der Klägerin wichtig.

Das ist weiter bedeutungsvoll, weil insbesondere die grundsätzliche Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit von Abwasserinvestitionen in einer anspruchsvollen Abwasserbeseitigungskonzeption in den Grundzügen zwischen Kommune und Behörde abgeklärt sind, bevor es zur Entwurfsplanung kommt.

Nach Vorlage und Akzeptanz eines Abwasserbeseitigungskonzeptes dienen Zweckmäßigkeits- und Wirtschaftlichkeitsnachweise mehr einer weiteren Optimierung der Planung und nicht mehr der Beantwortung grundsätzlicher Fragen.

Es ist somit auch von geringerer Tragweite, wenn derartige Nachweise fehlen, unvollständig oder wenig anspruchsvoll sind.

Diese Bewertung der Konsequenzen ist eine juristische Frage, die die Aufgabe des Sachverständigen übersteigt.




Ziele des Abwasserbeseitigungskonzeptes

Ziele des Abwasserbeseitigungskonzeptes

  • technisch wirtschaftlich abgestimmte Aufgabenstellung für die Vergabe separater Planungen
  • Voraussetzung für eine abgesicherte Gebührenprognose
  • wichtigstes Instrument für das Projektcontrolling
  • Voraussetzung für den Nachweis der Sinnfälligkeit und Wirtschaftlichkeit im Förderverfahren

Durch kontrollierten Einsatz vieler Planungsbüros wird ein vorteilhaftes Wettbewerbsklima geschaffen.




Umfang eines Abwasserbeseitigungskonzeptes

Inhalt eines Abwasserbeseitigungskonzeptes in Anlehnung an Regelungen im Bundesland Nordrhein-Westfalen

Zielstellung „Abwasserbehandlung“

Das Abwasserbeseitigungskonzept gibt für jede Abwassereinleitung Auskünfte über

  • den Standort der vorhandenen Abwasserbehandlungsanlagen, deren Kapazität und Auslastung bzw. Überlastung
  • die noch notwendigen Baumaßnahmen zur Sanierung vorhandener Abwasserbehandlungsanlagen
  • die neu zu errichtenden Abwasserbehandlungsanlagen, deren Standort und vorgesehene Kapazität
  • die künftig wegfallenden Abwasserbehandlungsanlagen und deren Standort

Zielstellung „Abwasserableitung“

  • Darstellung und Abgrenzung von Teilentwässerungsgebieten mit funktionalen Zusammenhängen differenziert hinsichtlich vorhandener Kanalisation und erforderlicher Kanalisation
  • Darstellung der unterschiedlichen Entwässerungssysteme, notwendige Baumaßnahmen zur Sanierung der vorhandenen Kanalisation

Kostenschätzungen

Die Kostenschätzungen sollen dem derzeitigen Stand der Planung und allgemeinen Erfahrungssätzen für vergleichbare Vorhaben nach dem Preisniveau zur Zeit der Schätzung entsprechen.

Weiterer Inhalt

In das Konzept sind je nach den örtlichen Verhältnissen weitere Aussagen aufzunehmen u. a.:

  • Die Kennzeichnung angeschlossener und anzuschließender Entwässerungsgebiete. Dies empfiehlt sich insbesondere im ländlichen Raum, wenn mehrere Entwässerungsgebiete an die Kläranlage angeschlossen sind.
  • Die Hauptverbindungssammler der Gemeinden. Dies empfiehlt sich bei einer Trennkanalisation.
  • Sensibilitätsprüfung der Wirtschaftlichkeit ausgewählter Alternativen nach den Leitlinien zur Durchführung von Kostenvergleichsrechnungen der Länderarbeitsgemeinschaft WASSER ( LAWA).

Werden die vorstehenden zusätzlichen Angaben gemacht, sind für die Kennzeichnung der kanalisierten Entwässerungsgebiete und der Hauptsammler der Gemeinden verschiedene Symbole zu verwenden.

Planungsraum

Das Konzept bezieht sich grundsätzlich auf Anlagen des Abwasserzweckverbandes.

Notwendiger Inhalt

  • ein Übersichtsplan im Maßstab bis zu 1 : 25.000
  • Angaben zu den Kläranlagen ( Aufstellung 1 – Anlage 1 -)
  • Angaben zu den Sonderbauwerken in der Kanalisation ( Aufstellung 2 – Anlage 2 -)
  • Angaben zu Abwasserleitungen ( Aufstellung 3 – Anlage 3 – )
  • Chronologische Gesamtzusammenstellung aller notwendigen Maßnahmen ( Aufstellung 4 – Anlage 4 – )

Im Übersichtsplan sind schematisch darzustellen:

  • die Lage der Übernahme- und Übergabestellen,
  • der Verlauf der Zulaufleitungen, Verbindungsleitungen und der Ablaufleitungen des Abwasserverbandes, die länger als 200 Meter sind,
  • die Lage der Kläranlage,
  • die Einleitung aus den Kläranlagen,
  • die Lage der Sonderbauwerke.

Es sind für die Kennzeichnung der Übernahmestellen, die Kennzeichnung der Übergabestellen an Dritte ( Gemeinden), die Kennzeichnung der Kläranlagen, die Kennzeichnung der Einleitungen aus den Kläranlagen, die Kennzeichnung der Sonderbauwerke sowie für die schematische Darstellung von Zulaufleitungen, Verbindungsleitungen und Ablaufleitungen verschiedene Symbole zu verwenden.

Angaben zu Kläranlagen

Das Verbandskonzept gibt Auskunft über

  • vorhandene Kläranlagen,
  • vom Abwasserverband noch zu übernehmende Kläranlagen,
  • die noch notwendigen Baumaßnahmen zur Sanierung,
  • neu zu errichtende Kläranlagen,
  • Kläranlagen, die außer Betrieb genommen werden.

Angaben zu den Sonderbauwerken in der Kanalisation

Es sind sowohl die Sonderbauwerke zur Behandlung von Mischwasser als auch die Sonderbauwerke zur Rückhaltung von Abwasser aufzuführen.

Es sind Angaben erforderlich über

  • vorhandene Sonderbauwerke,
  • vom Abwasserverband noch zu übernehmende Sonderbauwerke,
  • die noch notwendigen Baumaßnahmen zur Sanierung,
  • vom Abwasserverband neu zu errichtende Sonderbauwerke,
  • wegfallende Sonderbauwerke.

Angaben zu Abwassereinleitungen

In die Darstellung sind nur Abwasserleitungen des Abwasserverbandes mit mehr als 200 Meter Länge aufzunehmen.

Baubeginn

Es sind folgende Zeiträume zu unterscheiden:

  • Die ersten 5 Jahre: Für diesen Zeitraum ist das Jahr des Baubeginns anzugeben.
  • Die sich daran anschließenden 7 Jahre: Hier werden die Baumaßnahmen eingeordnet, die in diesem Zeitraum begonnen werden sollen. Das Jahr des Baubeginns wird nicht mehr genannt.
  • Der Zeitraum, der nach 12 Jahren beginnt: Hier werden alle Baumaßnahmen eingeordnet, die frühestens nach Ablauf von 12 Jahren begonnen werden können. Eine nähere zeitliche Angabe erfolgt nicht mehr.

Zeitpunkt der Übernahme

Hier ist immer das Jahr der Übernahme anzugeben. Ist die Angabe eines konkreten Jahres bei der Konzepterstellung noch nicht möglich, ist der Zeitraum anzugeben, in dem die Übernahme erfolgen soll. Dieser Zeitraum sollte 5 Jahre nicht überschreiten.




Langjährige und umfangreiche Erfahrungen mit Abwasserbeseitigungskonzepten

Warum gerade wir?

Nun – wir verfügen über langjährige umfangreiche Erfahrungen und vor allem über Erfolge bei der Erstellung, Aktualisierung sowie Begutachtung von Abwasserbeseitigungskonzepten.

Wir sind unabhängig von der weitergehenden Planung und Ausführung.

Das Besondere ist, dass wir auch ermitteln können,

  • welche Gebührenerhöhungen und/oder Beitragserhebungen aus der Umsetzung mittelfristig resultieren können und
  • welche Maßnahmen Sie ergreifen sollten, damit derartige Konsequenzen rechtzeitig gedämpft werden können.

Wenn gewünscht, können wir als Projektsteuerung dafür Sorge tragen, dass die betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten für den Verband oder für die Kommunen eingehalten werden.

Damit wird der klassische Fehler

  • „erst Planen,
  • dann Realisierung und
  • dann über die Gebührenhöhe erschrecken“

vermieden.

Nur der Vollständigkeit halber:

Reine Kostenvergleiche nach LAWA schützen nicht vor Liquiditätsschwierigkeiten in kommunalen Haushalten!

Das hat die jüngste Geschichte hinlänglich bewiesen.




Struktur eines Abwasserbeseitigungskonzeptes

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Falsche Kostenvergleichsrechnungen!

Uns ist aufgefallen, dass sehr viele Kostenvergleichsrechnungen methodisch falsch sind.

Damit sind auch die Ergebnisse falsch, die mit derartig falschen Methoden erzielt wurden.

Für die Anwendung jeder Methode sind besondere Voraussetzungen (Bedingungen) einzuhalten. Nur dann ist das Ergebnis korrekt.

So ist z. B. jedem klar, dass man beim Marathonlauf kein Pferd an den Start lässt. Das Pferd würde die Ergebnisse verfälschen. Die Ergebnisse sind wohl interessant, aber nicht vergleichbar.

Kostenvergleichsrechnungen sind nur dann als alleinige Bewertungsmethode zulässig, wenn die Untersuchungsvarianten tatsächlich über einen gleichen Nutzen verfügen und gleiche Risiken aufweisen.

Meist sind die Nutzen und Risiken der Varianten aber nicht gleich.

Über einen zweifelsfrei unterschiedlichen Nutzen verfügen z. B. folgende Beispiele:

  • technische Kläranlage oder Abwasserteichkläranlage
  • Freispiegelkanal oder Druckentwässerung oder Vakuumentwässerung
  • landwirtschaftliche Klärschlammverwertung oder Klärschlammverbrennung
  • Klärschlammverbrennung oder Klärschlammtrocknung
  • Eigenleistung oder Outsourcing
  • Neubau oder Modernisierung
  • Kommunaler Eigenbetrieb oder AZV oder Privatisierung
  • Fremdwasserminimierung oder moderater Fremdwasseranteil

Auch bei Organisationsuntersuchungen sind die Nutzen in aller Regel nicht gleich! (In diesem Fall spielen beispielsweise oft Interessen und Risiken eine große Rolle.)

Insofern sind auch bei Organisationsuntersuchungen Kostenvergleiche oder Gebührenvergleiche meist ohne Weiteres allein nicht zulässig und sie sind dann methodisch falsch und die damit erarbeiteten Ergebnisse ebenso.

Die Leitlinien zur Durchführung dynamischer Kostenvergleichsrechnungen enthalten nun einige einführende Hinweise, die jedoch selten Beachtung finden.

Im Falle einer Überprüfung von Kostenvergleichen durch einen Gutachter wird dieser sich zuallererst mit den Eingangsdaten befassen und dann prüfen, ob die richtige Untersuchungsmethode verwandt wurde.

Mühevoll erarbeitete Kostenvergleichsrechnungen sind gutachterlich mit verhältnismäßig geringem Aufwand zu entwerten, wenn die Bearbeiter die falsche bzw. eine unvollständige Untersuchungsmethode gewählt haben.

Wenn die Kosten nicht vergleichbar sind, dann wäre beispielsweise zu prüfen, ob eine Kosten-Nutzwert-Analyse die bessere Methode ist.

Grundsätzlich kann wohl davon ausgegangen werden, dass alle Privatisierungsuntersuchungen, die ausschließlich nur auf Kostenvergleichen beruhen und bei denen man die Vor- und Nachteile mehr oder weniger lax bewertete, falsch sind. Einfach deshalb, weil die Nutzen (Risiken) der untersuchten Varianten unterschiedlich sind und man Äpfel mit Birnen verglichen hat.

Der Nachteil einer reinen Kostenvergleichsrechnung liegt in ihrer besonders leichten Manipulierbarkeit.

Kosten-Nutzwert-Analysen sind zwar auch manipulierbar, aber wieder einfacher (z. T. ohne besonderes Fachwissen) zu prüfen. Der Bearbeiter muss nämlich umfänglich begründen, warum er welchem Verfahren einen größeren Nutzen zugeordnet hat. Und diese Überlegungen können dann wieder leichter von allen Beteiligten nachvollzogen werden.

Eine Kosten-Nutzwert-Analyse unter aktiver Beteiligung kommunaler Entscheidungsträger ist auch ein Mittel zur Zurückdrängung von Korruption, weil sie zur Transparenz der Entscheidungen beiträgt und insgesamt das kommunale Entscheidungsniveau erheblich anhebt. Eine Voraussetzung ist natürlich eine unabhängige Beratung der Kommune.

Kosten-Nutzwert-Analysen sind interdisziplinäre Untersuchungen und in der Regel keine Domäne von Ingenieurbüros.

Auf eine Tatsache ist nicht oft genug hinzuweisen:

Grundlage jeder Investitionsrechnung ist die falsche Annahme, dass der Investor über vollkommen sichere Erwartungen verfügt.

(Kruschwitz, Lutz, Investitionsrechnung, Oldenbourg, R, 12., aktualisierte Auflage 03.11.2008)

Im Folgenden trotzdem einige Auszüge aus den Leitlinien zur Durchführung dynamischer Kostenvergleichsrechnungen, was uns in diesem Zusammenhang besonders wichtig erschien.

Uwe Halbach

(Artikel am 01.09.2011 überarbeitet)

***

Auszug aus den Leitlinien zur Durchführung dynamischer Kostenvergleichsrechnungen (KVR-Leitlinien)

„1.2 Methodische und instrumentelle Abgrenzung

Die Kostenvergleichsrechnung stellt danach die einfachste Methode dieser Bewertungsverfahren dar….

Die Rechnung stellt ein einseitig an der Kostenseite orientiertes Bewertungsverfahren dar. Es erfolgt lediglich eine Gegenüberstellung der monetär bewerteten kostenmäßigen Wirkungen der Alternativen, ohne daß die Nutzenseite in den Vergleich eingeht….

…Die Anwendung der Kostenvergleichsrechnung unterliegt somit im wesentlichen folgenden einschränkenden Bedingungen:

  • Nutzensgleichheit der Alternativen,…
  • Äquivalenz monetär nicht bewertbarer Kostenwirkungen, d.h. dürfen keine Bedeutung haben…

…Über die absolute Vorteilhaftigkeit, also die Frage, ob die Nutzen größer als die Kosten sind, wird nichts gesagt, da die Nutzenseite in diesem ausschließlich kostenorientierten Alternativvergleich gänzlich unberücksichtigt bleibt.

2.1 Vorfeld der Kostenvergleichsrechnung

Weiterhin ist in jedem Fall zu Beginn der Untersuchung abzuklären, ob die Kostenvergleichsrechnung eine ausreichende Entscheidungshilfe liefert.

Die methodische Eignung hängt davon ab, ob ein

  • relativer Wirtschaftlichkeitsnachweis ausreicht und gleichzeitig
  • die zu vergleichenden Alternativen hinsichtlich ihrer Nutzen und Sozialkosten äquivalent sind.

3.2.2 Anforderungen für Kostenvergleiche

…Um Fehlentscheidungen zu vermeiden, müssen die Vorplanungen soweit ausgedehnt werden, dass eine situationsgerechte Beurteilung erfolgen kann….

Da in den frühen Planungsstadien die größten Kostenbeeinflussungen gegeben sind, genügt es für den Alternativvergleich auf der Basis von Wirtschaftlichkeitsüberlegungen allgemein nicht, die Betrachtungen unter Verwendung grober Kostenkennwerte durchzuführen….

Treten Kostenunsicherheiten auf, die eine Ausgrenzung von Alternativen zweifelhaft erscheinen lassen, so ist die Informationsbasis zu verbessern, bis eine rationale Entscheidung für oder gegen eine Konzeption gefällt werden kann.“

Quelle:
Länderarbeitsgemeinschaft Wasser
„Leitlinien zur Durchführung dynamischer Kostenvergleichsrechnungen“ (KVR-Leitlinien)
überarbeitete Ausgabe von 1998
Kulturbuchverlag Berlin GmbH
Sprossenweg 3
12351 Berlin
Tel.: 030/661-8484
Fax: 030/661-7828




Aufgaben des Abwasserbeseitigungskonzeptes

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Risikominimierte Planungsweise eines Abwasserbeseitigungskonzeptes

Grundsätzliche Hinweise vom Institut für Wasserwirtschaft Halbach

Die Hauptaufgabe eines Abwasserbeseitigungskonzeptes besteht in der Risikominimierung der Abwasserbeseitigung innerhalb eines Abwasserzweckverbandes.

Das Abwasserbeseitigungskonzept bildet die Grundlage für weiterführende Planungen.

Aus diesem Grund ist es unbedingt notwendig, das Abwasserbeseitigungskonzept vor der Überführung in die Entwurfsplanung auf fachtechnische und betriebswirtschaftliche Plausibilität interdisziplinär zu prüfen.

Aufgrund der interdisziplinären Prüfungsanforderungen kommen nur privatgutachterliche Einrichtungen infrage.

Im Rahmen der interdisziplinären Prüfung ist die Erhöhung der Gebühren und Beiträge im Einzugsgebiet des Abwasserzweckverbandes qualifiziert abzuschätzen.

Im Dialog mit dem Abwasserzweckverband sollte der/die Gutachter feststellen, ob diese Kostenerhöhung für den Bürger sozial verträglich ist.

Anderenfalls ist die technische bzw. terminliche Aufgabenstellung (Invest- und Finanzplan) des Abwasserzweckverbandes entsprechend zu ändern.

Das Abwasserbeseitigungskonzept muss regelmäßig aktualisiert werden, wenn Fehlplanungen und riskante Refinanzierung vermieden werden sollen.

Für die Risikominimierung von Planungen wird in einigen Bundesländern der nachfolgende Algorithmus anerkannt. Dieser Algorithmus ist ohne Weiteres auch auf die Erstellung von Abwasserbeseitigungskonzepten anwendbar.

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Abbildung 1: Planungsweise zur Reduzierung des Refinanzierungsrisikos einer Investition (Quelle: Abwasserkosten 2000, Institut für Abwasserwirtschaft, Anlagenteil Seite 95)




Abwasserbeseitigungskonzept nach § 151 (4) WG-LSA

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeine Anforderungen
2. Angaben zu vorhandenen Anlagen der öffentlichen Abwasserentsorgung
2.1 vorhandene Kanalnetze
2.2 vorhandene Verbindungsleitungen und Kläranlagen
3. Angaben zu geplanten Anlagen der öffentlichen Abwasserentsorgung
3.1 geplante Kanalnetze
3.2 geplante Verbindungsleitungen und Kläranlagen
4. Angaben zur vorhandenen nicht öffentlichen Abwasserentsorgung in KKA und abflusslosen Gruben
4.1 Abwasserentsorgung über vorhandene KKA und abflusslose Gruben
4.2 Schlammentsorgung aus KKA und abflusslosen Gruben
5. Angaben über zukünftig nicht an die öffentliche Abwasserentsorgung anzuschließenden Grundstücke bzw. Ortsteile
6. Angaben zur Beseitigung des Niederschlagswassers

1. Allgemeine Anforderungen

a) Übersicht über das Entsorgungsgebiet des Abwasserbeseitigungspflichtigen
In einem Lageplan sind Angaben über:
Darstellung der bebauten und befestigten Flächen (Einzugsgebiete)
Gewässer im Entsorgungsgebiet
festgestellte Überschwemmungsgebiete
Trinkwasserschutzzonen
Vorranggebiete und Vorsorgegebiete für Wassergewinnung
einzutragen.
b) rechtliche Verhältnisse
Zusammenschluss Entsorgungspflichtige zu Zweckverbänden
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Verwaltungsgemeinschaft als Entsorgungspflichtiger im Auftrag der Gemeinden
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Gemeinde als Entsorgungspflichtiger
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2. Angaben zu vorhandenen Anlagen der öffentlichen AW-Entsorgung

2.1 vorhandene Kanalnetze

Die im nachfolgenden aufgeführten Angaben zu vorhandenen Ortsnetzen sind in Lageplänen (Maßstab 1:5.000 oder höherer Genauigkeit) mit der Benennung „vorhandene Ortsnetze“ darzustellen.

Die bereits vorhandenen vollständig oder teilweise erschlossenen Ortsnetze sind in violetter Farbe in den einzelnen Straßenzügen einzutragen.

Darüber hinaus sind in Textform Angaben über

  • das Entwässerungssystem,
  • den Zeitpunkt der Errichtung der Ortsnetze,
  • den Zustand der Ortsnetze (Untersuchungen und Ergebnisse),
  • die erschlossenen Einwohnerwerte der einzelnen Gemeinden mit ihren Ortsteilen,
  • die Einleitung in Anlagen zur weiteren Behandlung,
  • bei Gewässerbenutzungen die Angabe des Datums der wasserrechtlichen Gestattungen einschl. der Registernummern

beizufügen.

2.2 vorhandene Verbindungsleitungen und Kläranlagen

Die im nachfolgenden genannten Angaben zu bereits vorhandenen überörtlichen Anlagen wie Verbindungsleitungen und Kläranlagen sind in Lageplänen mit einem Maßstab 1:50.000 mit der Benennung „VBL/KA“ darzustellen.

Sie sind farblich violett zu kennzeichnen und müssen die Leitungsart und Nennweite der VBL, weitere Bauwerke (Düker, Entlastungsbauwerke, Pumpwerke) erkennen lassen.

In einem beizufügenden Textteil sind Angaben zu

  • Baujahr von VBL und KA,
  • Zustand der VBL und KA (Untersuchungen und Ergebnisse),
  • Bemessungsgröße der KA,
  • KA-Typ,
  • die Angabe der Registriernummer des Wasserrechtes mit Datum und Befristung

aufzuführen.

Einordnung der KA:

TRK- Tropfkörperanlage; ME – mechanische Anlage; BSA – Belebtschlammanlage
BSA/C – Belebtschlammanlage/Container; SBR – Sequenz-Batch-Anlage
TKU – Teichanlage unbelebt; TKB – Teichkläranlage belebt; PKA – PflanzenKA
TAK – Tauchkörperanlage; TAK/C Tauchkörperanlage/Container
KKA – Kleinkläranlage; OXG -Oxydationsgraben

3. Angaben zu geplanten Anlagen der öffentlichen AW-Entsorgung

Unter dem Begriff  „geplante Anlagen“ sind die jemals an die öffentliche Abwasserentsorgung anzuschließenden Einzugsgebiete zu verstehen.

3.1 geplante Kanalnetze/Ortsnetze

Die im nachfolgenden aufgeführten Angaben zu geplanten Ortsnetzen, sind in Lageplänen (Maßstab 1:5.000 oder höherer Genauigkeit) mit der Benennung „geplante Ortsnetze“ darzustellen.

Die geplanten Ortsnetze sind in roter Farbe in den einzelnen Straßenzügen einzutragen und Angaben zur Art der Leitungssysteme (Freispiegel- bzw. Druckleitung) enthalten.

Darüber hinaus sind folgende Angaben erforderlich:

Die Angaben zu den geplanten Ortsnetzen, sofern Sie nicht in einem Jahr komplett erschlossen werden, sind in Bauabschnitte zu unterteilen, den Baujahren zuzuordnen und die aus der Planung ersichtlichen Kosten aufzuführen. Weiterhin sind die angeschlossenen Einwohnerwerte, das Entwässerungssystem, Nennweite und Länge sowie die Kläranlage zu benennen.

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*) incl. Sonderbauwerke, sonstige Bauwerke
**) TS – Trennsystem, MS – Mischsystem

3.2 geplante Verbindungsleitungen und Kläranlagen

Die im nachfolgenden genannten Angaben zu geplanten überörtlichen Anlagen, wie Verbindungsleitungen und Kläranlagen sind in den bereits unter Punkt 2.2 aufgeführten Lageplänen mit einem Maßstab 1:50.000 mit der Benennung „VBL/KA“ zu ergänzen.

Die geplanten VBL und KA sind farblich rot zu kennzeichnen und müssen die Leitungsart und Nennweite der VBL, weitere Bauwerke (Düker, Entlastungsbauwerke, Pumpwerke) erkennen lassen.

Darüber hinaus sind nachfolgende Angaben erforderlich:

Die Angaben zu den geplanten überörtlichen Anlagen wie Verbindungsleitungen und Kläranlagen, sofern sie nicht in einem Jahr komplett erschlossen werden, sind in Bauabschnitte/Ausbaustufen zu unterteilen, den Baujahren zuzuordnen und die aus der Planung ersichtlichen Kosten aufzuführen.

Weiterhin sind Angaben zu Nennweiten und Leitungstyp der Verbindungsleitung (VBL) sowie zu Kapazität und Typ der Kläranlage erforderlich.

Verbindungsleitungen

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*) FL-Freigefälleleitung, DL-Druckleitung
**) einschließlich Sonderbauwerke und sonstige Bauwerke

Kläranlagen

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*) TRK – Tropfkörperanlage; ME-mechanische Anlage; BSA-Belebtschlammanlage
BSA/C-Belebtschlammanlage/Container; SBR-Sequenz-Batch-Reaktor
TKU-Teichkläranlage unbelebt, TKB-Teichkläranlage belebt, PKA-PflanzenKA
TAK-Tauchkörperanlage, TAK/C-Tauchkörperanlage/Container

4. Angaben zur vorhandenen nicht öffentlichen Abwasserentsorgung in KKA und abflusslose Gruben

Die Angaben über die Abwasserentsorgung in KKA oder abflusslose Gruben sind grundstücksgenau zu erstellen. Dazu zählt die Angabe der Gemeinde, Ortsteil, Straße, Hausnummer, Bezeichnung.

4.1 Abwasserentsorgung über vorhandene KKA und abflusslose Gruben

Die Grundstücke bzw. Ortsteile, die gegenwärtig in KKA und abflusslose Gruben entsorgen, sind in die Lagepläne für „vorhandene Ortsnetze“, die bereits unter Punkt 2.1 aufgeführt wurden, mit der Farbe gelb einzutragen.

Darüber hinaus sind folgende Angaben grundstücksgenau beizubringen:

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*) z.B. Einfamilien-, Mehrfamilienhaus, Wohnblock, Wohnheim, Schule, Krankenhaus, Gewerberäume, Werkstätten, Gebäude von Firmen, Industrie und Landwirtschaft
**) ALG abflusslose Grube, KKA Kleinkläranlage, MKFG Mehrkammerfaulgrube
MKAFG Mehrkammerausfaulgrube; ME-mechanische Anlage
TRK-Tropfkörperanlage; BSA-Belebtschlammanlage, PKA-PflanzenKA
BSA/C-Belebtschlammanlage/Container, SBR-Sequenz-Batch-Anlage
TKU-Teichkläranlage unbelebt, TKB-Teichkläranlage belebt;
TAK-Tauchkörperanlage; TAK/C Tauchkörperanlage/Container
***) Gewässer, Kanal
****) bei Einleitung in Gewässer

4.2 Schlammentsorgung aus KKA und abflusslosen Gruben

Es sind Angaben über die satzungsgemäße Schlammentsorgung aus KKA und abflusslosen Gruben und die tatsächliche Organisation der Schlammentsorgung beizubringen.

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*) Gemeinde, Zweckverband, Verwaltungsgemeinschaft

In Textform sind weiterhin Aussagen über

  • die Feststellung des Entsorgungsbedarfs,
  • Bekanntmachung der Entsorger,
  • Kontrolle der Durchführung der Entsorgung

beizubringen.

Ist ggf. die Entsorgung nicht einheitlich geregelt, ist eine grundstücksgenaue Auflistung zu den eingangs genannten Sachverhalten erforderlich.

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5. Angaben über zukünftig nicht an die öffentliche AW-Entsorgung anzuschließenden Grundstücke bzw. Ortsteile

Über die Erfassung der bereits vorhandenen bzw. geplanten öffentlichen Abwasserentsorgung hinaus besteht die Möglichkeit, dass die Beplanung des Entsorgungsgebietes zu dem Ergebnis führt, dass Grundstücke bzw. Ortsteile prinzipiell von der öffentlichen Abwasserentsorgung ausgenommen werden sollen.

Nach § 151 (5) WG LSA kann dies nur erfolgen, wenn das Abwasser aufgrund seines Herkunftsbereiches nicht gemeinsam mit dem häuslichen Abwasser beseitigt werden kann, eine Übernahme des Abwassers wegen technischer Schwierigkeiten, wegen eines unverhältnismäßig hohen Aufwandes oder aufgrund der Siedlungsstruktur nicht angezeigt ist.

Darüber hinaus ist die Prüfung, ob eine gesonderte Entsorgung das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt, anhand der unter Punkt 1 des Konzeptes genannten Kriterien durchzuführen.

Die davon betroffenen Grundstücke bzw. Ortsteile sind nachfolgend tabellarisch zu erfassen.

Weiterhin sind sie grundstücksgenau in der Farbe grün in die bereits unter Punkt 3.1 genannten Lagepläne für „geplante Ortsnetze“ einzuzeichnen.

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*) z. B. Einfamilien-, Mehrfamilienhaus, Wohnblock, Wohnheim, Schule, Krankenhaus, Gewerberäume, Werkstätten, Gebäude von Firmen, Industrie und Landwirtschaft
**) ALG abflusslose Grube; KKA Kleinkläranlage; MKFG Mehrkammerfaulgrube
MKAFG Mehrkammerausfaulgrube, ME-mechanische Anlage;
TRK-Tropfkörperanlage; BSA-Belebtschlammanlage; PKA-PflanzenKA
BSA/C-Belebtschlammanlage/Container; SBR-Sequenz-Batch-Anlage
TKU-Teichkläranlage unbelebt; TKB-Teichkläranlage belebt
TAK-Tauchkörperanlage; TAK/C Tauchkörperanlage/Container
***) Spezifik des Abwassers
technische Schwierigkeiten
unverhältnismäßig hoher Aufwand
Siedlungsstruktur

Darüber hinaus sind zu jedem Grundstück bzw. Ortsteil in einem Textteil Begründungen der unter Spalte 6 (Grund) genannten Sachverhalte mit folgendem Inhalt abzugeben:

bei Spezifik des Abwassers
Herkunftsbereich des Abwassers
Tatsachen, die der Mitbehandlung in einer öffentlichen KA entgegenstehen
Möglichkeiten der Vorbehandlung bzw. eigenständigen Behandlung
Möglichkeiten der Weiterbehandlung bzw. Ableitung
ggf. Sonderlösungen
bei technischen Schwierigkeiten, unverhältnismäßig hohem Aufwand, Siedlungsstruktur:
Angaben zur Siedlungsstruktur
Angaben zur Erschließung des Grundstücks
Angaben zur Überleitung des Abwassers, Nennweite, Leitungslänge zu Übergabestellen, Sonderbauwerke (Pumpwerke, Düker)
Angaben zum Baugrund
Erschließungskosten, zusätzliche Betriebskosten
Entsorgungsalternative
Hydrogeologische Aussagen bei Einleitung in das Grundwasser
Auswirkung auf das Gewässer
Kostenvergleichsrechnung nach LAWA mit wesentlichen Eingangsdaten

6. Angaben zur Beseitigung des Niederschlagswassers

Zur Entsorgung des Niederschlagswassers sind nach § 151 (3) WG LSA anstelle der Gemeinde die Grundstückseigentümer bzw. Träger öffentlicher Verkehrsanlagen verpflichtet, soweit die Gemeinde nicht im Interesse des Wohls der Allgemeinheit den Anschluss an öffentliche Abwasseranlagen bzw. ein gesammeltes Fortleiten vorschreibt.

Es sind nachfolgend in Textform Angaben über:

  • die Zuständigkeiten bei der Niederschlagswasserentsorgung für die Grundstücke bzw. Verkehrsflächen in den einzelnen Gemeinden (Grundstückseigentümer, Gemeinde, Bund, Land, Landkreis)
  • Angaben über Gebiete mit der Vorschrift zum Anschluss an die öffentliche Abwasserentsorgung in Bezug auf das Wohl der Allgemeinheit
  • Angaben über Gebiete mit gesammeltem Fortleiten des Niederschlagswassers in Bezug auf das Wohl der Allgemeinheit

beizubringen.

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